
Kaffeemühlen Test 2026: Welche Mühle passt zu Deinem Kaffee?
Für diesen Kaffeemühlen Test greife ich auf meine eigenen Erfahrungen mit der von mir getesteten Graef CM 800 zurück und zeige Dir, worauf es bei Mahlwerk, Mahlgrad, Verarbeitung und Bedienung wirklich ankommt.
Eine gute Kaffeemühle hat großen Einfluss darauf, wie der Kaffee später in der Tasse schmeckt. Seit 2016 beschäftige ich mich intensiv mit Kaffee, Kaffeevollautomaten, Espressomaschinen und der richtigen Zubereitung.
Andere Kaffeemühlen, die ich auf dieser Seite vorstelle, kennzeichne ich ausdrücklich als Empfehlungen oder Alternativen und nicht als von mir selbst getestete Geräte.
Norbert Loose
Kaffeemühlen im Test: Meine Erfahrungen mit der Graef CM 800
Graef CM 800 im Praxistest
Die Graef CM 800 habe ich selbst getestet und über einen längeren Zeitraum praktisch ausprobiert. Für mich ist sie vor allem als elektrische Einstiegsmühle interessant, wenn Du frisch gemahlenen Kaffee für einen Siebträger zubereiten möchtest.

Die Mühle arbeitet mit einem Kegelmahlwerk aus Edelstahl. Besonders wichtig war mir im Test, wie gut sich der Mahlgrad einstellen lässt und ob sich damit ein ausreichend gleichmäßiges Mahlgut für Espresso erzielen lässt. Gerade beim Siebträger können bereits kleine Änderungen des Mahlgrades einen deutlichen Unterschied bei der Extraktion machen.
Positiv aufgefallen sind mir die solide Verarbeitung und die für diese Preisklasse umfangreichen Einstellmöglichkeiten. Die CM 800 ist keine High-End-Espressomühle, bietet Einsteigern aber eine vernünftige Möglichkeit, sich mit Mahlgrad, Dosierung und der Abstimmung auf die eigene Espressomaschine zu beschäftigen.
Mein Fazit aus dem Test: Wer eine bezahlbare elektrische Kaffeemühle für den Einstieg sucht, bekommt mit der Graef CM 800 ein interessantes Gesamtpaket. Für ambitionierte Espresso-Fans mit sehr hohen Ansprüchen an Reproduzierbarkeit und Feinjustierung gibt es allerdings präzisere – und entsprechend teurere – Espressomühlen.
Weitere Kaffeemühlen: Elektrisch oder per Hand?
Neben der von mir selbst getesteten Graef CM 800 gibt es zahlreiche weitere Kaffeemühlen für unterschiedliche Anforderungen. Die folgenden Modelle habe ich nicht selbst getestet. Ich führe sie deshalb nicht als Testsieger, sondern als Beispiele für verschiedene Bauarten und Einsatzbereiche auf.
Elektrische Kaffeemühlen für den Alltag
Eine elektrische Kaffeemühle von Severin ist eine mögliche Alternative für alle, die Bohnen bequem auf Knopfdruck mahlen möchten. Das aktuell bei Amazon erhältliche Modell ordne ich hier als Produktalternative ein; selbst getestet habe ich es nicht.
Die Severin Kaffeemühle verfügt über zehn Stufen von Mahlgraden. Diese sind auf einer Skala angegeben. Die stufenlose Verstellbarkeit geht jedoch über die Zehn hinaus. Sobald man über der Zehn hinaus ist, kann die Mühle noch etwas gröber eingestellt werden. Bis auf etwa 15 auf der Skala kann man weitergehen.
KitchenAid Artisan: Alternative mit vielen Mahlgradeinstellungen
Wer eine umfangreicher ausgestattete elektrische Kaffeemühle sucht, kann sich die KitchenAid Artisan 5KCG8433 ansehen. Dieses Modell habe ich nicht selbst getestet und führe es deshalb ausdrücklich als Produktalternative auf.
Die KitchenAid bietet 70 Mahlgradeinstellungen, ein Kegelmahlwerk aus Edelstahl und einen verstellbaren Siebträgerhalter für 54- und 58-mm-Siebträger. Damit ist sie sowohl für Espresso als auch für gröbere Mahlgrade bis hin zur French Press ausgelegt.
Für das tägliche Mahlen von Kaffeebohnen ist diese Mühle gut geeignet. Allerdings genügt das Mahlergebnis nicht für die Espressozubereitung. Wer keinen Espresso zubereiten möchte, wird mit dieser Kaffeemühle zufrieden sein. Die solide Mühle verfügt über ein gutes Scheibenmahlwerk. Der Wechsel des Mahlgrads geht schnell und funktioniert tadellos. Du kannst daher von der groben Mahlung auf eine feinere umspringen für Handfilterkaffee.
Handkaffeemühlen: Eine Alternative ohne Strom
Eine Handkaffeemühle kann eine interessante Alternative zur elektrischen Kaffeemühle sein. Sie benötigt keinen Strom, nimmt wenig Platz ein und eignet sich besonders gut, wenn Du nur kleinere Mengen Kaffeebohnen frisch mahlen möchtest.
Entscheidend ist auch bei einer manuellen Kaffeemühle die Qualität des Mahlwerks. Ein präzise einstellbarer Mahlgrad und ein möglichst gleichmäßiges Mahlergebnis sind wichtiger als ein nostalgisches Design. Gerade für Filterkaffee, Pour-over oder die French Press kann eine gute Handmühle vollkommen ausreichen.
Für größere Kaffeemengen oder die regelmäßige Espressozubereitung würde ich persönlich eher zu einer guten elektrischen Kaffeemühle greifen. Das Mahlen von Hand benötigt Zeit und – insbesondere bei sehr feinen Mahlgraden – entsprechend mehr Kraft.
Welche Kaffeemühle passt zu welcher Kaffeezubereitung?
Welche Kaffeemühle für Dich die richtige ist, hängt vor allem davon ab, wie Du Deinen Kaffee zubereitest. Eine Mühle für Espresso aus dem Siebträger muss andere Anforderungen erfüllen als eine Kaffeemühle für Filterkaffee, French Press oder Pour-over.
Kaffeemühle für Espresso und Siebträger
Für Espresso ist eine präzise Mahlgradeinstellung besonders wichtig. Das Kaffeemehl muss sehr fein gemahlen werden, und bereits kleine Veränderungen des Mahlgrades können die Durchlaufzeit und damit den Geschmack des Espressos deutlich beeinflussen.
Eine gute Espressomühle sollte deshalb nicht nur fein mahlen können, sondern sich in diesem Bereich möglichst genau und reproduzierbar einstellen lassen. Auch eine praktische Dosierung und die Möglichkeit, direkt in den Siebträger zu mahlen, können im Alltag hilfreich sein.
Kaffeemühle für Filterkaffee und Pour-over
Für Filterkaffee oder Pour-over wird das Kaffeemehl gröber gemahlen als für Espresso. Wichtig ist auch hier ein möglichst gleichmäßiges Mahlergebnis. Wer unterschiedliche Filtermethoden verwendet, profitiert von einer Mühle, deren Mahlgrad sich über einen ausreichend großen Bereich einstellen lässt.
Kaffeemühle für French Press
Für die French Press benötigst Du einen vergleichsweise groben Mahlgrad. Eine Kaffeemühle muss deshalb nicht automatisch besonders fein mahlen können, wenn Du sie ausschließlich für diese Zubereitungsart verwenden möchtest. Entscheidend ist vielmehr, dass sie auch bei gröberer Einstellung ein möglichst gleichmäßiges Mahlgut erzeugt.
Mein Tipp: Entscheide zuerst, wie Du Deinen Kaffee überwiegend zubereitest, und wähle danach die Kaffeemühle. Die Zahl der Mahlstufen oder die Bezeichnung Kegel- beziehungsweise Scheibenmahlwerk allein sagt noch nicht, ob eine Mühle für Deinen Einsatzzweck wirklich gut geeignet ist.
Was kostet eine gute Kaffeemühle?
Bei Kaffeemühlen reicht die Preisspanne von einfachen Modellen für wenige Euro bis zu hochwertigen Espressomühlen, die mehrere hundert Euro kosten. Entscheidend ist für mich nicht möglichst viel Technik, sondern ob die Mühle zu Deiner bevorzugten Kaffeezubereitung passt.
Günstige Kaffeemühlen für Filterkaffee
Wenn Du hauptsächlich Filterkaffee oder French Press zubereitest, musst Du nicht automatisch mehrere hundert Euro ausgeben. Auch günstigere Kaffeemühlen können interessant sein, sofern das Mahlwerk ausreichend gleichmäßig arbeitet und sich der benötigte Mahlgrad vernünftig einstellen lässt.
Kaffeemühlen für Espresso und Siebträger
Bei Espresso steigen die Anforderungen deutlich. Hier lohnt es sich, einen größeren Teil des Budgets in die Kaffeemühle zu investieren. Eine präzise Mahlgradeinstellung ist wichtig, weil bereits kleine Veränderungen beeinflussen können, wie schnell das Wasser durch das Kaffeemehl läuft.
Die von mir selbst getestete Graef CM 800 sehe ich als interessante Einstiegsmöglichkeit. Wer höhere Ansprüche an Feinjustierung, Reproduzierbarkeit und Bedienkomfort stellt, findet darüber hinaus spezialisierte Espressomühlen in höheren Preisklassen.
Wann lohnt sich eine teurere Kaffeemühle?
Eine teurere Kaffeemühle kann sich vor allem dann lohnen, wenn Du regelmäßig Espresso aus einem Siebträger zubereitest und unterschiedliche Bohnen exakt einstellen möchtest. Hochwertigere Mühlen bieten häufig eine präzisere Mahlgradverstellung, eine stabilere Konstruktion und mehr Komfort bei der Dosierung.
Mein Rat: Kaufe die Kaffeemühle nicht allein nach dem Preis. Eine teure Mühle ist nicht automatisch die richtige für Dich – entscheidend sind Zubereitungsart, Mahlqualität und die Einstellmöglichkeiten, die Du tatsächlich benötigst.

Kaffeemühle kaufen: Darauf solltest Du achten
Eine gute Kaffeemühle sollte vor allem zu Deiner bevorzugten Zubereitungsart passen und möglichst gleichmäßig mahlen. Für Espresso sind andere Eigenschaften wichtig als für Filterkaffee oder French Press. Bevor Du Dich für ein Modell entscheidest, würde ich deshalb besonders auf die folgenden Punkte achten.
Mahlgrad und Einstellmöglichkeiten
Je nachdem, wie Du Deinen Kaffee zubereitest, benötigst Du unterschiedliche Mahlgrade. Für Espresso muss sehr fein gemahlen werden, für Filterkaffee deutlich gröber und für French Press nochmals gröber. Besonders bei einer Espressomühle ist wichtig, dass sich der Mahlgrad nicht nur fein, sondern auch möglichst präzise einstellen lässt.
Gleichmäßigkeit des Mahlguts
Nicht nur die eingestellte Mahlstufe ist entscheidend. Die gemahlenen Kaffeepartikel sollten möglichst gleichmäßig groß sein. Entstehen gleichzeitig sehr feine und sehr grobe Partikel, kann der Kaffee ungleichmäßig extrahiert werden. Das kann sich anschließend im Geschmack bemerkbar machen.
Totraum und Kaffeemehlreste
Bei elektrischen Kaffeemühlen kann nach dem Mahlen eine kleine Menge Kaffeemehl im Mahlwerk oder Auswurf zurückbleiben. Dieser sogenannte Totraum ist besonders dann interessant, wenn Du häufig zwischen verschiedenen Kaffeebohnen wechselst oder möglichst exakt dosieren möchtest.
Hitzeentwicklung beim Mahlen
Beim Mahlen entsteht Reibung und damit Wärme. Im normalen Hausgebrauch sollte man diesen Punkt nicht überbewerten. Bei größeren Kaffeemengen und intensiver Nutzung kann die Konstruktion des Mahlwerks jedoch eine Rolle dabei spielen, wie stark sich Mühle und Mahlgut erwärmen.
Bedienung und Dosierung
Eine Kaffeemühle kann im Alltag noch so gut mahlen – wenn die Bedienung umständlich ist, macht die tägliche Nutzung wenig Freude. Achte deshalb darauf, wie einfach sich der Mahlgrad verändern lässt, wie das Kaffeemehl ausgegeben wird und ob die Dosierung zu Deiner Zubereitungsart passt. Für Siebträger kann beispielsweise das direkte Mahlen in den Siebträger praktisch sein.
Brauche ich mehr als eine Kaffeemühle?
Für die meisten Kaffeetrinker reicht eine gute Kaffeemühle vollkommen aus. Eine zweite Mühle kann interessant werden, wenn Du regelmäßig sehr unterschiedliche Zubereitungsarten verwendest – beispielsweise feinen Espresso aus dem Siebträger und gleichzeitig gröberen Filterkaffee oder French Press – und nicht ständig zwischen weit auseinanderliegenden Mahlgradeinstellungen wechseln möchtest.
Mein Tipp: Entscheide Dich nicht nach der größtmöglichen Zahl an Mahlstufen. Wichtiger ist, dass sich die Kaffeemühle in dem Bereich, den Du tatsächlich verwendest, präzise einstellen lässt und ein möglichst gleichmäßiges Mahlergebnis liefert.
Die 5 aktuellen Kaffeemühlen-Bestseller bei Amazon
Wenn Du sehen möchtest, welche Kaffeemühlen derzeit besonders häufig bei Amazon gekauft werden, findest Du hier die aktuellen Bestseller. Die Auswahl wird automatisch aktualisiert und kann sich deshalb jederzeit ändern.
Wichtig ist mir dabei die Unterscheidung zu meinem eigenen Test: Die hier aufgeführten Kaffeemühlen habe ich nicht automatisch selbst getestet. Die Bestsellerliste dient Dir als zusätzliche Orientierung, welche Modelle aktuell besonders gefragt und bei Amazon erhältlich sind.
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Kannst Du eine Kaffeemühle genau einstellen, wird das Ergebnis des Mahlguts besser. Vielfach unterschätzt wird die Tatsache, dass nach jedem Mahlen eine Restmenge an Espresso in der Mühle verbleibt. Ganz klar ist das ein Produktverlust. Aber viel schlimmer ist, dass altes Espressopulver in den nächsten Siebträger gelangt. Und das kann natürlich das Ergebnis verschlechtern.
Warum ist eine gute Kaffeemühle für den Geschmack so wichtig?
Frisch gemahlene Kaffeebohnen sind eine wichtige Grundlage für guten Kaffee. Entscheidend ist dabei nicht nur, wie fein oder grob Du mahlst, sondern auch, wie gleichmäßig die Kaffeemühle die Bohnen zerkleinert.
Der richtige Mahlgrad hängt von der Zubereitungsmethode ab. Für Espresso wird deutlich feiner gemahlen als für Filterkaffee oder French Press. Ist das Kaffeemehl für die jeweilige Zubereitung zu fein oder zu grob, verändert sich die Extraktion – und damit auch der Geschmack in der Tasse.
Warum der Mahlgrad bei Espresso besonders wichtig ist
Beim Siebträger beeinflusst der Mahlgrad wesentlich, wie schnell das Wasser durch das Kaffeemehl fließt. Ist der Mahlgrad zu grob, läuft das Wasser häufig zu schnell hindurch. Ist er zu fein, kann die Durchlaufzeit dagegen zu lang werden.
Deshalb reicht es bei Espresso nicht aus, wenn eine Kaffeemühle lediglich „fein mahlen“ kann. Sie sollte sich in diesem Bereich möglichst präzise einstellen lassen. Schon kleine Veränderungen können bei derselben Bohne und Kaffeemenge einen deutlich anderen Espresso ergeben.
Gleichmäßiges Mahlgut statt möglichst teurer Kaffeemühle
Eine gute Kaffeemühle sollte möglichst gleichmäßiges Mahlgut erzeugen. Sind gleichzeitig sehr feine und deutlich gröbere Partikel vorhanden, können diese unterschiedlich extrahiert werden. Ein gleichmäßiges Mahlergebnis erleichtert es, die Kaffeezubereitung reproduzierbar einzustellen.
Meine Erfahrung: Gerade beim Siebträger würde ich einen Teil des Budgets bewusst für eine vernünftige Espressomühle reservieren. Eine gute Espressomaschine kann ihre Möglichkeiten nur dann ausspielen, wenn Mahlgrad und Mahlgut zur Zubereitung passen.
Welches Mahlwerk ist bei einer Kaffeemühle am besten?
Das Mahlwerk gehört zu den wichtigsten Bestandteilen einer Kaffeemühle. Es zerkleinert die Kaffeebohnen und beeinflusst damit, wie gleichmäßig das Mahlgut wird. Häufig begegnen Dir beim Kauf Begriffe wie Kegelmahlwerk, Scheibenmahlwerk oder Schlagmahlwerk.
Ich würde eine Kaffeemühle allerdings nicht allein nach der Bauart des Mahlwerks auswählen. Entscheidend ist das Gesamtergebnis: Wie gleichmäßig mahlt die Mühle, wie präzise lässt sich der Mahlgrad einstellen und passt sie zu Deiner bevorzugten Zubereitungsart?
Kegelmahlwerk
Bei einem Kegelmahlwerk werden die Kaffeebohnen zwischen einem inneren Kegel und dem umgebenden Mahlring zerkleinert. Der Abstand zwischen den Mahlflächen bestimmt dabei den Mahlgrad.
Kegelmahlwerke kommen sowohl in günstigen als auch in hochwertigen Kaffeemühlen zum Einsatz. Auch die von mir getestete Graef CM 800 arbeitet mit einem Kegelmahlwerk aus Edelstahl.
Scheibenmahlwerk
Bei einem Scheibenmahlwerk werden die Bohnen zwischen zwei Mahlscheiben zerkleinert. Durch die Veränderung des Abstands zwischen den Scheiben lässt sich der Mahlgrad einstellen.
Scheibenmahlwerke sind ebenfalls in vielen hochwertigen Kaffeemühlen und Espressomühlen zu finden. Allein aus der Bezeichnung „Scheibenmahlwerk“ lässt sich jedoch noch nicht ableiten, wie gut eine bestimmte Kaffeemühle tatsächlich mahlt.
Schlagmahlwerk
Bei einem Schlagmahlwerk werden die Bohnen durch schnell rotierende Messer beziehungsweise Schlagmesser zerkleinert. Der Mahlgrad wird dabei im Wesentlichen über die Dauer des Mahlens beeinflusst.
Für eine möglichst präzise Kaffeezubereitung würde ich ein solches System nicht bevorzugen. Das Mahlgut lässt sich weniger kontrolliert einstellen als bei einer guten Kegel- oder Scheibenmühle. Gerade für Espresso ist eine reproduzierbare Mahlgradeinstellung besonders wichtig.
Walzen- und andere Mahlwerke
Daneben existieren weitere Konstruktionen wie Walzenmahlwerke oder Kombinationen verschiedener Mahlprinzipien. Für die typische Kaffeemühle im privaten Haushalt spielen sie jedoch eine deutlich kleinere Rolle als Kegel- und Scheibenmahlwerke.
Mein Tipp: Lass Dich beim Kauf nicht allein von Begriffen wie „Kegelmahlwerk“ oder „Scheibenmahlwerk“ überzeugen. Für mich sind ein möglichst gleichmäßiges Mahlgut und eine präzise Mahlgradeinstellung wichtiger als die Bauform des Mahlwerks allein.
Kaffeemühle richtig einstellen: Welcher Mahlgrad ist der richtige?
Den einen richtigen Mahlgrad für Kaffee gibt es nicht. Wie fein oder grob Du Deine Kaffeebohnen mahlen solltest, hängt vor allem von der Zubereitungsmethode, den verwendeten Bohnen und Deinem persönlichen Geschmack ab.
Als Ausgangspunkt kannst Du Dich an einer einfachen Regel orientieren: Je kürzer das Wasser Kontakt mit dem Kaffeemehl hat, desto feiner wird normalerweise gemahlen. Deshalb benötigt Espresso einen wesentlich feineren Mahlgrad als beispielsweise eine French Press.
Mahlgrad für Espresso
Für Espresso benötigst Du einen sehr feinen Mahlgrad. Besonders beim Siebträger solltest Du die Einstellung schrittweise verändern. Läuft der Espresso deutlich zu schnell durch, kannst Du feiner mahlen. Läuft er dagegen sehr langsam oder kaum noch durch, ist eine etwas gröbere Einstellung einen Versuch wert.
Mahlgrad für Filterkaffee und Pour-over
Für klassischen Filterkaffee wird üblicherweise mittelfein bis mittel gemahlen. Bei Pour-over lässt sich der Mahlgrad zusätzlich an Brühmethode, Kaffeemenge und gewünschte Durchlaufzeit anpassen.
Mahlgrad für French Press
Für die French Press wird das Kaffeemehl vergleichsweise grob gemahlen. Zu feines Mahlgut kann durch den Filter gelangen und außerdem die Extraktion verändern.
Warum gibt es keine universelle Mahlgradeinstellung?
Selbst zwei unterschiedliche Kaffeebohnen können auf derselben Kaffeemühle verschiedene Einstellungen benötigen. Röstgrad, Alter der Bohnen und Zubereitung beeinflussen das Ergebnis. Deshalb sind Angaben wie „Mahlgrad 5“ oder „Stufe 10“ niemals universell auf andere Kaffeemühlen übertragbar.
Mein Tipp: Verändere den Mahlgrad immer nur in kleinen Schritten und beobachte anschließend das Ergebnis in der Tasse. Besonders beim Espresso ist etwas Geduld beim Einstellen der Kaffeemühle wichtiger als eine vermeintlich perfekte Vorgabe aus dem Internet.
Welche Kaffeemühle passt zu Dir? Meine Kaufempfehlung
Nach den technischen Grundlagen kommt es am Ende auf eine einfache Frage an: Welche Kaffeemühle passt zu Deiner Art der Kaffeezubereitung? Nicht jeder benötigt eine teure Espressomühle – und nicht jede günstige Kaffeemühle ist automatisch eine schlechte Wahl.
Du bereitest hauptsächlich Espresso mit dem Siebträger zu
Dann würde ich besonderen Wert auf eine sehr präzise Mahlgradeinstellung legen. Die Mühle sollte fein genug für Espresso mahlen und kleine Veränderungen des Mahlgrades ermöglichen. Praktisch ist außerdem, wenn Du direkt in den Siebträger mahlen kannst.
Du trinkst überwiegend Filterkaffee
Für Filterkaffee benötigst Du keine ausgesprochene Espressomühle. Wichtig sind ein möglichst gleichmäßiges Mahlgut und ein gut einstellbarer mittlerer Mahlbereich. Wenn Du unterschiedliche Filtermethoden verwendest, sollte die Kaffeemühle genügend Spielraum bei der Einstellung bieten.
Du wechselst häufig zwischen verschiedenen Zubereitungsarten
Dann ist eine Kaffeemühle mit einem breiten Mahlgradbereich interessant. Beachte allerdings, dass eine Mühle, die vom feinen Espresso bis zur groben French Press alles abdecken soll, nicht automatisch in jedem Bereich gleich gut sein muss.
Du mahlst nur kleine Mengen Kaffee
Dann kann auch eine gute Handkaffeemühle vollkommen ausreichen. Sie benötigt keinen Strom, braucht wenig Platz und ist besonders interessant, wenn Du nur ein oder zwei Portionen frisch mahlst.
Du suchst eine günstige elektrische Kaffeemühle für den Einstieg
Hier lohnt sich ein Blick auf die von mir selbst getestete Graef CM 800. Sie bietet für Einsteiger viele Einstellmöglichkeiten und ist insbesondere dann interessant, wenn Du Dich erstmals intensiver mit frisch gemahlenem Kaffee und der Espressozubereitung beschäftigen möchtest.
Meine Empfehlung: Lege zuerst fest, wofür Du Deine Kaffeemühle hauptsächlich verwenden möchtest. Danach kannst Du Mahlwerk, Mahlgradeinstellung, Bedienkomfort und Budget vergleichen. So ist die Wahrscheinlichkeit deutlich größer, dass Du eine Mühle kaufst, die wirklich zu Deinen Anforderungen passt.
Kaffeemühle reinigen: So bleiben Mahlwerk und Kaffee frisch
Eine Kaffeemühle sollte regelmäßig gereinigt werden. Beim Mahlen bleiben feine Kaffeepartikel und Rückstände der natürlichen Kaffeeöle im Mahlwerk, Bohnenbehälter und Auswurf zurück. Mit der Zeit können diese Rückstände den Geschmack beeinträchtigen und die Funktion der Mühle beeinflussen.
Wie oft sollte eine Kaffeemühle gereinigt werden?
Wie häufig eine Reinigung sinnvoll ist, hängt davon ab, wie oft Du die Kaffeemühle benutzt und welche Bohnen Du verwendest. Bei täglicher Nutzung würde ich Bohnenbehälter und zugängliche Bereiche regelmäßig kontrollieren und Kaffeemehlreste entfernen. Eine gründlichere Reinigung des Mahlwerks ist in größeren Abständen sinnvoll.
Das Mahlwerk richtig reinigen
Bevor Du eine elektrische Kaffeemühle reinigst, solltest Du immer den Netzstecker ziehen. Lose Kaffeereste lassen sich bei vielen Mühlen mit einem geeigneten Pinsel oder einer kleinen Bürste entfernen. Wie weit das Mahlwerk für eine gründlichere Reinigung zerlegt werden darf, hängt vom jeweiligen Modell ab.
Wichtig: Mahlwerk oder elektrische Bauteile solltest Du nicht einfach mit Wasser reinigen. Beachte dafür immer die Reinigungs- und Pflegehinweise des Herstellers.
Bohnenbehälter und Auswurf nicht vergessen
Auch im Bohnenbehälter können sich Kaffeeöle und feiner Staub ablagern. Der Auswurf sollte ebenfalls frei von alten Kaffeemehlresten bleiben. Vor dem erneuten Befüllen müssen gereinigte Teile vollständig trocken sein.
Mein Tipp: Warte mit der Reinigung nicht erst, bis sich viel altes Kaffeemehl angesammelt hat. Eine kurze regelmäßige Pflege ist einfacher als eine aufwendige Grundreinigung und hilft dabei, dass alte Rückstände nicht den Geschmack frisch gemahlener Bohnen beeinflussen.
Weitere Kaufkriterien bei einer Kaffeemühle
Größe, Bedienung und Platzbedarf
Auch die Größe einer Kaffeemühle spielt bei der Kaufentscheidung eine Rolle. Eine leistungsfähige Mühle nützt wenig, wenn sie dauerhaft zu viel Platz auf der Arbeitsfläche benötigt oder nicht unter Deine Küchenschränke passt. Prüfe deshalb vor dem Kauf die Abmessungen und überlege, wo die Kaffeemühle später stehen soll.
Ebenso wichtig ist die Bedienung im Alltag. Wenn Du täglich Kaffee oder Espresso zubereitest, sollte sich die benötigte Menge möglichst unkompliziert mahlen und dosieren lassen. Bei einer Espressomühle kann es beispielsweise praktisch sein, direkt in den Siebträger zu mahlen.
Wenn Du dagegen nur gelegentlich kleine Mengen Kaffee mahlst, kann eine kompakte elektrische Mühle oder eine Handkaffeemühle vollkommen ausreichen. Für mehrere Personen oder häufige Nutzung sind ein größerer Bohnenbehälter und eine komfortable Dosierung meist angenehmer.

Anzahl und Abstufung der Mahlgrade
Viele Hersteller werben mit einer möglichst großen Zahl an Mahlgradeinstellungen. Diese Zahl allein sagt jedoch wenig darüber aus, wie gut sich eine Kaffeemühle tatsächlich einstellen lässt. Wichtiger ist, ob die verfügbaren Mahlgrade zu Deiner bevorzugten Zubereitungsart passen und sich insbesondere im benötigten Bereich fein genug abstufen lassen.
Für Espresso ist eine präzise Einstellung besonders wichtig, weil bereits kleine Veränderungen des Mahlgrades die Durchlaufzeit beeinflussen können. Für Filterkaffee oder French Press benötigst Du dagegen gröbere Einstellungen. Wenn Du verschiedene Zubereitungsarten verwendest, sollte die Kaffeemühle einen entsprechend großen Mahlbereich abdecken.
Mein Tipp: Lass Dich nicht von Angaben wie 30, 50 oder 100 Mahlstufen allein beeindrucken. Entscheidend ist, ob sich die Kaffeemühle in dem für Dich wichtigen Bereich präzise einstellen lässt.
Größe des Bohnenbehälters
Ein großer Bohnenbehälter ist nicht automatisch ein Vorteil. Wenn Du Wert auf möglichst frische Kaffeebohnen legst, würde ich nur die Menge einfüllen, die Du in absehbarer Zeit verbrauchst. Für den Aromaschutz sind die ursprüngliche Kaffeeverpackung oder ein geeigneter luftdichter Behälter in der Regel besser geeignet als die dauerhafte Lagerung in der Kaffeemühle.
Wie groß der Bohnenbehälter sein sollte, hängt deshalb vor allem von Deinem persönlichen Bedarf ab. Für einen kleinen Haushalt kann ein kompakter Behälter vollkommen ausreichen. Wenn täglich viele Portionen Kaffee gemahlen werden, ist ein größeres Fassungsvermögen dagegen komfortabler.
Warum frisch gemahlener Kaffee besser schmecken kann
Für mich gehört das frische Mahlen der Kaffeebohnen zu den wichtigsten Schritten bei der Kaffeezubereitung. Ganze Bohnen schützen ihre Aromastoffe wesentlich besser als bereits gemahlener Kaffee. Sobald die Bohnen gemahlen werden, vergrößert sich ihre Oberfläche deutlich und sie kommen stärker mit Sauerstoff in Kontakt.
Deshalb würde ich Kaffee möglichst erst unmittelbar vor der Zubereitung mahlen. Das gilt für Espresso ebenso wie für Filterkaffee, Pour-over oder French Press. Eine eigene Kaffeemühle gibt Dir außerdem die Möglichkeit, den Mahlgrad an die jeweilige Zubereitung anzupassen.
Frisch mahlen und nur die benötigte Menge verwenden
Ich würde immer nur so viel Kaffee mahlen, wie Du unmittelbar benötigst. Bereits gemahlenen Kaffee längere Zeit im Auffangbehälter der Kaffeemühle aufzubewahren, bringt keinen Vorteil. Besser ist es, die benötigte Bohnenmenge frisch zu mahlen und anschließend direkt zu verwenden.
Mein Tipp: Investiere lieber in gute, frische Kaffeebohnen und eine Kaffeemühle, die zu Deiner Zubereitungsart passt, als Dich ausschließlich an möglichst vielen Funktionen oder einem hohen Gerätepreis zu orientieren.
FAQ – Häufige Fragen zu Kaffeemühlen
1. Welche Kaffeemühle ist für Espresso geeignet?
Für Espresso solltest Du eine Kaffeemühle wählen, die sehr fein mahlen kann und sich in diesem Bereich möglichst präzise einstellen lässt. Gerade beim Siebträger können schon kleine Änderungen des Mahlgrades die Durchlaufzeit und den Geschmack deutlich beeinflussen.
2. Welche Kaffeemühle ist für Filterkaffee geeignet?
Für Filterkaffee ist vor allem ein möglichst gleichmäßiges Mahlgut wichtig. Die Kaffeemühle sollte sich im mittleren Mahlbereich gut einstellen lassen. Wenn Du unterschiedliche Methoden wie klassischen Filterkaffee und Pour-over verwendest, ist ein entsprechend großer Einstellbereich praktisch.
3. Ist ein Kegelmahlwerk oder Scheibenmahlwerk besser?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Sowohl Kegel- als auch Scheibenmahlwerke werden in guten Kaffeemühlen eingesetzt. Für mich sind die Qualität des Mahlguts und eine präzise Mahlgradeinstellung wichtiger als die Bauform des Mahlwerks allein.
4. Wie viel sollte eine gute Kaffeemühle kosten?
Das hängt vor allem von Deiner Kaffeezubereitung ab. Für Filterkaffee können bereits preisgünstigere Modelle ausreichen. Bei Espresso sind die Anforderungen an die präzise Mahlgradeinstellung höher, weshalb sich die Investition in eine entsprechend geeignete Espressomühle eher lohnt.
5. Wie viele Mahlgrade sollte eine Kaffeemühle haben?
Eine möglichst hohe Zahl an Mahlstufen ist nicht automatisch besser. Entscheidend ist, dass sich die Kaffeemühle in dem für Deine Zubereitungsart wichtigen Bereich ausreichend fein abstufen lässt. Für Espresso ist eine präzise Verstellung besonders wichtig.
6. Kann ich eine Kaffeemühle für Espresso und Filterkaffee verwenden?
Grundsätzlich ja, sofern die Kaffeemühle einen ausreichend großen Mahlgradbereich bietet. Wenn Du häufig zwischen sehr feinem Espresso und deutlich gröberem Filterkaffee wechselst, kann das ständige Verstellen allerdings unpraktisch sein.
7. Ist eine Handkaffeemühle genauso gut wie eine elektrische Kaffeemühle?
Eine hochwertige Handkaffeemühle kann sehr gute Mahlergebnisse liefern. Sie eignet sich besonders für kleinere Kaffeemengen und benötigt keinen Strom. Wer häufig größere Mengen mahlt oder regelmäßig Espresso zubereitet, empfindet eine elektrische Kaffeemühle meist als komfortabler.
8. Warum sollte Kaffee frisch gemahlen werden?
Nach dem Mahlen vergrößert sich die Oberfläche des Kaffees erheblich und die Aromastoffe kommen stärker mit Sauerstoff in Kontakt. Deshalb mahle ich Kaffeebohnen möglichst erst unmittelbar vor der Zubereitung und nur in der benötigten Menge.
9. Wie oft sollte ich meine Kaffeemühle reinigen?
Das hängt davon ab, wie häufig Du sie verwendest und welche Bohnen Du mahlst. Kaffeemehlreste und Ablagerungen von Kaffeeölen sollten regelmäßig entfernt werden. Für die gründliche Reinigung des Mahlwerks solltest Du immer die Hinweise des jeweiligen Herstellers beachten.
10. Welche Kaffeemühle hat Norbert Loose selbst getestet?
Ich habe die Graef CM 800 selbst praktisch getestet. Andere Kaffeemühlen, die ich auf dieser Seite als aktuelle Alternativen oder Amazon-Bestseller zeige, kennzeichne ich nicht als von mir getestete Geräte.
Bildnachweis:
- https://pixabay.com/de/photos/antik-marke-kaffeem%C3%BChle-design-1836393/
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