De’Longhi Kaffeevollautomat im Test 2026: Meine Erfahrungen seit 2016
De’Longhi ist der Hersteller, von dem ich die meisten Kaffeevollautomaten selbst in der Hand hatte – vom einfachen Einsteigergerät bis zur Maestosa für rund 2.500 Euro. Weil De’Longhi seine Modelle ständig umbenennt und neue Varianten nachschiebt, ordne ich hier alle meine De’Longhi-Tests nach Serien und sage Dir, welche aktuellen Geräte die Nachfolger sind.
Meine De’Longhi-Tests auf einen Blick
Magnifica: der Klassiker für Espresso-Trinker
Die Magnifica S ECAM 22.110.B habe ich von 2016 bis 2018 selbst genutzt. In meinem Test hat mich vor allem das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis der Magnifica S überzeugt. Kaffee und Espresso gelingen zuverlässig, die Bedienung ist angenehm unkompliziert und die wichtigsten Einstellungen lassen sich schnell anpassen. Weniger komfortabel ist die manuelle Dampfdüse: Für Cappuccino und Latte Macchiato muss der Milchschaum von Hand zubereitet werden. Einen automatischen Milchschaum gibt es nicht; Milch schäumst Du mit der Dampfdüse von Hand auf.
Heute im Handel: Die Magnifica S wird noch verkauft. Daneben gibt es die Magnifica Start und die Magnifica Evo – teils mit automatischem LatteCrema-Milchsystem. Diese Modelle habe ich nicht selbst getestet. Achte beim Kauf auf die genaue Modellnummer, denn die Varianten unterscheiden sich vor allem beim Milchsystem.
→ Mein ausführlicher Magnifica S Test
Dinamica und Dinamica Plus: die Allrounder
Dinamica ECAM 350.55.B: [BESTÄTIGEN: Zeitraum] Direkt nach dem Auspacken roch die Maschine stark nach Kunststoff – ich habe die ersten fünf Bezüge bei unterschiedlichen Stärkestufen weggekippt, danach war der Geruch verschwunden. Das Kegelmahlwerk mit 13 Mahlgradstufen lieferte einen überdurchschnittlich guten Espresso, und beim Mahlen war sie nicht lauter als die Philips LatteGo, die ich zum Vergleich hatte. Weniger gefallen hat mir das Kunststoffgehäuse, das nicht so hochwertig wirkt wie Edelstahl.
Dinamica Plus ECAM 370.95.T: Die habe ich von 2019 bis 2022 genutzt, etwa zweimal pro Woche. Farb-Touchdisplay und LatteCrema-Milchsystem machen sie zum komfortablen Allrounder. Gestört haben mich auffällig laute Brummtöne am Heißwasserauslauf und der Reinigungsaufwand an der Brühgruppe.
→ Mein ausführlicher Dinamica Plus Test · → Dinamica Plus vs. PrimaDonna Soul
PrimaDonna und PrimaDonna Soul: die Komfortklasse
Die PrimaDonna Soul habe ich von 2020 bis 2021 täglich genutzt (Testgerät von De’Longhi zur Verfügung gestellt). Sie spielt ihre Stärken bei Komfort und Individualisierung aus, Bean Adapt ist interessant, wenn Du oft die Bohnensorte wechselst. Bei meinem Gerät erschien wiederholt eine allgemeine Fehlermeldung, ohne dass ich einen Grund erkennen konnte.
Neben der Herstellung von verschiedenen Kaffeekreationen ist natürlich auch die Reinigung der Maschine ein wichtiger Punkt. Denn dieses sollte nicht in stundenlanges Putzen der Düsen und Durchlaufen lassen von Reinigungs- und Entkalkungsprogrammen ausarten.
→ Mein PrimaDonna Soul Test · → PrimaDonna Test & Modellvergleich
Maestosa: das Flaggschiff
Rund 2.500 Euro haben wir für unsere Maestosa EPAM 960.75.GLM bezahlt. Überzeugt haben mich die zwei getrennten Bohnenbehälter mit zwei elektronischen Mahlwerken und der feinporige, cremige Milchschaum. Weniger gefallen haben mir Größe und Gewicht, die Reinigung der Brühgruppe und der eher kleine Milchbehälter. Sehr guten Kaffee bekommst Du auch mit deutlich günstigeren Geräten.
→ Mein ausführlicher Maestosa Test
Ältere De’Longhi-Modelle aus meinen Tests
Die folgenden Geräte sind kaum noch erhältlich. Ich lasse meine wichtigsten Erfahrungen hier stehen, weil sie zeigen, wie sich De’Longhi über die Jahre entwickelt hat – und weil manche Schwächen bei aktuellen Modellen längst behoben sind.
ESAM 3000.B
[BESTÄTIGEN: Zeitraum] Ein einfaches Einsteigergerät mit guter Crema und kräftigem Kaffee. Der Milchschaum über die Dampfdüse brauchte etwas Übung, bis er wirklich cremig gelang. Gestört haben mich die Tassenheizplatte, die kaum warm wurde, und der Tresterbehälter, der nicht in die Spülmaschine durfte. Heute würde ich stattdessen zur Magnifica S greifen.
Perfecta ESAM 5500
Gut ausgestattet für ihre Zeit, mit herausnehmbarer Brühgruppe und automatischer Milchbehälter-Reinigung. Im Alltag störten mich das kleine Display, auf dem Texte abgeschnitten wurden, der empfindliche Drehregler und die knappe Bedienungsanleitung. Heutige Alternative: Dinamica Plus.
ECAM 23.420.SB
Kompakt und mit überraschend leisem Kegelmahlwerk. Der automatische Milchschaum hatte eine angenehme Konsistenz, schmeckte aber etwas wässrig. Der Tassenwärmer brauchte lange. Heutige Alternative: Magnifica Evo mit LatteCrema (nicht selbst getestet).
Aktuelle De’Longhi-Modelle, die ich nicht selbst getestet habe
Transparenz-Hinweis: Die folgenden Geräte habe ich nicht selbst getestet. Ich ordne sie anhand meiner Erfahrung mit den Vorgängern und der Herstellerangaben ein.
- Magnifica Start / Magnifica Evo: die Nachfolger-Generation der Magnifica S, je nach Variante mit automatischem LatteCrema-Milchsystem.
- Eletta Explore: Mittelklasse mit Cold-Brew-Funktion und heißem wie kaltem Milchschaum – laut Berichten aktuell einer der Testsieger bei Stiftung Warentest.
- Rivelia: Die De’Longhi Rivelia ist ein kompakter Kaffeevollautomat, der besonders mit seinem Bean-Switch-System für den schnellen Wechsel zwischen verschiedenen Bohnensorten und seiner einfachen Bedienung punktet.
Häufige Fragen zu De’Longhi Kaffeevollautomaten
Welcher De’Longhi Kaffeevollautomat ist der beste?
Für Espresso-Trinker mit kleinem Budget: die Magnifica S. Wer regelmäßig Milchgetränke trinkt, ist mit der Dinamica Plus gut bedient. Die PrimaDonna Soul lohnt sich vor allem, wenn mehrere Personen die Maschine mit unterschiedlichen Vorlieben nutzen.
Warum gibt es so viele De’Longhi-Modellnummern?
De’Longhi verkauft jede Serie in vielen Varianten, die sich oft nur bei Farbe, Milchsystem oder Zubehör unterscheiden. Die Ziffern nach dem Punkt (z. B. 22.110) kennzeichnen meist die Ausstattung. Vergleiche vor dem Kauf deshalb immer die genaue Modellnummer.
Wie lange hält ein De’Longhi Kaffeevollautomat?
Bei guter Pflege kann ein De’Longhi Kaffeevollautomat viele Jahre zuverlässig funktionieren, wobei die tatsächliche Lebensdauer stark von Nutzung, Reinigung und Wartung abhängt. Regelmäßiges Entkalken und Reinigen der herausnehmbaren Brühgruppe kann die Lebensdauer deutlich unterstützen. Verschleißteile wie Dichtungen oder Mahlwerkkomponenten lassen sich bei vielen Modellen austauschen, sodass ein Defekt nicht automatisch das Ende des Geräts bedeutet.