Skip to main content

Milchaufschäumer Test

Milchaufschäumer am Kaffeevollautomat

Milchaufschäumer am Kaffeevollautomat

Mit einem Milchaufschäumer verwandelt sich Ihr Kaffee im Nu in eine Spezialität

Inhaltsverzeichnis:

Latte Macchiato und Cappuccino gehören seit vielen Jahren schon zu den Kaffeespezialitäten, die man auch zuhause gerne genießen möchte. Wie das funktioniert? Mit einem Milchaufschäumer gelingt es ganz leicht, Milch in feinporigen Milchschaum zu verwandeln. Mit seiner Hilfe wird Luft in die Milch untergeschlagen. Ganz einfach, oder?

Doch welcher ist der richtige Milchaufschäumer? Es gibt mittlerweile eine große Auswahl an Modellen. Die einen sind manuell betriebene, andere wiederum elektrisch oder batteriebetriebene Geräte.

Ergebnisse der Stiftung Warentest 02/2018

PlatzierungProduktGesamtnoteShopping
1Nespresso Aeroccino 4
Gut (2,0)Bei Amazon anschauen
1WMF Lineo MilchaufschäumerGut (2,0)Bei Amazon anschauen
2Melitta Cremio Hot& ColdGut (2,1)Bei Amazon anschauen
3Tchibo InduktionsmilchaufschäumerGut (2,2)Bei Amazon anschauen
4WMF Lono Milk & ChocGut (2,2)Bei Amazon anschauen
5Tchibo Cafissimo Milchaufschäumer)Gut (2,3)Bei Amazon anschauen
6Caso Crema Latte & ChocoGut (2,4)Bei Amazon anschauen
7Severin InduktionsmilchaufschäumerGut (2,4)Bei Amazon anschauen
8Rossmann Ideenwelt Elektrischer Milchaufschäumer SB-0802ABefriedigend (3,2)
9Caso Milchaufschäumer Crema GlasBefriedigend (3,2)Bei Amazon anschauen

So testet Stiftung Warentest die Milchaufschäumer

Von der Stiftung Warentest (kostenpflichtig) wurden zehn Milchaufschäumer im Preissegment von 23 bis 99 Euro (Preise zum Testzeitpunkt) getestet. Eine Bewertung fand nach folgenden Kriterien statt:

  • Zubereitung
  • Handhabung
  • Umwelteigenschaften
  • Haltbarkeit
  • Sicherheit

Insbesondere ging es beim Test um die Zubereitungsdauer, die Temperatur des Milchschaums, die Schaummengen, das Aussehen, den Geruch, die Schaum-Stabilität und um ein „Mundgefühl“.

Milchaufschäumer in unserem bescheidenen Test

Im Großen und Ganzen schneiden viele der getesteten Geräte gut ab. Da es viele unterschiedliche Geräte auf dem Markt gibt, ist es wichtig, diese zu unterscheiden. Am besten zu differenzieren sind die Milchaufschäumer in die folgenden Kategorien:

  • Elektrische Milchaufschäumer (mit Induktion)
  • Batteriebetriebe Milchaufschäumer (mit Zauberstab)
  • Manuelle Milchaufschäumer
  • Milchschaum mit Kaffeevollautomaten

Von der letztgenannten Variante gibt es wiederum drei Arten. Doch zunächst die Testsieger der jeweiligen Kategorie.

Elektrische (automatische) Milchaufschäumer

Severin Milchaufschaeumer SM3582

Klicken – und Details bei Amazon anschauen!

Der Severin Induktions-Milchaufschäumer SM 3582 Edelstahl...  überzeugte im Test. Ältere Modelle wie der SM 9684 oder der SM 9685 haben schon einige Jährchen hinter sich.

Zahlreiche Bewertungen zu diesen Modellen finden sich auf Amazon, wobei das nicht bedeutet, dass sie die besseren Geräte sind.

Im Prinzip lohnt sich auch immer der Griff zum aktuellsten Modell. Der SM 3582 arbeitet schnell und schaltet nach Fertigstellung des Milchschaums von alleine ab. Das Gerät verarbeitet Milchmengen bis zu 250 ml. Das Ergebnis, also die Qualität des Schaums, ist gut.

Milchschaum durch Zauberstab

Hier fällt der ScanPart Milchaufschäumer positiv auf, vor allem wegen seinem günstigen Preis. Doch leider zeichnen sich diese Schäumer, ganz gleich in welcher Preisklasse, nicht gerade durch eine lange Lebensdauer aus. Mit der Zeit versagen nämliche alle. Wer ein wenig mehr Geld investieren kann, sollte sich gleich einen automatischen Milchaufschäumer zulegen. Diese benötigen zwar mehr Platz in der Küche, jedoch haben sie eine höhere Lebensdauer. Zudem sind sie viel komfortabler in der Bedienung.

Manuelle Milchaufschäumer

Bei diesen Geräten ist noch echte Handarbeit gefragt. Zu nennen ist bei dieser Kategorie der Bodum Milchaufschäumer, der mit gewohnt guter Qualität glänzt, wie man es auch von den Bodum Kaffeebereitern kennt. Die einen sind von Bodum überzeugt, andere wiederum so ganz und gar nicht. Dennoch sind die Modelle äußerst beliebt.

Milch aufschäumen im Kaffeevollautomat

Bei den Modellen in dieser Kategorie überzeugte der Miele CM 6350 mit einer guten und schnellen Produktion eines Milchschaums. Das Gerät überzeugt auch durch seine Optik, wenngleich die Maschine etwas teurer ist.

Welcher Milchaufschäumer ist nun der Richtige?

Diese Frage stellt sich unweigerlich, wenn man sich auf die Suche nach einem Milchaufschäumer macht. Die meisten entscheiden sich für ein Modell, welches automatisch und schnell funktioniert und einfach in der Handhabung ist. Beliebt ist der Milchaufschäumer mit Induktion, da die Milch automatisch auf die gewünschte Temperatur gebracht wird.

Solche Geräte werden heutzutage von diversen Herstellern zu unterschiedlichen Preisen angeboten. Doch wenn Ihr auf Qualität Wert legt, dann sind mindestens 50 Euro eine gut angelegte Investition. Wer weniger ausgeben möchte, sollte sich für einen Zauberstab entscheiden, wobei hier wieder Handarbeit gefragt ist.

Heute findet sich fast in jeder Küche ein Kaffeevollautomat oder eine Espressomaschine, die jedoch in der Anschaffung um einiges teurer sind. Eine Zwischenlösung stellen dann die manuellen Milchaufschäumer dar. Batterien und Strom werden nicht benötigt, was eigentlich auch gar nicht so schlecht ist.

Elektrische Milchaufschäumer: Was steckt in ihnen?

Selbst für den Milchschaum-Liebhaber ist es nicht immer leicht, den perfekten Milchschaum selbst herzustellen. Die Konsistenz soll am Ende stimmen, wozu die Temperatur gefunden werden muss, damit aus Milch ein schöner, feinporiger und fluffiger Schaum wird. Wer jemals versucht hat, Milchschaum mit der Hand aufzuschlagen, der weiß, wie viel Arbeit dahintersteckt. Aus diesem Grund bieten zahlreiche Hersteller elektrische Milchaufschäumer einer immer größer werdenden Zahl von Kunden an. Die praktischen Geräte nehmen Euch nämlich alle notwendigen Schritte ab. Eure Aufgabe liegt lediglich darin, die Milch einzufüllen und auf den Knopf zu drücken.

So funktionieren automatische Milchaufschäumer

Wie wird die Milch denn nun schaumig? Das ist ganz einfach: Durch Luft. Die Luft durchmischt Eiweiß- und Fettmoleküle der Milch. Und da molekulare Verbindungen etwas stur sind, benötigen sie Hilfe, die sie durch Wärme erhalten. Automatische Milchaufschäumer tun daher nichts weiter, als Milch zu erhitzen und sie zur gleichen Zeit mit einem Rührstab in Bewegung zu bringen.

Elektrisch oder Induktion? Ihr entscheidet!

Lest Ihr von elektrischen Milchaufschäumern, dann handelt es sich um solche Geräte, für die Ihr entweder Steckdose oder Batterie benötigt. In diese Kategorie gehören auch Behälter-Schäumer mit einer Heizplatte am Geräteboden. Die Induktionstechnik wird bei den Milchaufschäumern wärmstens empfohlen. Die Technik funktioniert im Grunde wie beim Induktionsherd und erhitzt schnell und sparsam die Milch im Behälter, während eine Schäumspirale die nötige Luft unter die Milch schlägt.

Was sollten automatische Milchaufschäumer können?

Prinzipiell arbeiten alle Milchaufschäumer ähnlich. Dennoch solltet Ihr vor dem Kauf bestimmte Kriterien berücksichtigen. Eine Rolle könnten beispielsweise die folgenden Faktoren spielen:

  • Fassungsvermögen
  • Reinigung
  • Struktur des Milchschaums
  • Temperatureinstellungen
  • Handhabung
  • Preis

Wer sich für den Kauf eines Milchaufschäumers entscheidet, tut dies aus einem einzigen Grund: Das Ergebnis soll ein perfekter Milchschaum sein. Milchschaum ist aber nicht gleich Milchschaum, denn er kann von locker und fließfreudig bis hin zum kompakten Schaum reichen.

Ein echtes No-Go ist ein Wolken ähnliches Gebilde mit riesigen Poren und einer festen Konsistenz. Jedoch ist festzustellen, dass alle getesteten Milchaufschäumer zumindest in diesem Punkt die Erwartungen erfüllen.

Das Fassungsvermögen

In diesem Punkt gibt es einige Unterschiede bei den Geräten. Die Angaben reichen von 120 ml Fassungsvermögen bis zu 260 ml, wie es zum Beispiel beim Severin Induktions-Milchaufschäumer SM 3582 Edelstahl...  der Fall ist. Zwar wirbt Severin mit einem Fassungsvermögen von 500 ml, jedoch besteht ein Unterschied zwischen Milch erhitzen und Milch aufschäumen. Daher müsst Ihr bei der Wahl auf beide Milliliter-Angaben Acht geben. Milch benötigt kaum mehr Platz beim Erhitzen. Beim Aufschäumen ist das ganz anders. Das Volumen verdoppelt sich hier fast.

Aus diesem Grund müsst Ihr unbedingt darauf achten, nicht mehr Milch als bis zum maximalen Füllstrich aufzufüllen, sofern dieser Füllstrich im Behälter vorhanden ist. Wer täglich nur maximal für eine Tasse Kaffee Milchschaum benötigt, für den lohnt sich ein Mini-Milchaufschäumer, also ein solcher mit geringem Fassungsvermögen. Bei mehreren Tassen ist es lästig, für jede einzelne Tasse eine Portion Milchschaum zuzubereiten. Außerdem benötigt das Gerät jedes Mal etwas Zeit, bis es wieder einsatzbereit ist und sollte zwischen auch immer gereinigt werden. Daher lohnt sich die Anschaffung eines Milchaufschäumers mit entsprechend dem Bedarf mehr Fassungsvermögen.

Zu den Temperatureinstellungen

Weiter geht es mit dem Thema Induktion oder Elektrik und der Frage nach der Temperatur. Vorweg ist zu sagen, dass wir hier nicht von der heißen Milch mit Honig reden. Bei Milchschaum befinden wir uns in anderen Temperaturregionen. Bei den guten Geräten gibt es die Möglichkeit der Einstellung von hoher Temperatur zum Erhitzen und einer solchen zum Schäumen. Induktion bietet Euch hier gleich den Vorteil, dass Ihr innerhalb weniger Sekunden zwischen zwei Wärmestufen wählen könnt, und zwar gradgenau. Bei Induktion wird keine Vorwärmzeit benötigt. Auch wird nach dem Wechsel keine zusätzliche Hitze abgestrahlt, da keine Wärme gespeichert wird.

Falls Ihr mal etwas zu kaltem Milchschaum hört: Zwar wird die Kaltschaum-Funktion bei einigen Geräten als vorteilhaft beschrieben, doch ist sie höchstens für Eiweißshakes oder Iced Coffee zu empfehlen. Die Ergebnisse des Schaums sind eher instabil. Der Grund? Ganz klar, weil die Wärme fehlt. Luft und die Liebe zum Milchschaum genügt eben nicht, um die Struktur der Milch aufzulösen und neu zusammenzusetzen.

Anforderung an den Milchaufschäumer

Auf den Geräten müssen die Beschriftungen und Bedienelemente eindeutig sein. Außerdem sollte das Gerät leise und schnell die Milch aufschäumen. Bezüglich Sicherheit ist darauf zu achten, dass das Gerät robust ist und sicher auf der Arbeitsplatte steht und zudem über isolierte Griffe verfügt. Was niemand mag, das sind Milchaufschäumer, die beim Ausgießen kleckern.

Das bedeutet im Klartext: Ein guter automatischer Milchaufschäumer überzeug durch Zuverlässigkeit und ist kinderleicht zu bedienen. Es lohnt sich immer, Testberichte zu lesen. Häufig versprechen Hersteller nämlich mehr, als die Geräte halten.

Der Preis für einen automatischen Milchaufschäumer

Bereits ab etwa 25 Euro bekommt Ihr im Handel einen automatischen Milchaufschäumer. Es gibt sogar einige Geräte, die die 100 Euro Marke knacken. Wenn Ihr jedoch bereits seid, ungefähr 50 Euro investieren könnt, dann seid Ihr auf der sicheren Seite und erhält ein gutes Gerät. Die Investition lohnt sich allerdings nur dann, wenn Du ein echter Fan von Milchschaum auf Kaffee bist und auch gerne Schäume zum Kochen verwendest. Wenn Du nur von Zeit zu Zeit mal einen Milchschaum bevorzugst, dann stehen Dir andere und günstigere Methoden zur Wahl.

Die Hersteller von Milchaufschäumern

Es gibt einige Hersteller, die Milchaufschäumer anbieten, darunter namhafte Marken wie Nespresso, Bosch oder Philips. Man kann sagen, jede Marke, die im Kaffeegeschäft vertreten ist, bietet auch Milchaufschäumer an. Als eine der besten Marken hat sich in der Vergangenheit Severin herauskristallisiert. In der Bestsellerliste von Amazon ist Severin gleich mit mehreren Geräten vertreten, und zwar mit dem SM 9684, SM 9685, SM 9688 und SM 3582. Der Letztgenannte davon schneidet sogar als bestes Gerät ab.

Eine eher weniger bekannte Marke ist Arendo. Der Hersteller hat sich allerdings mit der „Milkcloud“-Serie einige Fans gesichert. Die Modelle der Serie sind für Einsteiger zu empfehlen, die nur wenig Milchschaum auf einmal zubereiten möchten. Die Geräte verfügen nämlich nur über 100 ml Aufschäumvermögen, was wahrlich nicht viel ist.

Für wen ist der der elektrische Helfer gedacht?

Milchaufschäumer sind sehr nützlich, wenn Ihr eine schöne Milchschaumhaube auf Euerm Kaffee oder Espresso mit wenig Aufwand herstellen wollt. Das Vorhaben funktioniert aber nur, wenn der Milchaufschäumer bestimmte Voraussetzungen erfüllt, wie beispielsweise eine große Füllmenge und dass das Gerät wenig Zeit benötigt oder auch die einfache Reinigung. Wenn bereits diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, dann lohnt sich die Investition in den Milchaufschäumer nicht.

Ist ein Milchaufschäumer nur für Milch geeignet?

Eigentlich wäre das ja etwas langweilig, oder etwa nicht? Tut Euch selbst etwas Gutes und zweckentfremdet ihn ruhig von Zeit zu Zeit. Denn außer zum Aufschäumen von Milch eignet er sich wunderbar für eine wohltuende heiße Schokolade. Ihr mögt Eiweißshakes? Auch diese könnt Ihr mit dem Milchaufschäumer zubereiten. Jedoch ist es dann besser, wenn Ihr das Eiweißpulver zuvor in Wasser auflöst. Zu guter Letzt kommt der Schäumer für Cocktail-Toppings in Frage. Diese gelingen Euch mit halb Vollmilch und halb Sahne. Versucht es gerne mal mit einem White Russian. Ihr werdet dann künftig immer wieder Cocktails mit dem Milchaufschäumer aufwerten müssen.

Außerdem ist auch die Zubereitung von Eischnee möglich, wobei es hierbei von den Herstellern keine Garantie gibt, falls Euer Gerät das Vorhaben nicht überleben sollte.

Die ersten Schritte, nachdem der Milchaufschäumer bei Euch eingezogen ist

Nach dem Auspacken ist es üblich, alle Teile, die mit der Milch in Berührung kommen, ordentlich zu spülen. Damit entfernt Ihr alle Rückstände von der Oberfläche, die kein Mensch im Schaum haben möchte. Im Anschluss ist gutes Abtrocknen Pflicht. Ist das Gerät nicht trocken, gelingt der Milchschaum nicht. Nun müsst Ihr alle Teile nach Anleitung zusammensetzen. Erst zum Schluss kommt die Milch zum Einsatz. Deckel aufsetzen und den Startknopf drücken. Während Ihr wartet, dürft Ihr schon Euern Kaffee zubereiten. Ist der Milchschaum fertig, nehmt Ihr das Gerät am Griff von der Basis. Ihr müsst hier etwas vorsichtig sein, denn meist ist außer dem Griff der Rest der Maschine heiß. Am besten löffelt Ihr den Schaum auf den Kaffee. Denn oft sind die Geräte etwas unhandlich. Das war jetzt die Kurzfassung. Daher: Ein Blick in die Bedienungsanleitung lohnt immer.

Noch ein kleiner Tipp am Rande: Schwenkt die Milch vor dem Löffeln auf den Kaffee nochmals etwas im Milchaufschäumer durch. Dann klopft ihn kurz auf beispielsweise die Küchenarbeitsplatte auf. Warum? Dieser Vorgang schließt eventuell vorhandene Luftlöcher im Schaum und macht diesen herrlich kompakt und cremig.

Welche Milch wird für den Milchaufschäumer empfohlen?

Lasst Euch hier nicht verwirren von diversen Aussagen von wegen der Schäumeigenschaften von Milch. Prinzipiell könnt Ihr für die Milchschaumzubereitung jede Milch verwenden. Viel wichtiger ist es, dass das Gerät genügend Power mitbringt. Dennoch hier eine Auswahl von Milchvarianten, die Ihr verwenden könnt: Vollmilch, H-Milch, fettarme Milch, Hafermilch, Sojamilch.

So empfiehlt zum Beispiel der Hersteller Severin für seine Maschine die Verwendung von kühlschrankkalter, fettarmer (1,5 % Fettgehalt) H-Milch.

Das dürft Ihr gerne für alle Geräte übernehmen. Durch die Verwendung von sehr kalter Milch hat der Milchaufschäumer ausreichend Zeit, um Luft in die Milch zu schlagen, bevor die Milch zu heiß wird. Aber eigentlich sollte das nicht passieren. Im Allgemeinen schalten die Gerät automatisch ab, sobald die Milch die richtige Temperatur erreicht hat.

Wer beabsichtigt, Milch kalt zu schäumen, sollte etwas fettere Milch verwenden. Fettarme oder pflanzliche Drinks eignen sich weniger, ob Ihr sie kalt oder warm schäumen wollt. Mit einfachen Worten ausgedrückt: Kalter, mit fettfreier Milch zubereiteter, Schaum ist für wenige Sekunden wirklich anschaulich, fällt jedoch schnell in sich zusammen. Mit fetter, kalter Milch passiert das auch. Aus diesem Grund schadet Wärme niemals.

Die Menge der Milch macht‘s

Ihr fragt Euch, wie viel Milch Ihr in Euerm Schäumer auf einmal zubereiten könnt? Dann achtet auf die Markierungen im Behälter. Hier sollte eine Markierung für die Mindestmenge und die Maximalmenge vorhanden sein. Je nach Gerät sind diese Angaben unterschiedlich. Für Euch gilt, dass Ihr immer mindestens die Minimalmarkierung mit Milch auffüllt. Es leuchtet ein, dass das Gerät nicht ordentlich arbeiten kann, wenn sich zu wenig Milch darin befindet. Das Ergebnis ist erhitzte Milch, die am Boden festbackt und verbrennt. Das Chaos und die Enttäuschung sind dann groß. Im anderen Fall, also wenn Ihr zu viel Flüssigkeit einfüllt, könnt Ihr schon mal das Putzteam danebenstellen.

Geräte vom Discounter

Die meisten Discounter bieten zahlreiche Geräte in günstigeren Preisklassen an. So präsentieren auch Lidl und Aldi Ihre Milchaufschäumer. Das Aldi-Gerät mit Namen Quigg kann allerdings gerade mal 150 ml Milch aufschäumen.

Bei Lidl gibt es den Silvercrest Milchaufschäumer SMA 550 A1. Auch er überzeugt nicht gerade durch seine Füllmenge von 125 ml Milch. Ansonsten sind beide Geräte in etwa gleich. Ob der günstige Preis Euch Vorteile bringt? Das müsst Ihr selbst herausfinden. Auf jeden gibt es keine Vorteile bezüglich Funktionsumfang gegenüber den anderen Produkten zu nennen.

Die Reinigung des Milchaufschäumers

Hygiene ist ein ganz wichtiges Thema bei der Arbeit mit Milch. Milch ist nämlich ein sehr keimfreudiges Produkt und Element in der großen Kaffeewelt. Verzichtet daher auf den Kauf eines Milchaufschäumers, der sich nicht problemlos zwecks Reinigung in die Einzelteile zerlegen lässt. Optimal ist es immer, wenn die Teil in die Spülmaschine dürfen. Dann seid Ihr auf der sicheren Seite und könnt den Schäumer jedes Mal guten Gewissens benutzen.

Ist die Milch einmal angesetzt

Das ist schnell passiert. Achtet darauf, dass Ihr nach der Zubereitung von Milchschaum, so schnell wie möglich die Reste aus dem Gerät entfernt. Je schneller Ihr das macht, umso weniger Arbeit habt Ihr später. Auch auf antihaftbeschichteten Flächen bleiben gerne Milchreste zurück. Seid daher etwas pingelig bei der Reinigung und befreit nach jeder Nutzung die Rühreinheit und den Behälter von Milchrückständen. Solltet Ihr nacheinander mehrere Aufschäumdurchgänge durchführen, dann reicht zwischendurch das Spülen mit warmem Wasser.

Eine ordentliche Reinigung nach der Nutzung gelingt Euch am besten mit Spülmittel. Viel besser wäre noch die Spülmaschine, wenn es das Gerät zulässt. Falls nach der Reinigung immer noch Reste von Milch vorhanden sind, dann lasst Euch nicht zu Stahlschwamm oder Messer verleiten. Die bessere Wahl sind klassische Hausmittel, wie Backpulver, Essigessenz oder auch Salz. Diese werden einfach in Wasser aufgekocht, in den Behälter des Milchaufschäumers gefüllt und darin abkühlen gelassen. Zum Schluss müsst Ihr nur noch einmal gut nachspülen und trockenwischen.

Batteriebetriebene Milchaufschäumer – Die Zauberstäbe unter den Milchaufschäumern

Nicht jeder ist natürlich in der Lage, sich ein teures Gerät für das Aufschäumen von Milch anzuschaffen. Daher sollten auch die günstigen Geräte in Betracht gezogen werden. Denn auch diese können mit wenig Aufwand und zu bezahlbaren Preisen gute Ergebnisse erzielen. Hierzu gehören eindeutig die batteriebetriebenen Milchaufschäumer, die gerne auch als Zauberstäbe bezeichnet werden. Die Erwartungshaltungen sind groß. Doch können die günstigen Geräte überzeugen?

Funktionsweise der batteriebetriebenen Milchaufschäumer

Im Allgemeinen handelt es sich bei diesen Geräten um elektrische Quirle. An einem dünnen Metallstab befindet sich eine runde Spule. Mittels Knopfdruck kreist diese sehr schnell in der Milch, wobei es sich hier um Drehzahlen von bis zu 11500 U/min handelt. Das Milchaufschäumen funktioniert wirklich gut mit kalter und warmer Milch. Allerdings ist warme Milch besser wegen der Schaumstruktur. Für die heiße Milch müsst Ihr bei diesen Geräten allerdings selbst sorgen.

Hersteller batteriebetriebener Milchaufschäumer

In Amazons Bestsellerliste werdet Ihr zahlreiche Anbieter dieser Geräte finden, wie die bekannten Hersteller Severin und Clatronic bis hin zu Herstellern, von denen Ihr wahrscheinlich noch nie etwas gehört habt.

Ein wichtiges Kriterium ist der Preis. Die batteriebetriebenen Geräte bekommt Ihr bereits für etwa fünf bis etwa 30 Euro. Doch wirklich mehr als 15 Euro müsst Ihr nicht ausgeben. Denn beispielsweise der ScanPart Milchaufschäumer kostet nur rund acht Euro, tut aber genau das, was man von ihm erwartet: einen ordentlichen Milchschaum.

Geht es Euch nur darum, ab und zu einen Milchschaum für eine Tasse Kaffee zuzubereiten, dann sind diese Zauberstäbe optimal geeignet. Ein perfektes Ergebnis, wie man es von der Dampfdüse her kennt, dürft Ihr sowieso nicht erwarten. Dennoch ist es möglich, mit ein paar wenigen Tricks, das Beste aus einem batteriebetriebenen Milchaufschäumer herauszuholen.

Der Nachteil dieser Geräte ist die viel zu kurze Lebensdauer. Bei dem Preis ist das vielleicht vertretbar, doch ständig ein neues Gerät kaufen zu müssen, ist auf Dauer auch nervend. Es verbleibt daher nur anzumerken: Gehört der Genuss eines Kaffees mit Milchschaum beispielsweise zu Euerm täglichen Ritual, solltet Ihr vielleicht überlegen, nach einem anderen Milchaufschäumer Ausschau zu halten.

Welche Milch eignet sich für die Zubereitung mit dem Zauberstab?

Bei ScanPart wird eine Empfehlung für 1,5 %ige Milch ausgesprochen. Grundsätzlich ist das in Ordnung, doch wenn Ihr guten Milchschaum haben wollt, sollte die Milch etwas fetthaltiger sein. Dadurch wird der Milchschaum stabiler und schmeckt obendrein auch noch besser.

Wie bereits mehrfach hier erwähnt, ist Wärme von großer Bedeutung bei der Milchschaumherstellung. Das heißt, auch wenn Ihr einen batteriebetriebenen Zauberstab verwendet, gelingt Euch dieser mit warmer Milch besser. Selbst die pflanzlichen Alternativen kannst Du dann verwenden, wie beispielsweise Sojamilch oder auch Hafermilch.

Aus den folgenden Varianten werdet Ihr mit Sicherheit niemals einen Schaum herstellen können. Diese wollen einfach nicht fest werden:

  • Kokos- und Reismilch (aufgrund des kaum vorhandenen Fettgehalts)
  • Mandel- und Cashewmilch (viel Fett, wenig Eiweiß)
  • Hirsemilch (Eigengeschmack nur für Hartgesottene)
  • H-Milch mit weniger als 1 Prozent Fett (ohne sehr viel Power passiert nicht viel mit der Milch)

Die Temperatur – heiß oder kalt?

Es macht keinen Sinn, mit kalter Milch zu schäumen. Aber stellt Euch in dem Fall darauf ein, dass Ihr viel Zeit in Anspruch nehmen müsst, um dann festzustellen, dass der Milchschaum mit dem Zauberstab einfach nicht fest werden will. Ist der Schaum dann halbwegs fluffig, wird er bereits nach kurzer Zeit in sich zusammenfallen. Zudem wird Schaum mit kalter Milch sehr großporig, was ebenfalls nicht das gewünschte Ergebnis eines Milchschaums sein sollte.

Achtet daher immer darauf, dass die Milch warm ist. Etwa 70 Grad sind optimal. Häufig wird Milch in der Mikrowelle oder im Topf auf dem Herd erwärmt. Das ist okay, doch müsst Ihr aufpassen, dass die Milch nicht zu heiß wird. Das ist schnell passiert und der Milchschaum ist dahin.

Die Milchmenge nach dem Gefäß richten

Die Milchmenge, die Ihr verwenden könnt, hängt von dem Gefäß ab, welches Ihr benutzen werdet. Der Barista beispielsweise verwendet Milchkännchen aus Edelstahl. Diese halten die Wärme gut und haben den optimalen Durchmesser. Beim Schäumen entsteht ein Wirbel. Mit dem idealen Gefäß und dessen Durchmesser bleibt dieser Wirbel begrenzt und die Milch verfestigt sich nach unten hin.

Wenn ihr kein Edelstahlkännchen parat habt, dann nehmt eine hohe Tasse, da Milchschaum Platz braucht, um sich nach oben hin ausdehnen zu können. Damit funktioniert die Zubereitung von Milchschaum relativ gut. Wenn möglich, erwärmt die Tasse vorab noch ein wenig.

Benötigt Ihr mehr Milchschaum, dann bleibt Euch entweder das Edelstahlkännchen oder alternativ tut es auch ein kleiner, hochrandiger Topf, in dem Ihr die Milch erwärmt und schäumt.

Für einen Cappuccino oder Latte Macchiato ist diese Art der Zubereitung mit einem Zauberstab völlig in Ordnung. Schwierig wird es, wenn Ihr mehr als eine Portion zubereiten wollt. Einmal wegen dem Gefäß und zum anderen, weil es mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Wichtige Schritte für die Benutzung eines batteriebetriebenen Milchaufschäumers

Gerät auspacken, Batterien hinein und den Stab in die Milch halten? Hört sich einfach ist, aber leider gehört doch etwas mehr dazu, wenn Ihr Milchschaum haben wollt, der den Namen auch verdient.

Am besten beginnt Ihr folgendermaßen:

  • Den Quirl mit heißem Wasser abspülen. Nicht das Gehäuse mit Wasser in Berührung bringen. Häufig sind diese nicht wasserfest.
  • Gut abtrocknen. Wasser verträgt sich absolut nicht mit Milchschaum.
  • Es empfehlen sich einige Trockendurchläufe, um etwas Gefühl für das Gerät zu bekommen. Gerade beim Druckpunkt des „Start“-Knopfes und beim Handgefühl unterscheiden sich viele Geräte voneinander.
  • Milch erhitzen. Nur soweit, bis leichter Dampf aufsteigt. Ein Thermometer kann dazu eine Hilfe sein.
  • Zunächst den Stab derart auf die Oberfläche der Milch aufsetzen, dass die Spule knapp unter der Oberfläche liegt; jetzt den Milchaufschäumer einschalten.
  • Wird die Spule ein wenig nach oben gezogen, kann dadurch die Oberfläche angerissen werden.
  • Jetzt heißt es, etwas Geduld aufzubringen und währenddessen immer dafür sorgen, dass die Spule knapp unter der Oberfläche der Milch liegt. Das heißt, es soll nicht mit dem Stab im Gefäß herumgerührt werden.
  • Ob der Milchschaum fertig und brauchbar, bemerkt Ihr am Geräusch und auch am Wirbel. Wenn dieser träge wird und das Geräusch dumpf, dann ist es geschafft.
  • Am Ende solltet Ihr den Quirl sofort nach Gebrauch abspülen, da sonst die verbliebenen Milchreste antrocknen (der Keim-Alptraum eines jeden Barista).

Durch die Verwendung eines Zauberstabs besteht selbstverständlich Spritzgefahr. Achte daher sorgfältig darauf, den Stab erst dann einzuschalten, wenn sich die Spule in der Milch befindet.

Welche Batterien werden für den Zauberstab benötigt?

Mit den handelsüblichen AA-Batterien könnt Ihr die meisten batteriebetriebenen Milchaufschäumer bestücken. Davon kauft Ihr Euch am besten gleich mehrere, denn bereits nach wenigen Anwendungen lässt der Aufschäumer in seiner Leistung nach. Im Allgemeinen funktioniert das Wechseln der Batterien einfach. Bei der Wahl der Batterien ist günstig tatsächlich nicht besser. Im Interesse Eures Geldbeutels und auch der Umwelt fährt Ihr mit hochwertigen und damit auch teureren Akkus besser. Diese haben mehr Leistung und eine höhere Lebensdauer, was Ihr feststellen werdet, wenn Ihr den Aufschäumer regelmäßig benutzt.

Lebensdauer batteriebetriebene Milchaufschäumer

Schaut man sich das Gerät an und sieht das dünne Metallstäbchen, welches von einem kleinen Motor im Kreis gedreht wird, dann ist die erste Überlegung: Ob der lange hält? Bei den Zauberstäben ist die Lebensdauer tatsächlich nicht hoch. Dafür sind sie auch bekannt. Es ist daher keine Überraschung, dass Ihr an diesen Zauberstäben nicht lange Freude haben werdet.

Das Gerät ist nicht wasserdicht. Jedoch kann bei der Reinigung sehr leicht einmal Wasser in den Korpus hineingeraten. Was auch passieren kann, das ist das Lösen des Stabs aus der Verankerung. Es gibt also vieles, was dem kleinen Zauberstab schaden kann.

Bedenkt vor einem Kauf, dass diese batteriebetriebenen Milchaufschäumer nicht für die Ewigkeit konstruiert werden. Dies gilt übrigens auch für die robusteren Modelle unter den Zauberstäben.

Reinigung batteriebetriebener Milchaufschäumer

Getrocknete Milchreste am Zauberstab – Das möchte niemand. Vor allem möchte niemand mit einem solchen Stab den nächsten Milchschaum zubereiten. Der Zauberstab wird Euch auf den Prüfstand stellen. Denn den Stab kannst Du nicht abnehmen. Aus den Windungen der Spule bekommt Ihr Milchreste auch nur mit viel Geduld und Geschick. Nach dem Reinigen ist ebenso wichtig, dass die Teile wieder ordentlich abgetrocknet werden. Mit Wasserresten an dem Gerät gelingt Euch nämlich kein Milchschaum.

Fazit zum batteriebetriebenen Milchaufschäumer

Wer den Milchschaum mit einem Zauberstab zubereiten möchte, wird mit den Ergebnissen zufrieden sein. Ein Nachteil ist sicherlich in dem großen Aufwand zu sehen. Auch stellt sich die Reinigung eher kompliziert dar.

Falls Ihr jedoch nicht zum Barista werden möchtet und nur von Zeit zu Zeit einen Milchschaum zubereiten möchtet, dann sind die batteriebetriebenen Geräte absolut zu empfehlen.

Manuelle Milchaufschäumer

Bei dieser Variante ist Muskelkraft oder besser gesagt Handarbeit gefragt. Je mehr Schritte von Hand Ihr bei der Zubereitung von einem guten Kaffee benötigt, je mehr Spaß macht der anschließende Genuss. Vielleicht ist dies auch ein Grund, warum die French Press bei den Menschen so beliebt ist.

Aus diesem Grund ist es wichtig, auch die Variante der manuellen Zubereitung von Milchschaum mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Bei diesen Geräten wird nicht auf Strom, sondern auf Muskelkraft gesetzt. Doch keine Sorge, eine extra Runde im Fitnessstudio benötigt Ihr nicht.

Die Funktionsweise manueller Milchaufschäumer

Der manuelle Milchaufschäumer ähnelt etwa einer Kombination aus French Press und einer Luftpumpe. Schaut man sich das Gerät an, dann kann man es optisch kaum von einer French Press unterscheiden. In der French Press befindet sich ein Sieb, der nach einer gewissen Ziehzeit des Kaffees nach unten gedrückt wird. Der manuelle Milchaufschäumer funktioniert ähnlich. Nur müsst Ihr hier das Sieb immer wieder auf und ab bewegen, eben wie bei einer Luftpumpe. Durch das Pumpen wird Luft unter die Milch geschlagen. Das Sieb sorgt dafür, dass alles durchgewirbelt wird und am Ende ein schöner Schaum entsteht.

Vorteile? Die liegen ganz klar auf der Hand. Ihr benötigt keinen Strom, noch benötigt Ihr Batterien. Das Ergebnis liegt quasi in Euern Händen. Angst vor Überlastung Eures Armes braucht Ihr nicht zu haben.

Hersteller von manuellen Milchaufschäumern

Eines fällt auf. Sobald ein Hersteller mit einer French Press auf den Markt kommt, ist der manuelle Hersteller des gleichen Herstellers nicht weit. Beispielsweise findet Ihr bei Amazon bekannte Hersteller wie Bodum, Bialetti und Cilio. Ebenfalls bei Amazon ist es ein Bialetti-Milchaufschäumer, der die Bestsellerliste anführt. Der Aufschäumer hat den Namen Tutto Crema. Der Tutto Crema ist zurecht auf der Bestsellerliste ganz oben, denn er bringt viele Vorteile mit:

  • Er besitzt ein Doppelsieb. Das erleichtert das Aufschlagen der Milch und der Schaum wird stabiler.
  • Er hat einen Korpus aus antihaftbeschichtetem Aluminium, sodass die Milch auf dem Herd erhitzt und danach aufgeschäumt werden kann.
  • Der Hersteller bietet den Tutto Crema in zwei Größen an.
  • Der Knauf des Siebs ist groß und dadurch sehr handlich.
  • Der Preis von nur rund 20 Euro ist völlig in Ordnung.

Der manuelle Milchaufschäumer des italienischen Herstellers erleichtert Euch die Arbeit enorm.

Was ist beim Kauf eines manuellen Milchaufschäumers zu beachten?

Vielleicht kommt Ihr jetzt auf die Idee, eine French Press für das Milchaufschäumen zu verwenden. Das könnt Ihr natürlich gerne tun, dennoch ist es nicht wirklich zielführend. Rein äußerlich unterscheiden sich Milchaufschäumer und French Press nicht. Es sind vor allem die Siebe, die den Unterschied machen. Bei der French Press wird Kaffee mittels Sieb heruntergedrückt und ausgesiebt, während das Sieb des Milchaufschäumers für das Aufschlagen von Milch konzipiert wurde.

Das Kaufkriterium für Euch sollte daher das Sieb sein, das sich in dem manuellen Milchaufschäumer befindet. Achtet darauf, ob der manuelle Milchaufschäumer Eurer Wahl zwei Siebe hat. Dadurch ist Euer Milchschaum schneller fertig. Das Sieb im Schäumer ähnelt einem Wagenrad. Je mehr Speichen, desto besser. Ein feinmaschiges Netz sorgt für cremigeren Schaum. Es sorgt nämlich dafür, dass die Luft gleichmäßig in der Milch verteilt wird.

Ansonsten könnt Ihr Euch bezüglich Qualitätsmerkmale an denen für die French Press orientieren, wie folgt:

  • Robuste Gehäuse, temperaturbeständiges Material
  • Hitzeunempfindliche Griffe
  • Stabiler Boden
  • Gut passender Deckel mit tiefem Rand (damit Milch nicht überschwappen kann)
  • Gutes Handling durch komfortablen Knauf
  • Ordentlicher Ausguss
  • Vollständige Zerlegbarkeit zwecks Reinigung

Bei dem manuellen Milchaufschäumer trefft Ihr mit Metall eine gute Wahl. Metall hält die Wärme gut, die Ihr für den perfekten Milchschaum braucht. Der Nachteil gegenüber Glas ist jedoch, dass Ihr das Ergebnis nicht sehen könnt. Während bei anderen Modellen das Kännchen auch mal auf dem Herd Platz finden kann, ist das bei der Tutto Crema von Bialetti nicht möglich.

Falls Ihr Euch für Glas entscheidet, achtet darauf, dass dieses aus stabilem Laborglas besteht. Ein solches Glas darf nämlich in die Mikrowelle. Preislich habt Ihr bei diesem Glas auch einen kleinen Vorteil. Glasmodelle werden zwar von vielen Verbrauchern auf den Herd gesetzt. Zu empfehlen ist es allerdings nicht, außer der Hersteller weist ausdrücklich darauf hin.

Wie lange muss man mit dem manuellen Milchaufschäumer pumpen?

Viele fragen auch, ob es schwer ist, in Handarbeit einen Milchschaum herzustellen. Erst mal muss hier Entwarnung gegeben werden. Der Kraftaufwand ist nämlich nicht sehr hoch. Eigentlich ist es sowieso besser, etwas vorsichtiger vorzugehen. Bezüglich den für den perfekten Milchschaum notwendigen Pumpstößen gibt jeder Hersteller eigene Angaben an. Für den Bialetti Aufschäumer beispielsweise reichen 15 Pumpstöße aus, während Bodum wohl rund 25 Pumpstöße benötigt. Am besten richtet Ihr Euch nach Euerm Augenmaß.

Welche Milchsorten sind für den manuellen Milchaufschäumer geeignet?

Wie zuvor bereits erwähnt, gibt es viele Milchsorten, die Ihr schäumen könnt. Je mehr Fett und Eiweiß enthalten ist, umso besser, also stabiler und cremiger wird Euer Milchschaum. Ihr könnt zum Beispiel H-Milch, Sojamilch oder Hafermilch nehmen. Hauptsache die Milch ist etwas fetthaltig und vor allem warm, bevor Ihr mit dem Aufschäumen beginnt.

Bei den Herstellern unterscheiden sich meist die Empfehlungen. Bei Bodum empfiehlt man eiskalte fettfreie oder fettarme Milch, die im Glasbehälter mit der aufgeschäumten Milch in die Mikrowelle soll. Allerdings wird die Umsetzung sicherlich schwierig. Einmal ergibt fettfreie Milch keinen cremigen Milchschaum, zum anderen schäumt Ihr Euch bei kalter Milch eventuell dann doch noch den Tennisarm. Zudem könnt Ihr Euch sicher vorstellen, dass nachträgliche Hitze dem Milchschaum nicht gut tun wird. Erhitzt die Milch vorher und schäumt danach – Dann klappt es auch mit dem Milchschaum.

Wie viel Milch kann man mit dem manuellen Milchaufschäumer auf einmal schäumen?

Manuelle Milchaufschäumer erhält Ihr in unterschiedlichen Größen. Da gibt es die Mini-Version mit Namen Chambord und einer Füllmenge von 80 ml. Zudem gibt es die größere Variante, die 250 ml Milch verarbeiten kann.

Cilio und Bodum bieten große Milchaufschäumer mit einem Fassungsvermögen von etwa 800 ml. Beim italienischen Hersteller Bialetti wird in Cappuccino-Tassen gerechnet. 500 ml reichen für drei Tassen oder entsprechend 1000 ml für sechs Tassen. Macht Euch vorher Gedanken, welche Größe für Euch passt. Denn ein Milchaufschäumer funktioniert nur optimal, wenn er mindestens zu einem Viertel gefüllt ist. Wird nur Milch eine Tasse Kaffee aufgeschäumt, macht ein großer Schäumer daher keinen Sinn. Umgekehrt gilt, dass der angegebene Maximalwert immer unterschritten bleiben sollte. Denn durch das Pumpen kommt die Milch ordentlich in Bewegung und schwappt dann gern mal über.

Die Bedienung eines manuellen Milchaufschäumers

In der Betriebsanleitung steht häufig nicht alles. Daher hier kurz eine Zusammenfassung, wie der Umgang mit dem Gerät gelingt.

Wie bei jedem anderen Küchengerät auch, so sollten vor der ersten Inbetriebnahme alle Teile gründlich gereinigt werden. Im Anschluss daran ist es ebenso wichtig, alle Teile wieder gründlich abzutrocknen. Denn wie wir nun alle wissen, sind Wasserreste der größte Feind eines Milchschaums.

Im Anschluss macht Ihr Euch erst einmal mit dem Gerät vertraut, das heißt, macht zunächst einige Trockenübungen, bevor Ihr einen richtigen Durchlauf mit Milch startet. Füllt am besten Wasser in den Behälter und schaut zunächst, ob der Schäumer sicher auf der Unterlage steht. Bei Bodum ist im Lieferumfang dafür ein Korkuntersetzer enthalten. Ist alles in Ordnung, dann alle Teile nochmal gut abtrocknen und jetzt kann es auch schon losgehen.

Milch wird entweder bis zur unteren Markierung oder bis maximal zur oberen Markierung eingefüllt. Nun wandert die Milch ohne Deckel auf den Herd oder in die Mikrowelle. Nachdem die Milch auf 60 Grad Celsius erhitzt wurde, wird der Deckel möglichst gerade von aufgesetzt und das Sieb langsam in die Milch gesenkt.

Jetzt folgt das Pumpen, wobei der Deckel gut festgehalten werden muss. Ohne große Kraftanstrengung und in gleichmäßigen Bewegungen werden die Siebe durch die Milch geführt. Wer sich sicher ist, kann die Bewegung auch schneller ausführen, jedoch darf das Sieb nicht aus der Oberfläche heraus auftauchen. Sonst waren alle Bemühungen umsonst, und das Pumpen beginnt von vorne.

Ist ein schöner Schaum entstanden, geht es damit nach dem Schwenken des Kännchens und kurzem Aufklopfen auch schon auf den Kaffee. Vorsicht beim Entnehmen des Deckels, denn hier spritzt die Milch durch den entstandenen Überdruck (während des Pumpens) gerne mal heraus.

Gebrauchsanweisung hin, Gebrauchsanweisung her: Übung macht den Meister. Das werdet Ihr auch bei der Benutzung eines manuellen Milchaufschäumers feststellen.

Die Reinigung eines manuellen Milchaufschäumers

Die manuellen Milchaufschäumer haben den großen Vorteil, dass man sie auseinandernehmen, die Teile in die Spülmaschine stecken kann und daher nicht viel Zeit für die Reinigung braucht. Auch müsst Ihr Euch keine Gedanken machen, wenn Ihr das Gerät unter fließendem Wasser abspült. Denn es gibt keine stromführenden Teile in dem Gerät. Bei den Sieben müsst Ihr etwas aufpassen. Nach dem Abschrauben und Reinigen müssen Sie wieder in der richtigen Reihenfolge aufgeschraubt werden. Tipp: Vorher-Nachher-Foto anfertigen.

Für den manuellen Milchaufschäumer kann eine Empfehlung ausgesprochen werden

Gute manuelle Milchaufschäumer überzeugen durch Stabilität und Langlebigkeit, wenn man sie mit den batteriebetriebenen Schäumern vergleicht. Alles funktioniert hervorragend auch ohne Strom. Hat man den Dreh raus, dann überzeugen auch die Ergebnisse. Preislich gesehen kann man bei den manuellen Schäumern wirklich nichts falsch machen. Erhältlich sind sie für rund 20 bis 30 Euro.

Hier nochmals kurz zusammengefasst die Vor- und Nachteile:

Vorteile:

  • Funktionieren ohne Strom
  • Vorkenntnisse werden nicht benötigt
  • Die Geräte sind robust und zu fairen Preisen erhältlich
  • Cremiger Milchschaum
  • Leichte Reinigung

Nachteile:

  • Milch muss in einem Zwischenschritt erhitzt werden

Milchschaum mit Kaffeevollautomaten zubereiten

Mit vielen Kaffeeautomaten lässt sich ebenfalls Milchschaum zubereiten. Je nach Hersteller, Modell und Preisklasse sind die Funktionsweisen verschieden. Bei einigen Vollautomaten ist der Milchbehälter integriert, bei anderen wiederum gibt es externe Aufschäumer. Mittlerweile funktioniert das Milchaufschäumen mit dem Kaffeevollautomaten einigermaßen gut, wobei es auch Geräte mit guten und weniger guten Ergebnissen gibt.

Hier nun einige Worte zu den drei Typen von Milchaufschäumern für die Zubereitung mit Kaffeevollautomaten.

Vollautomat mit Schaumlanze:

Bei diesen Modellen handelt es sich häufig um die günstigsten Kaffeevollautomaten. Hersteller wie Delonghi und Krups bieten solche Einstiegsgeräte an. Kaffeevollautomaten haben zwar gegenüber Espressomaschinen weniger Power, allerdings sind sie schneller einsatzbereit. Eine Empfehlung kann schon mal für einen günstigen Vollautomaten ausgesprochen werden, und zwar den Delonghi Ecam 21.110. Hier stimmen Preis und Leistung.

Vollautomat mit Cappuccinatore:

Bei einem Cappuccinatore handelt es sich um die Vorstufe zu einem vollautomatischen System zur Milchschaumzubereitung. Den Cappuccinatore schließt man direkt an einen eventuell vorhandenen Milchbehälter oder an eine Milchpackung an. Der Bezug für den Milchschaum funktioniert automatisch. Allerdings müsst Ihr die Tasse nach dem Bezug des Kaffees umstellen. Das wiederum bedeutet, dass Ihr kein komplettes Getränk auf Knopfdruck zubereiten könnt.

Die Preise für diese Geräte mit Cappuccinatore ähneln denen von Vollautomaten mit automatischem Milchschaumsystem. Aus diesem Grund würde sich eher ein Kauf eines solchen Vollautomaten lohnen. Getestet wurde die Jura Impressa c60. Das Gerät ist mit einem Cappuccinatore ausgestattet. Im Test jedoch schnitt das Gerät eher schlecht ab.

Vollautomat mit automatischen Milchschaumsystem:

Eigentlich verdienen nur diese Geräte die Bezeichnung Kaffeevollautomat. Denn nur sie machen alles voll automatisch auf Knopfdruck. Von diesen Geräten gibt es einige gute, die auch in Tests gut abschnitten. Der Miele CM 6350 zum Beispiel ging als Testsieger hervor, hat aber auch entsprechend seinen Preis. Viele andere Hersteller jedoch bieten günstigere und gute Modelle an. Wer auf der Suche nach einem günstigen und dennoch guten Vollautomaten ist, wird von Melitta überrascht sein. Bezüglich Milchschaumzubereitung hat die Melitta CaffeoCI ein gutes Testurteil bekommen.

Philips hat den günstigsten Kaffeevollautomaten mit vollautomatischen Milchschaumsystem im Sortiment. Das Modell Philips HD8829 überzeugte im Test und ist eines der günstigen Geräte. Das einzig störende war die Lautstärke, die das Gerät beim Milchschaumbezug von sich gibt.

Es gibt viele Wege, Milchschaum herzustellen – Die Ergebnisse

Jeder hat so seine Vorlieben und kann sich entscheiden, ob er den Milchschaum lieber automatisch, elektrisch oder per Hand zubereiten möchte. Es kommt wie beim Kaffee auf die Ziele an, das Budget und vor allem auch den Platz in der Küche. Jede dieser Zubereitungsarten hat seine Vor- und Nachteile.

Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung:

Automatische Milchaufschäumer:

Ihr habt etwas Platz in der Küche hat, jedoch wenig Zeit. Der Milchschaum soll fix und ohne viel Aufwand zubereitet werden. Es handelt sich bei Euch um einen 3-Personen-Haushalt. -> Empfehlung: Severin SM3582

Batteriebetriebene Milchaufschäumer:

Ihr habt wenig Platz in der Küche. Milchschaum wird nur für 1 Person zubereitet. Milch auf dem Herd zu erhitzen, stellt kein Problem dar. Batterien sollten immer parat liegen. -> Empfehlung: ScanPart Milchaufschäumer

Manuelle Milchaufschäumer:

Ihr bevorzugt, alles von Kaffee bis Milchschaum per Hand zuzubereiten? -> Empfehlung: Bodum Milchaufschäumer

Viel Spaß und Erfolg beim Zubereiten eines herrlich cremigen Milchschaums.

 

Milchaufschäumer Test
5 (100%) 6 votes

Letzte Aktualisierung am 15.10.2018 um 21:26 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


Ähnliche Beiträge