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Espresso Macchiato

Espresso Macchiato

Espresso Macchiato mit Zucker – ein Genuss

Der Espresso Macchiato bezeichnet einen herkömmlichen Espresso mit einem Hauch von Milchschaum – die sogenannte Crema. In Italien ist er auch als Caffé Macchiato bekannt. Dort wird Espresso bereits seit 1900 zubereitet. Die Bezeichnung ist abgeleitet von der Zubereitung mit hohem Druck und nicht, wie oftmals angenommen, von der schnellen Herstellung. Eine andere Herleitung stammt aus der Zeit, als Espresso nur auf ausdrücklichen Wunsch serviert wurde (italienisch: esprimere = ausdrücken). „Macchiato“ bezeichnet mit „gefleckt“ das Zusammenspiel von Kaffee und Milch.

Bestandteile des Espresso Macchiato

In seinen Bestandteilen unterscheidet sich der Espresso Macchiato nicht vom Latte Macchiato. Sie grenzen sich in erster Linie durch die Reihenfolge bei der Zubereitung voneinander ab. Beim Espresso Macchiato kommt zuerst der Espresso in die Tasse, danach wird die Milch inkl. Schaum hinzu gegeben. Den besten Eindruck macht dieses Getränk in einem gläsernen Gefäß, da hierbei die Mischung von Espresso und Milch gut sichtbar ist.

Das Fett in der Milch dient als Geschmacksträger und bringt die Aromen des Espressos gut zum Ausdruck, verändert diese aber auch zum Teil. Der Fettgehalt der verwendeten Milch kann unter Umständen auch die Qualität des Milchschaums beeinflussen. Ein Espresso Macchiato lebt von seiner guten Zubereitung. Hier entscheiden vor allem die verwendeten Zutaten:

  • 7 g feingemahlenes Espresso-Pulver
  • 10-50 ml frische, möglichst fette Vollmilch

Die Sorten des gemahlenen Espresso-Pulvers sind in der Regel nicht anders als die eines herkömmlichen Kaffees. Einzig der Grad der Röstung ist intensiver. Durch den längeren Röstvorgang wird vermieden, dass das aufgebrühte Kaffeemehl zu viel Säure entwickelt. Der Experte spricht dann von einem volleren Körper des Espressos.

Zubereitung eine Espresso Macchiato

Die Zubereitung eines Espresso Macchiato bedarf nur weniger Schritte. Kenner berufen sich gern auf eine 5-M-Formel. Sie beschreibt, welche Voraussetzungen maßgeblich zu gutem Espresso beitragen:

  • Mischung
  • Menge
  • Mahlgrad
  • Maschine
  • Mensch

Bei der Mischung sollte auf einen ausgewogenen Mix der Kaffeebohnen geachtet werden. Sehr gut geeignet sind vor allem die feineren Arabica-Sorten. Sie geben dem Espresso ein ausgewogenes Aroma, eine milde Säure und den bereits erwähnten robusten Körper. Stärkere Variationen können mit einem Mix aus Arabica- und Robusta-Bohnen hergestellt werden. Als Faustregel gilt hier: etwa 30% der wesentlich koffeinhaltigeren Robusta und ca. 70% der Arabica. In Bezug auf die Mengenangaben ist das Verhältnis von Kaffeemehl und Brühwasser zu beachten. Die gemahlene Menge Kaffee liegt bei etwa 7 g ± 0,5. Hieraus ergeben sich ca. 25 ml ± 2,5 Espresso je Glas. Den Mahlgrad der verwendeten Kaffeebohnen besser fein wählen. Hinsichtlich der Maschine sollte vor allem auf den geeigneten Wasserdruck geachtet werden. Bei der Wassereingabe liegt er bei ungefähr 9 bar ± 1.

Das Istituto Nazionale Espresso Italiano

Die genannten Kriterien wurden eigens vom Istituto Nazionale Espresso Italiano, dem Nationalen Institut für italienischen Espresso für fach- und sachgerechte Zubereitung festgelegt. Der Brühvorgang ist wie folgt: Das Wasser auf die optimale Brühtemperatur von 92°C erhitzen. Siebträgermaschinen verwenden im Normalfall für die Extraktion die am besten geeigneten 9 Bar. Als Gefäß für den aufgebrühten Espresso eignen sich sowohl doppelwandige Gläser als auch Tassen. Bei der Wahl sollte bedacht werden, dass Glas ein schlechterer Wärmespeicher ist. Besser geeignet sind Espresso-Tassen aus Porzellan. In ihnen wird die Wärme vergleichsweise langsam an das Porzellan abgeleitet. Der Espresso hält in der Folge wesentlich länger seine Temperatur. Das Porzellan-Geschirr kann nach Bedarf vorab auch erwärmt werden.

Guter Milchschaum gelingt im Normalfall erst ab 100 bis 200 ml. Dabei sollte die Vollmilch nicht über 65°C erhitzt werden. Bei Maschinen kommt es vor, dass die ersten Milliliter nicht die passende Viskosität eines guten Milchschaums besitzen. Es wird daher eine verhältnismäßig große Menge an Milch benötigt, bis der Milchschaum homogen genug ist. Nach Belieben kann noch mit heißer Milch aufgefüllt werden. Insgesamt sollte aber nicht mehr Milch(schaum) als Espresso vorhanden sein. Um die Geschmacksnerven vorher zu neutralisieren, mit einem Glas stillem Wasser servieren.

Espresso Macchiato Variationen

Doppio Espresso Macchiato: Bei dieser Variante werden einfach die Mengenangaben verdoppelt, also zwei Espresso-Shots bei 40-50 g Milchschaum.

Espresso Macchiato Freddo: Für die „Freddo“-Variation wird anstelle des Milchschaums der Espresso mit kalter Milch verfeinert. Im Italienischen steht „Freddo“ für Frost oder Kälte.

Darüber hinaus existieren weitere italienische Varianten mit anderen Kaffeemischungen und –mengen. Der Espresso Macchiato kann auch mit Zutaten ergänzt werden. In Italien werden hierfür gerne Spirituosen verwendet, aber auch Speiseeis oder Schokolade. Über die Grenzen Italiens hinaus werden auch in Spanien oder Portugal landestypische Varianten des Espressos oder des Espresso Macchiatos getrunken. In Deutschland sind vor allem die italienischen Rezepturen bekannt und beliebt.

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