Die besten Kaffeevollautomaten

Um den Kaffee ranken sich bis heute unzählige Mythen. Doch eines ist unumstritten: Er ist eines der beliebtesten Heißgetränke der Deutschen – so auch mein absoluter Favorit! Umfragen und Statistiken zufolge trinkt der Bundesbürger rund 150 Liter Kaffee im Jahr, was pro Tag rund einen halben Liter entspricht. Auch ich trinke täglich mindestens einen guten Kaffee und lege daher Wert auf eine ebenso gute Maschine, mit der die Zubereitung einfach und komfortabel ist, das Ergebnis dafür umso leckerer.

Vom Filterkaffee zum Latte Macchiato

Beliebt ist aber nicht nur der klassische Filterkaffee, der einen der einfachsten Zubereitungswege einschlägt. Gerade in den letzten Jahren haben unzählige Kaffeevariationen den Weg nach Deutschland gefunden. Das Angebot ist groß und reicht vom Wachmacher Espresso über den eleganten Latte Macchiato bis hin zum Milchkaffee mit großer Milchschaumhaube.

Eines haben sie alle gemeinsam: Sie beeinflussen unsere Gesundheit. Doch Kaffee ist keineswegs so schädlich, wie lange angenommen wurde. Mittlerweile ist sogar bekannt, dass sich mit dem Kaffeekonsum das Leben verlängert. Wissenschaftler des US-amerikanischen National Cancer Institutes haben in einer Studie herausgefunden, dass sich das Sterberisiko bei Männern, die täglich vier bis fünf Tassen Kaffee trinken, um etwa 12 Prozent minimiert. Noch positiver ist der Effekt bei Frauen mit 16 Prozent.

Doch wie genießt man daheim den perfekten Kaffee? Möglichkeiten gibt es viele. In zahlreichen deutschen Haushalten befindet sich noch immer die klassische Filterkaffeemaschine. Doch wer schon einmal Kaffee aus dem Automaten getrunken hat, wird sich mit dem Filterkaffee nur schwer abfinden können. Aus dem Kaffeevollautomaten erwartet Kaffeegenießer nicht nur ein intensiveres und volleres Aroma, sondern auch ein unverwechselbarer Geschmack. Immerhin wird hier jeder Kaffee aus frisch gemahlenen Bohnen zubereitet. Ich habe zu sehr früheren Zeiten natürlich ebenfalls mit einer einfachen Filtermaschine „begonnen“, doch mittlerweile ist ein Kaffeevollautomat für mich gar nicht mehr wegzudenken.

Kaffeevollautomaten gelten in der modernen Kaffeezubereitung als Maß der Dinge. Es gibt kaum einen unkomplizierteren Weg, um Kaffee zuzubereiten und so haben sie sich in vielen Haushalten zum gern gesehenen  Küchenbasic entwickelt.

Vielfalt spricht für den Kaffeevollautomaten

Gerade Genießer, die viel Wert auf ein gutes Aroma legen, finden mit den Kaffeevollautomaten die richtige Technik. Die meisten Automaten sind heute sehr üppig ausgestattet, sodass sich mit ihnen Kaffee aus Pulver und Kaffeebohnen zubereiten lässt. Je nach Ausstattung ermöglichen die Geräte die Zubereitung verschiedener Heißgetränke. So kann ich nicht nur mir die leckersten Getränke zaubern, auf die ich aktuell Lust habe, sondern auch Familie, Freunden und Besuchern.

Getränke-ArtBeschreibung
Kaffee
  • aus Pulver und Kaffeebohnen

  • koffeinfreier Kaffee möglich
Kaffeespezialitäten
  • Kaffee-Milchgetränke aller Art

  • typische italienische Kaffeespezialitäten wie Latte Macchiato, Cappuccino, Espresso, Ristretto, Lungo, Americano, Caffé Latte
Weitere Heißgetränke
  • heiße Milch

  • heiße Schokolade

  • Tee

  • heißes Wasser

  • heiße Zitrone

Mit der Zubereitungsvielfalt ist der Kaffeevollautomat ein Gerät für die ganze Familie. Zwischen den Modellen kann es aber zu Abweichungen und Einschränkungen kommen.

Vom ersten Automat zum Trendgerät – Geschichte des Kaffeevollautomat

Heute ist der Kaffeevollautomat aus dem Handel nicht mehr wegzudenken. Die ersten Automaten, die entwickelt wurden, waren Selbstbedienungsautomaten. Vor den 1960er-Jahren war der Vollautomat für den Heimgebrauch aufgrund der damit verbundenen Kosten unattraktiv. Erst 1960 kam die Wende und das nicht etwa im Kaffee-Eldorado Italien, sondern in Berlin. Es gelang den ersten Kaffeevollautomaten zu entwickeln, der mit einer integrierten Mühle arbeitete. Trotzdem dauerte es noch vier Jahre, bis das Gerät schließlich auf dem Markt angeboten wurde. Zeitgleich wurde in der Schweiz an einer Maschine gearbeitet, mit der die optimale Espresso-Zubereitung möglich war.

Zum ersten Mal konnte ein Gerät mit hohem Druck sowie einer kurzen Brühdauer arbeiten. Es war eines der ersten Modelle, das mit den heutigen Kaffeevollautomat vergleichbar war. Der Schweizer Arthur Schmed hatte von Anfang an den Anspruch, das Gerät so aufzubauen, dass es für den Heimgebrauch nutzbar war. Er bemühte sich um eine Maschine, die aus frisch gemahlenem Kaffeemehl auf Knopfdruck den gewünschten Kaffee zubereitet.

Es dauerte schließlich noch mehrere Jahre bis aus dem vielversprechenden Prototyp das erste Serienmodell wurde. Um die Serienproduktion auf den Weg zu bringen, gründeten die Entwickler das Unternehmen Saeco. An der finalen Herstellung beteiligte sich ebenso Solis – ein einst bekannter Produzent von Kaffeemaschinen. Saeco gelang bereits mit dem ersten in Serie produzierten Kaffeevollautomaten für den Heimgebrauch ein großer Erfolg. Mit ihm wurde der Grundstein für die heutige Position des Unternehmens auf dem Markt gelegt.

Schritt für Schritt wurden die Kaffeevollautomaten erweitert. Es kamen neue Ausstattungsdetails dazu, zu denen beispielsweise die integrierten Milchaufschäumer gehörten. Heute sind die Geräte Innovationsträger. App-Steuerungen, mehrere Bohnenbehälter und Mahlwerke sowie komplexe Milchaufschäumsysteme bringen den perfekten Kaffeegenuss nach Hause.

So funktioniert der Kaffeevollautomat

In ihrem Aufbau und der Ausstattung sind Kaffeevollautomaten komplexer als einfache Kaffeemaschinen. Kommt in einer normalen Filtermaschine nur ein Heizkörper zum Einsatz, sind beim Automaten mehrere Elemente für die Funktionsweise entscheidend:

  • Mahlwerk
  • Brühgruppe
  • Heißwasserbereiter
  • Pumpe

Die Pumpe gilt als Herzstück des Automaten. Der Antrieb ist in die Brühgruppe integriert. Lange arbeiteten die Automaten mit fest verbauten Brühgruppen. Mittlerweile setzen viele Hersteller auf Modelle, die sich für die Reinigung entnehmen lassen. Das wirkt sich positiv auf die Lebensdauer der Geräte aus. Weiterhin besitzt jeder Automat eine Bedieneinheit. Diese schließt bei aktuellen Modellen oft ein Display ein. Teilweise gibt es zudem Einrichtungen, die dem Milchaufschäumen sowie der Heißwasseraufbereitung dienen.

Damit die Bohnen direkt vor dem Brühvorgang gemahlen werden können, arbeiten die Vollautomaten mit einem integrierten Mahlwerk, das sich oft exakt einstellen lässt. Dies lässt eine Anpassung der Intensität zu. Im Mahlwerk wird der Kaffee in den Automaten zunächst grob zerkleinert. Durch die Form des Mahlwerks werden diese Stücke in engere Bereiche transportiert, wo sie schließlich zum typischen Kaffeemehl verarbeitet werden. Die Automaten arbeiten mit Kegel- und Scheibenmahlwerken, die aus Keramik oder gehärtetem Stahl bestehen.

ScheibenmahlwerkKegelmahlwerk
arbeitet mit zwei Mahlscheiben aus Stahl oder KeramikPrinzip ist dem des Scheibenmahlwerks ähnlich



eine Mahlscheibe ist feststehend, die andere dank eines Elektromotors beweglichanstelle von Scheiben werden Kegel verwendet
Kaffeebohnen werden zwischen beiden Scheiben zerbrochen
Erdanziehungskraft und Zentrifugalkraft wirken gemeinsam
Bohnen bewegen sich beim Mahlvorgang von innen nach außen
geringe Drehzahlen sind ausreichend
durch Fliehkraft wird fertiges Mehl herausgeschleudertarbeitet besonders aromaschonend

Das hervorragende Aroma erreichen die Vollautomaten durch den Einsatz von immensem Druck. Glaub mir, diesen Unterschied im Aroma würdest Du tatsächlich schmecken! In diesem liegt auch der größte Unterschied zu den Filtermaschen. Während Automaten mit einem hohen Druck arbeiten, kommen Filtermaschinen vollkommen ohne diesen aus. Dadurch besteht hier immer das Risiko, dass der Kaffee bitter schmeckt. Die Vollautomaten arbeiten je nach Modell mit einem Druck von 7,5 bis 9 bar. Mit diesem schaffen sie es, innerhalb von weniger als 30 Sekunden eine Tasse Kaffee zu produzieren. Durch den Druck und die hohe Zubereitungsgeschwindigkeit können deutlich mehr ätherische Öle sowie Aromen aus den Bohnen gelöst werden. Durch die kurze Brühdauer gelangen aber auch weniger Gerbsäuren und Bitterstoffe in den Kaffee. Allerdings fällt auch der Koffeingehalt beim Automatenkaffee niedriger aus. Vollautomaten können mit entsprechender technischer Ausstattung eine Druckmenge von bis zu 15 bar erreichen.

Die Druckmenge wird bei jedem Kaffeevollautomaten angegeben. Dabei musst Du darauf achten, dass dies zwar die maximale Leistungsfähigkeit der integrierten Pumpe ist. Sie entspricht aber nicht dem tatsächlichen Druck des Brühvorgangs. Der Brühdruck ergibt sich, sobald das Brühwasser von der Pumpe gegen den Kaffee im Inneren des Automaten gedrückt wird! Meist entspricht dies etwa 9 bar.

Das Kaffeemehl ergibt den sogenannten Trester. Dieser Trester befindet sich während des Brühvorgangs in der Brühgruppe. Anschließend wird er durch eine mechanische Vorrichtung in den Auffangbehälter geschoben. Dieser Auffangbehälter bietet Platz für mehrere Trester. Für jeden Kaffee wird ein Trester angelegt. Ist der Behälter voll, zeigen das die Automaten meist an.

Die Mehrzahl der Vollautomaten besitzt nur einen Wärmekreislauf. Bei der Zubereitung von Kaffeespezialitäten wie Latte Macchiato muss deswegen ein wenig mehr Zeit eingeplant werden. Nachdem der Milchschaum zubereitet wurde, müssen diese Automaten den Heizkreislauf erst wieder abkühlen. Erst im Anschluss wird der erforderliche Espresso produziert. Das Abkühlen dauert je nach Modell 10 bis 30 Sekunden.

Verwendung von Kaffeebohnen und Kaffeepulver

Das Geheimnis des guten Geschmacks liegt meiner persönlichen Meinung nach unter anderem den frisch gemahlenen Kaffeebohnen zu Grunde. Die meisten Automaten sind auf die Verwendung von Bohnen ausgelegt. Da viele Anwender aber auch koffeinfreien Kaffee genießen möchten und es hier abgesehen von wenigen Ausnahmen keine Bohnen gibt, bieten viele Geräte ein Fach für Kaffeepulver. Hier können portionsweise ein bis zwei Löffel Kaffee eingefüllt werden.

Mein Tipp: Beim Kauf der Kaffeebohnen musst Du darauf achten, dass diese für Vollautomaten geeignet sind. Viele Kaffeebohnen haben Zusätze wie Karamell. Diese Bohnen würden beim Mahlen die Technik verkleben und die Automaten beeinträchtigen. Auf den Verpackungen ist immer vermerkt, ob diese für den Vollautomaten verwendet werden dürfen.

Vorteile der Kaffeevollautomaten

Kaffeevollautomaten bieten je nach Ausstattung eine unübertreffliche Vielfalt bei der Kaffeezubereitung. Die Anwendung ist simpel und die Wunschgetränke lassen sich auf Knopfdruck auswählen. Schon die erste Inbetriebnahme ist einfach. Jeder Kaffeevollautomat wird von Werk aus vorprogrammiert ausgeliefert. In den meisten Geräten finden sich auch kleinere Rückstände von Bohnen, da die Automaten vor der Auslieferung getestet werden. Nach dem Aufstellen reicht ein Knopfdruck, um ihn in Betrieb zu nehmen. Sämtliche Verbrauchsmaterialien wie Wasser und Bohnen sollten erst aufgefüllt werden, wenn die Maschine an ist. Die Automaten sind so aufgebaut, dass sie erkennen, ob Behälter gefüllt sind. Werden die Bohnenbehälter befüllt, wenn die Maschine aus ist, kann eine falsche Meldung erscheinen.

Ich für meinen Teil kann nur bestätigen, dass es nur wenige Maschinen gibt, die meiner Erfahrung nach nicht sofort und intuitiv bedienbar sind. Auch alle Modelle, die ich persönlich im Verlaufe der Jahre schon in meiner Küche hatte, konnten durch eine einfache Handhabung und eine leckere Vielfalt an Kaffee-Spezialitäten punkten.

Schnelle Einsatzbereitschaft

Die schnelle Einsatzbereitschaft und die einfache Anwendung sind eines der Argumente, die für den Kaffeevollautomaten sprechen. Dies ist nicht nur bei der ersten Inbetriebnahme, sondern auch bei der alltäglichen Nutzung der Fall. Gerade hierbei ist Zeit ja nicht immer unbegrenzt verfügbar – ich für meinen Teil habe einige Tage in meinem Leben auch mal ein wenig in Eile beginnen müssen, wollte aber auf einen leckeren und schnell zubereiteten Kaffee dennoch nicht verzichten.

Ist Dein Kaffeevollautomat aufgefüllt, reicht am Morgen ein Knopfdruck und Du erhältst einen wohlduftenden, frischen Kaffee. Einige Geräte sind mittlerweile sogar mit einem Timer oder einer App-Steuerung ausgestattet, sodass der erste Kaffee schon vor dem eigentlichen Aufstehen zubereitet werden kann.

Unverwechselbares Aroma und absolute Frische

Die größte Stärke der Kaffeevollautomaten ist der Geschmack. Das frische Aroma dieses Kaffees ist den meisten Genießern von Filterkaffee nur auf dem Coffseshop bekannt. Mit dem Automaten ist dies nun auch zuhause möglich. Geräte mit integriertem Milchaufschäumer produzieren zudem wohlschmeckenden Milchschaum für verschiedene Kaffeespezialitäten. Zu erkennen ist die Qualität des Kaffees bei den Automaten bereits am Duft während der Zubereitung. Vielfalt herrscht auch bei den Kaffeesorten, die zubereitet werden können. Genießer von exotischen Kaffeevarianten kommen hier auf ihre Kosten.

Platzsparender als Einzellösungen

Im Vergleich zu einer Siebträgermaschine, für deren Bedienung Du noch eine Espressomühle brauchst, ist der Kaffeevollautomat kompakter. Hier gilt es nur ein Gerät in die Küche zu integrieren. Der Automat schließt Mahlwerk und ein System zum Milchaufschäumen ein.

Geringe Betriebskosten

Auch wenn ein Kaffeevollautomat in der Anschaffung teurer ist, zahlt er sich bei einer langen Nutzung aus. Im Vergleich zu Pad- und Kapselmaschinen sind die Betriebskosten pro Tasse deutlich geringer. Bei einer Kapselmaschine kostet eine Tasse Lungo im Durchschnitt 0,25 Euro. Eine Tasse Kaffee aus dem Automaten schlägt nicht einmal mit der Hälfte der Kosten zu Buche. Im Vergleich zu den Kapsel- und Padmaschinen produzieren die Kaffeevollautomaten außerdem weniger Abfall. Die entstehenden Trester sind Bioabfall. Gerade bei den Kapselmaschinen fallen dagegen große Mengen Plastikmüll an, sodass sie eine erhebliche Umweltbelastung darstellen.

Gerade diese vielen Aspekte sorgen nicht nur für einen leckeren Kaffee, sondern für mich persönlich auch für ein gutes Gewissen. Wie sieht es mit Dir aus?

Automatische Zubereitung und Reinigung

Selbst ohne Erfahrung können Sie mit einem Kaffeevollautomaten hervorragenden Kaffee zubereiten. Die genaue Zubereitung ist in der Elektronik einprogrammiert. Für die Zubereitung musst du nur die passende Taste betätigen. Mahlvorgang und Zubereitung erfolgen dann automatisch. Die meisten modernen Vollautomaten sind darüber hinaus auch mit einem automatischen Reinigungs- und Entkalkungsprogramm ausgestattet. Das spart Zeit und unterstützt eine lange Nutzungsdauer. Die Reinigungsprogramme starten in der Regel auf Knopfdruck. Gleiches gilt für die Entkalkungsprogramme.

Nachteile des Kaffeevollautomat

Seit Jahren nimmt die Beliebtheit der Kaffee-Vollautomaten stetig zu. Doch die innovativen Geräte haben auch Nachteile, die ich Dir natürlich nicht verschweigen möchte.

Hohe Anschaffungskosten

Mittlerweile gibt es Kaffeevollautomaten in verschiedenen Preisklassen. Die Technik, mit der sie arbeiten, ist jedoch um einiges komplexer als beispielsweise bei einer normalen Filtermaschine. Dies macht sich auch beim Preis bemerkbar. Gute Kaffeevollautomaten schlagen oft mit 500 Euro oder mehr zu Buche. Im Vergleich zu anderen Geräten sind die Anschaffungskosten also hoch. Dafür bekommst Du aber auch frischen Kaffee, wann immer Du möchtest.

Vergleichsweise hoher Reinigungsaufwand

Auch wenn viele Automaten ein Reinigungsprogramm haben, musst Du viele Geräteteile von Hand säubern. Dazu gehören:

  • die Brühgruppe, wenn sie herausnehmbar ist
  • die Milchdüse bzw. Schläuche des Milchsystems
  • den Tresterbehälter
  • die Abtropfschale
  • den Milchtank, falls vorhanden.

Meist lassen sich diese Maschinenteile unter fließendem, warmem Wasser leicht reinigen. Wichtig ist, dass die Reinigung regelmäßig erfolgt, da sich sonst sehr schnell Keime und Bakterien in den Geräteteilen sammeln.

Lautstärke

Ein entscheidender Nachteil der Kaffeevollautomaten ist die Lautstärke. Die Bohnen werden vor jeder Tasse frisch gemahlen und dieser Mahlvorgang geht mit einer erheblichen Geräuschentwicklung einher. Einige Hersteller haben hier nachgebessert und bieten mittlerweile Mahlwerke, die deutlich leiser arbeiten.

Begrenzte Zubereitungsmenge

Mit einem Kaffeevollautomaten kannst Du stets nur ein bis zwei Tassen Kaffee gleichzeitig zubereiten. Für größere Mengen musst Du dagegen sehr viel Zeit einplanen. Hier sind die klassischen Filtermaschinen weiterhin der Vorreiter, da sich mit einem Arbeitsgang bis zu 8 Tassen oder mehr zubereiten lassen.

Folgende Tabelle fasst die wichtigsten Vor- und Nachteile noch einmal zusammen:

VorteileNachteile
unverwechselbar frischer Geschmack vergleichsweise hohe Anschaffungskosten
vielfältige Varianten- und Sortenauswahl
Mahlwerke sind sehr laut
automatische Zubereitung und Entkalkung
Zubereitungsmenge auf 1 bis 2 Tassen begrenzt
einfache Bedienung
viele Teile müssen von Hand gereinigt werden
Bohnen werden immer frisch gemahlen
niedrige Kosten pro zubereiteter Tasse

Bekannte Hersteller von Kaffeevollautomaten

In verschiedenen Preissegmenten angesiedelt, gibt es Kaffeevollautomaten von vielen Herstellern. Mittlerweile ist das Angebot so umfassend, dass die Auswahl schwerfällt. Dabei haben sich vor allem einzelne Hersteller als führende Marken etabliert. Hier findest Du die wichtigsten Marken, die der Kaffeevollautomaten-Markt aktuell zu bieten hat.

HerstellerKurze Beschreibung
DeLonghiDeLonghi glänzt mit einer großen Produktvielfalt und ist vor allem im Bereich der 300-Euro-Automaten sehr erfolgreich. Nach Tagesspiel-Informationen liegt der Marktanteil des Unternehmens bei den Vollautomaten bei 38 Prozent. Der jährliche Umsatz beträgt rund 1,6 Milliarden Euro.
MieleMiele glänzt bei den Kaffeevollautomaten vor allem mit den besonders hochwertigen Designs. Der Hersteller verbaut hier sehr viel hochwertigen Edelstahl und nur wenig Kunststoff. Die Automaten, insbesondere die Einbaumodelle, kosten aber auch mehrere Tausend Euro.
WMFDie Kaffeevollautomaten von WMF sind überwiegend in der Gastronomie und dem Hotelwesen zu finden. Im Privatsegment finden sie sich dagegen kaum. Innerhalb kurzer Zeit lassen sich mit ihnen deutlich mehr Tassen zubereiten als mit anderen Geräten.
MelittaKaffeevollautomaten von Melitta sind ausgesprochen beliebt und in zahlreichen Ausstattungsvarianten zu finden. Sie werden in verschiedenen Preisklassen angeboten. Der Hersteller ist in einer Preisspanne von 300 bis 1000 Euro präsent. Die Automaten fallen durch ihr modernes Design auf.
Bosch1886 wurde das deutsche Unternehmen Bosch gegründet und hat sich seitdem zu einem der bekanntesten Traditionshersteller entwickelt. Die Kaffeevollautomaten von Bosch sind baugleich mit den Modellen von Siemens. Bosch ist vorwiegend im mittleren Preissegment von 500 Euro vertreten.
SiemensSiemens und Bosch bieten unter verschiedenen Bezeichnungen die gleichen Kaffeevollautomaten an. Das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit: Auch Siemens ist ein deutsches Unternehmen. Mit der Gründung im Jahr 1847 ist es noch ein wenig älter als Bosch. Preislich sind die Automaten im Feld von 500 bis 2300 Euro angesiedelt.
JuraJura Kaffeevollautomaten genießen einen herausragenden Ruf. Modelle des Herstellers sind im mittleren bis hohem Preissegment zu finden. Jura verzichtet bis heute auf billigere Modelle. Die Maschinen sind dafür bekannt, dass sie besonders leise arbeiten.
Philips / Saeco2009 ging Saeco offiziell an Philips. Seitdem werden die Kaffeevollautomaten unter verschiedenen Markennamen und Modellbezeichnungen vertrieben. Philips Kaffeevollautomaten sind vorwiegend im unteren Preissegment bis maximal 600 Euro zu finden.

Einstellungmöglichkeiten im Überblick

Jeder Kaffeevollautomat wird ab Werk mit gewissen Voreinstellungen geliefert. Diese kannst Du nach dem Aufstellen anpassen. Die richtigen Einstellungen sind wichtig, denn nur dann schmeckt der Kaffee auch tatsächlich. Bei den meisten Automaten besteht die Option die Wasserhärte einzustellen. Damit wird Einfluss auf die Erinnerungsautomatik des Automaten genommen. Die Wasserhärte hat unter anderem Einfluss darauf, in welchem Abstand die Entkalkung erfolgen muss. Bei deutschen Kaffeevollautomaten gibt es drei Stufen:

  1. weiches Wasser mit maximal 1,4 Millimol Calciumcarbonat/Liter
  2. mittelhartes Wasser mit 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat/Liter
  3. hartes Wasser mit über 2,5 Millimol Calciumcarbonat/Liter

Die Anzahl der Tassenmengen, die zwischen den Entkalkungsvorgängen erfolgen kann, ändert sich mit dem Härtegrad des Wassers. Dadurch muss eine Maschine, die mit hartem Wasser betrieben wird, häufiger entkalkt werden.

Den Härtegrad Deines Wassers kannst Du beim zuständigen Wasserwerk erfragen!

Neben der Wasserhärte ist der Mahlgrad regulierbar. Die Einstellung wird meist direkt am Mahlwerk vorgenommen. Bei einigen Automaten gibt es hierfür spezielle Hilfsmittel. Der Mahlgrad wird meist in Stufen eingestellt. Die Mehrzahl der Automaten bietet hier drei bis sieben Stufen. Umso feiner eine Bohne gemahlen wird, desto mehr Aromen können gelöst werden und umso intensiver schmeckt der Kaffee. Feines Kaffeemehl braucht aber auch mehr Druck bei der Zubereitung.

Die meisten Automaten bieten die Option die Stärke des Kaffees einzustellen. Dies ist über eine „Bohnen“-Auswahl möglich. So kann für jede Tasse Kaffee die Stärke angepasst werden. Hier gibt es zwischen den Modellen große Unterschiede. Bei einigen Automaten ist die Einstellung von 1 bis 3 Kaffeebohnen möglich. Andere bieten bis zu 5 Kaffeebohnen.

Weiterhin kann die Wassermenge an den individuellen Bedarf angepasst werden. Damit ist eine Einstellung für die eigene Tassengröße möglich. Einige Automaten unterscheiden bei der Auswahl sogar zwischen kleinem, mittlerem und großem Kaffee. Hier ist die Wassermenge auf Tastendruck wählbar.

Kaffeevollautomaten benötigen die richtige Pflege

Damit Du deinen Kaffeevollautomaten lange nutzen und genießen kannst, musst Du ihn richtig pflegen. Die meisten Automaten haben mittlerweile automatische Reinigungs- und Entkalkungsprogramme. Grundsätzlich sind die vom Automaten angezeigten Entkalkungen Empfehlungen. An diese solltest Du Dich aber halten. Eine regelmäßige Pflege zahlt sich aus

  • Du kannst Dich auf eine längere Lebens- und Nutzungsdauer Deines Automaten verlassen.
  • Der Geschmack wird nicht beeinträchtigt!
  • Die Entstehung und Belastung durch gefährliche Keime und Schimmel wird vermieden.

Jedes Modell stellt an die Reinigung unterschiedliche Anforderungen. Hier müssen die Hinweise in der jeweiligen Bedienungsanleitung befolgt werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest Du die wichtigsten Elemente mehrmals pro Woche reinigen. Durch Reinigungstabletten können Öle, Fette und Kaffeerückstände zuverlässig gelöst werden. Verbleiben diese in der Maschine, kann sich im System Schimmel bilden.

Die automatischen Reinigungsprogramme sind eine gute Grundlage für einen sauberen Vollautomaten. Für eine sorgfältige Reinigung reichen die Programme nicht aus. Wichtig ist ebenso eine zusätzliche Reinigung der Brühgruppe. Diese ist aber nur möglich, wenn die Brühgruppe herausgenommen werden kann. Ist die Brüheinheit herausnehmbar, ist es ausreichend, sie unter heißem Wasser abzuspülen.

Auch der Bohnenbehälter kann einfach nach dem Herausnehmen mit Wasser abgespült werden. Bei einigen Automaten ist dieser spülmaschinengeeignet, was eine besonders komfortable Reinigung garantiert. Ansonsten reichen warmes Wasser und ein wenig Spülmittel aus.

Bei der Reinigung des Bohnenbehälters sollte auf Reinigungsmittel verzichtet werden, denn Kaffee nimmt sämtliche Geschmäcker und Gerüche an. Es ist vollkommen ausreichend, diesen Behälter mit einem Haushaltstuch trocken zu wischen.

Entkalkung des Kaffeevollautomaten

Aufgrund der Arbeitsweise sammelt sich in einem Kaffeevollautomaten Kalk. Um die Funktionsweise und die Lebensdauer nicht zu beeinträchtigen, müssen die Automaten entkalkt werden. Dies erfolgt über ein Entkalkungsprogramm. Das wird von Hersteller zu Hersteller verschieden gelöst. In den Bedienungsanleitungen der Modelle finden sich allerdings umfassende Anleitungen hierfür. Für die Entkalkung müssen spezielle Entkalker verwendet werden. Hier bietet jeder Hersteller eigene Lösungen. Auf Hausmittel wie Essig musst Du bei der Entkalkung verzichten. Essig ist so aggressiv, dass er die Dichtungen beschädigt. Die von den Herstellern angebotenen Entkalker gibt es entweder in flüssiger oder Tablettenform.

Lebst Du in einer Region mit sehr hartem Wasser, bietet sich der Einsatz eines Wasserfilters an. Er wird direkt in den Wassertank eingebracht und sorgt dafür, dass die Intervalle zwischen den Entkalkungen größer werden. Jeder Kaffeevollautomat sollte wenigstens vier Mal pro Jahr entkalkt werden.

Fazit:

Ein Kaffeevollautomat bringt aromatischen Kaffeegenuss nach Hause. Frisch gemahlen bereiten Kaffeevollautomaten einen aromatischen und leckeren Kaffee zu. Die kompakten Geräte bieten bei der Kaffeezubereitung eine beispiellose Variationsvielfalt, die auch ich sehr zu schätzen weiß. Neben Kaffee lassen sich mit ihnen auch Spezialitäten wie Latte Macchiato und Cappuccino herstellen. Dabei arbeiten die Automaten überraschend günstig. Während sie in der Anschaffung mit hohen Kosten einhergehen, schlägt die frisch zubereitete Tasse Kaffee nur mit wenigen Cent zu Buche. Damit hängen sie Kapsel- und Padmaschinen ab. Kaffeevollautomaten arbeiten mit einem hohen Druck und können dadurch besonders viele Aromen aus den gemahlenen Bohnen lösen. Das macht den Geschmack meiner Meinung und Erfahrung nach besonders intensiv. Worauf wartest Du noch?

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Kaffeevollautomat – der Garant für leckeren Kaffee
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Letzte Aktualisierung am 25.07.2017 um 20:59 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API