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Cafe Americano

Der Cafe Americano wird nicht nur von Amerikanern gerne getrunken. Für jeden der den Geschmack eines Espressos schätzt und besonders seine magenschonende Art, die Intensität aber als zu stark empfindet ist die abgeschwächte Form zu empfehlen.

Mysteriöse Herkunft des Cafe Americano

Eine nicht bewiesene, aber weit verbreitete Erklärung für die Herkunft des Cafe Americano stammt aus dem 2. Weltkrieg. Die in Italien stationierten amerikanischen Soldaten konnten sich schnell für die vorherrschende Kaffeekultur begeistern. Lediglich der Espresso war den G.I.’s zu stark, denn sie waren an die deutlich schlechtere Qualität aus den USA gewöhnt. Kurzerhand setzten Cafés und Bars den Cafe Americano auf ihre Karte: Ein Espresso in großer Tasse und mit Wasser gestreckt. Kurioserweise lässt Somerset Maugham bereits während des 1. Weltkriegs seine Romanfigur einen Americano bestellen. Was genau er damit meinte, bleibt jedoch offen.

Cafe Americano: Von der Bohne bis zum Pulver

Das Besondere durch den Zusatz von Wasser beim Cafe Americano ist eine weniger intensive Stärke, der Geschmack bleibt jedoch erhalten. Auch der Säure- und Koffeingehalt ist gleich dem Espresso und damit genau so magenschonend. Die Geschmacksnote ist stark abhängig von der verwendeten Bohne. Die meisten Varianten zeichnen sich durch ein rauchiges bis fruchtiges Aroma aus und enthalten keine Kalorien.

Für den Cafe Americano wird neben Wasser ausschließlich fein gemahlener Espresso benötigt. Er besteht aus verschiedenen Sorten (Blend) Arabica-Bohnen und einem kleinen Teil Robusta, der für die Crema sorgt. Je nach persönlichen Vorlieben kann auch eine einzige Sorte verwendet werden (Single Origin). Das Besondere an der Verarbeitung der Bohnen ist eine sehr intensive Röstung. Idealerweise werden sie 2-3 Wochen später verwendet. Um guten Espresso selbst herzustellen, lohnt sich die Investition in eine gute Espressomühle. Entscheidend für einen guten Geschmack ist der Mahlgrad des Pulvers: gleichmäßig und fein sollte er sein.

Vor dem Kochen ist es wichtig, den Siebträger gründlich zu reinigen und komplett zu trocknen. Denn im Kaffee befinden sich Öle, die von Wassertropfen abgestoßen werden. Beim Brühen fließt das Wasser dann in Kanälen am Kaffee vorbei. Auch eine ungleichmäßige Verteilung innerhalb des Siebträgers kann dazu führen. Überschüssiges Pulver einfach mit dem Finger abstreichen. Mit dem so genannten Tamper wird die Oberfläche besonders glatt.

Achten Sie auf die 5 M:

  • Mischung und Bohnenwahl
  • Menge an Pulver
  • Mahlgrad
  • Maschine
  • Mensch

Zutaten Cafe Americano:

  • 7 g feingemahlenes Espresso-Pulver
  • ca. 50 ml Wasser

Zubereitung  Cafe Americano:

25 ml Wasser erhitzen aber nicht kochen, die optimale Brühtemperatur liegt bei 92°. Mit der klassischen Siebträgermaschine wird der Kaffee bei idealen 9 Bar extrahiert, in eine große Tasse füllen. Dann das übrige Heißwasser im Verhältnis 1:1 hinzugeben bzw. nach persönlichem Belieben. Es eignen sich auch mehrere Shots. Beim doppelten Espresso beträgt die Wassermenge ca. 55-60 ml. Um Blasen zu vermeiden und die Crema zu erhalten, behutsam in den Espresso gießen. Gefiltertes Wasser sorgt für ein besseres Geschmackserlebnis!

Durch Kaffevollautomaten läuft das Wasser häufig zu lange oder kurz, optimal sind 25 Sekunden. Sie erzielen ein besseres Ergebnis mit Espresso, bei dem selbst mit Heißwasser aufgefüllt wird.

Variationen des Cafe Americano

Für den Long Black: Zuerst Heißwasser in die Tasse geben und anschließend den Espresso, so bleibt die Crema erhalten. Ohne Umrühren könnten die letzten Schlücke allerdings wässrig schmecken. Diese Variante wird besonders gerne in Australien und Neuseeland getrunken.

Eine andere Verwendung findet das zusätzliche Wasser beim Kaffee Lungo: Hier wird bereits beim Brühen die doppelte Wassermenge eingesetzt, der Kaffee ist dadurch stärker.

Der Iced Cafe Americano: Auch in der gekühlten Variante schmeckt der Cafe Americano. Dazu einfach den Espresso auf Eiswürfel geben und mit kaltem Wasser nachgießen. Bei Bedarf noch etwas warten, bis das Eis die Temperatur weiter verringert.

Um einen Espresso Tonic zu mixen, werden 15 ml Tonic Water, ein Espresso Shot und etwas Eis benötigt. Für mehr Abwechslung können zusätzlich Rum, Sahne oder Tamarinde sorgen!

Cafe Americano
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