
Flair Espresso Maker Test
Der Flair Espresso Maker ist eine Hebelpresse für Espresso ganz ohne Strom: Du füllst heißes Wasser ein und drückst es mit Muskelkraft durch den Kaffee. Ich habe den Flair im Mai 2018 zusammen mit mehreren Testpersonen ausgepackt, aufgebaut, Espresso damit gemacht und wieder abgebaut – mit einem guten Ergebnis in der Tasse, aber viel Fummelarbeit davor und danach. Hier liest Du alle Erfahrungen aus diesem Test, was sich am Flair seitdem geändert hat und welche Alternativen es gibt. – Norbert Loose
Kurzfazit: Flair Espresso Maker im Test
- Testzeitraum: Mai 2018 (Datum der Testfotos), mehrere Testpersonen, Anzahl nicht dokumentiert. Getestet wurde das damalige Flair-Grundmodell.
- Ergebnis in der Tasse: Dunkler, duftender Espresso mit leichter Crema – geschmacklich hat er uns sehr gut gefallen.
- Aufwand: Der erste Aufbau dauerte 27 bis 34 Minuten, der erste Espresso war 5 bis 8 Minuten später fertig. Abbau und Spülen kosteten noch einmal rund 10 Minuten plus Trockenzeit.
- Für wen: Für Espresso-Fans, die das Zubereiten zelebrieren möchten, und als besonderes Geschenk. Nicht für den schnellen Espresso am Morgen und nicht für mehr als ein, zwei Tassen.
- Heute: Flair verkauft inzwischen weiterentwickelte Modelle (Classic, 2GO, 49 PRO, 58 Plus 2). Der aktuelle Flair Classic hat ein Manometer im Lieferumfang. Ein geprüftes Flair-Angebot habe ich hier noch nicht hinterlegt – Alternativen findest Du unten.
Flair Espresso Maker auf einen Blick: Stärken und Schwächen
Das hat mir gefallen
- Sehr guter Espresso mit leichter Crema, wenn Bohne und Mahlgrad passen
- Hochwertige Verarbeitung aus Stahl, wertige Optik
- Stabiler Hebel mit sauber geführter Bewegung
- Ohne Strom – Wasser kochen und Kaffee mahlen reicht
- Schöner Aufbewahrungskoffer mit Schaumstoff-Einlage
Das hat mich gestört
- Aufwendiger Aufbau mit vielen Einzelteilen
- Kolben (Piston) lässt sich nur mit Fingerverrenkungen einsetzen
- Vorwärmen des Brühzylinders im Waschbecken: umständlich, Verbrühungsgefahr
- Zwei Füllmarkierungen ohne Erklärung
- Anleitung nur auf Englisch, nicht wasserfest
- Mühle und Wasserkocher brauchst Du zusätzlich
- Zu schwer für das Fluggepäck
Auspacken: Der Flair Espresso Maker kommt im Koffer
Der Flair Espresso Maker kommt in einem schwarzen Softshell-Koffer mit strukturierter Stoffoberfläche und flexiblem Griff. Der Griff ist zusätzlich mit einer weichen Kunststoffauflage verstärkt und liegt sehr gut in der Hand. Der rot abgesetzte Reißverschluss läuft leicht und wirkt langlebig. Alles macht einen wertigen Eindruck.

Der Koffer mit Maschine ist erstaunlich schwer – er erinnert an ein Boule-Set. Das lässt auf hochwertig verarbeitetes Material schließen, was sich nach dem Öffnen bestätigt. Durch den Koffer steigt die Vorfreude, das erste Öffnen wird zu einem kleinen Ereignis. Alles liegt gut sortiert und hat seinen Platz, der Koffer ist mit passendem Schaumstoff ausgekleidet. Hier kannst Du die Maschine jederzeit wieder ordentlich verstauen. Da hat jemand mitgedacht – Kompliment!
Im Koffer lagen bei meinem Testgerät:
- Basisteil und Oberteil mit Drückhebel
- Brühkopf (mehrteilig: Unterteil mit Sieb, Brühzylinder, Kolben/Piston)
- Kunststofftrichter und Kunststofftamper
- Kunststoffplatte (als Tassenablage)
- Kaffeestempel bzw. Tamper aus Stahl
Optisch wirkt die Presse mit silbernem und bronzefarbenem Stahl sowie etwas schwarzem und rotem Kunststoff sehr wertig.

Was Du zusätzlich brauchst
Der Flair Espresso Maker deckt nur die Hälfte der Espresso-Zubereitung ab. Du musst vorher Wasser kochen und den Kaffee mahlen – oder fertiges Kaffeepulver verwenden. Das haben wir im Test deutlich als Nachteil empfunden. Für guten Espresso brauchst Du also zusätzlich eine Kaffeemühle, die sehr fein mahlt, und einen Wasserkocher. Wenn Du nur Espresso trinkst, muss die Mühle nicht für viele Zubereitungsarten verstellbar sein – aber fein und gleichmäßig für Espresso mahlen.
Verwechsle den Flair nicht mit einem Espressokocher, den Du einfach auf den Herd stellst. Durch den Druck beim Pressen entsteht beim Flair eine schöne Crema, das schafft eine Herdkanne in dieser Form nicht. Dafür kostet ein Espressokocher deutlich weniger.
Die Bedienungsanleitung war gut bebildert und aus fester Pappe. Sie war aber weder laminiert noch wasserfest – schade, denn bei den vielen Teilen brauchst Du sie anfangs häufig, und zwar direkt neben heißem Wasser. Außerdem gab es sie nur auf Englisch, und zur Wahl der Kaffeebohnen und zum Mahlgrad stand viel zu wenig darin.
Der Zusammenbau des Flair Espresso Maker
Dann muss die Presse zusammengebaut werden – trotz der guten Anleitung gelinde gesagt eine Herausforderung. Ich habe den Aufbau zweimal von verschiedenen Testpersonen, Männern wie Frauen, vornehmen lassen und hörte bei allen leises Fluchen.

Der Drückbügel wird in das Basisteil gesteckt, beides ist schwer. Wo die Kunststoffplatte hingehört, erklärt die Anleitung nicht wirklich – dass darauf die Tasse beim Brühen steht, merkst Du erst später. So lief der Aufbau bei uns ab:
- Den Brühkopf auseinandernehmen und den Kunststofftrichter über das Unterteil stülpen – das klappt einfach.
- Den gemahlenen Kaffee mit einem Teelöffel einfüllen (ohne Verschütten möglich) und mit dem Tamper festdrücken.
- Das befüllte Unterteil in die bronzefarbene Aufnahme der Presse stecken und den Filter aufsetzen.
- Den Brühzylinder (Mittelteil) im Waschbecken mit kochendem Wasser vorwärmen.
- Den vorgewärmten Zylinder auf das Unterteil drücken, das schon in der Presse steckt – recht schwergängig, eigentlich bräuchtest Du eine dritte Hand.
- Kochendes Wasser bis zur Markierung einfüllen.
- Den Kolben (Piston) einsetzen und den Hebel langsam herunterdrücken.
Das funktioniert alles, aber es sind viele Teile und viele Schritte, die Du erst verstehen und verinnerlichen musst. Richtig sicher saß der Ablauf bei unseren Testpersonen erst nach dem fünften Aufbau.
Besonders das Vorwärmen hat uns nicht gefallen: Es ist umständlich, wegen des heißen Wassers und des aufsteigenden Dampfes besteht Verbrühungsgefahr, und es verbraucht zusätzliches Wasser. Außerdem stand vorher nicht in der Anleitung, dass Du neben dem Brühwasser noch kochendes Wasser zum Vorwärmen brauchst – im schlimmsten Fall hast Du zu wenig gekocht und fängst von vorn an. Mein Tipp: Erst Wasser kochen, wenn die Presse komplett aufgebaut und der Kaffee gemahlen ist, und gleich genug für Vorwärmen und Brühen.
Im Brühzylinder sind zwei Markierungen, und es war nicht klar, welche gilt. Wir haben uns für die untere entschieden – sicher ist sicher.
Du musst nur den Nippel durch die Lasche ziehen
Dann kam ein echter Loriot-Moment: Der Kolben (Piston) muss oben in den Zylinder. Da aber beide Unterteile des Brühkopfs schon in der Presse stecken und der Drückhebel direkt darüber sitzt, kannst Du den Kolben kaum gerade aufsetzen – und das heiße Wasser ist ja schon eingefüllt. Der Kolben muss also schräg und mit Fingerverrenkungen eingeführt werden, am heißen Gerät und mit viel Fingerspitzengefühl. Schweiß und Stress inklusive! Erst dann passt alles unter den Hebel und Du kannst drücken.
Achtung: Drück langsam und mit Gefühl – sonst spritzt es, und zwar heiß. Beim Drücken selbst war die Presse stabil und sicher, der Hebel lässt sich gut bewegen und wird sauber geführt.

Das Ergebnis: der Espresso aus dem Flair Espresso Maker
Der Espresso sah sehr gut aus: dunkle Farbe, leichte Crema, verführerischer Duft – so, wie ein Espresso aussehen sollte. Wenn Du den Ablauf beherrschst und die Fummelarbeit zügiger erledigst, bleibt auch die Temperatur in Ordnung, der Espresso ist dann heiß genug.
Der Geschmack hängt natürlich von Kaffeebohne und Mahlung ab. Mit den von uns verwendeten Kolumbien-Bohnen von Vee’s Kaffee und der Röstung eines lokalen Anbieters (Jo Coffee) hat uns der Espresso sehr gut geschmeckt – ein echter Genuss und eine Entschädigung für die Mühe. Die damals im Beitrag verlinkte Vee-Sorte (Kolumbien, entkoffeiniert) gibt es weiterhin beim Röster:
Vee's Kaffee Kolumbien entkoffeiniert
„Milder Hochlandkaffee“, Bohnen 500 g
Unsere Einschätzung anhand der Produktdaten Entkoffeinierter Kolumbien-Kaffee eines kleinen Röster-Versands, laut Röster kräftig und samtig, für Filter wie Espresso. Die Produktdaten sind dünn, deshalb ist die Bewertung offen. Nicht selbst verkostet.
Stärken laut Produktdaten
- Entkoffeiniert, Herkunft Kolumbien
- Profil laut Röster: Fülle, Säure und Aroma je 4/5
- Verkauf direkt durch den Röster
Zu beachten
- Rund 38 € je Kilo; keine Angaben zu Bohnenart, Röstgrad und Entkoffeinierungsverfahren
Erhältlich bei
* Affiliate-Links / Anzeige. Preise inkl. MwSt.; Amazon-Preis vom 01.11.2026, 13:08 Uhr, kann sich seitdem geändert haben.
Technische Daten
- Packung
- 500 g ganze Bohnen
- Herkunft
- Kolumbien
- Koffein
- entkoffeiniert (Verfahren nicht angegeben)
- Profil
- Fülle 4/5, Säure 4/5, Aroma 4/5 (Röster)
- Grundpreis
- 38,00 €/kg (Amazon, 17.10.2026)
- EAN
- 4260338292102
Ausstattung
- Entkoffeiniert
- Kein Bio- oder Sozialsiegel angegeben
| Messgröße im Test (Mai 2018) | Ergebnis |
|---|---|
| Erster Aufbau | 27 bis 34 Minuten (je nach Testperson) |
| Bis zum ersten Espresso | weitere 5 bis 8 Minuten |
| Abbauen und Spülen | rund 10 Minuten, zusätzlich Abkühl- und Trockenzeit |
| Routine im Aufbau | nach etwa fünf Durchgängen |
Zeiten gestoppt mit unseren Testpersonen beim ersten Aufbau; Anzahl der Testpersonen nicht dokumentiert.
Leider auch wieder auseinanderbauen
Danach muss alles wieder auseinander. Das ging schneller als der Aufbau, aber Du musst Abkühlzeit einplanen – autsch! Das Abspülen geht schnell von der Hand. Da es aber gewissenhaft sein muss und viele Teile betrifft, solltest Du rund 10 Minuten einplanen, dazu kommt das Abtrocknen bzw. Abtropfen.
Trotz Zeichnung fiel es uns schwer, den Koffer wieder richtig einzuräumen. Er war danach etwas „kreativer“ gepackt als vorher – aber es passte alles wieder hinein.
Technische Daten: Flair Classic (aktuelles Modell)
Das von mir 2018 getestete Gerät war das damalige Flair-Grundmodell. Flair hat die Presse seitdem weiterentwickelt; das heutige Einstiegsmodell heißt Flair Classic. Die folgenden Angaben stammen vom Hersteller – ich habe den Classic nicht selbst getestet.
| Merkmal | Flair Classic (Herstellerangabe) |
|---|---|
| Prinzip | Hebelpresse ohne Strom, heißes Wasser wird separat erhitzt |
| Druck | bis etwa 9 bar per Hebel; Manometer im Lieferumfang |
| Wasser / Ausbeute | 60 ml Wasser, bis etwa 40 ml Espresso |
| Kaffeemenge | 12 bis 18 g |
| Siebträger | 40 mm, bodenloser 2-in-1-Siebträger und Flow-Control-Siebträger |
| Material | Ständer aus Aluminiumguss, Brühkopf und Dispersionssieb aus Edelstahl |
| Maße (aufgebaut) | ca. 32 × 16 × 25 cm (12,5 × 6,25 × 10 Zoll) |
| Gewicht | ca. 2,3 kg (5 lb) |
| Zubehör | Dosierbecher/Tamper, Trichter, Abtropfschale, Anleitung |
| Preis beim Hersteller | 159 US-Dollar (Oktober 2026, flairespresso.com) |
Quelle: Produktseite Flair Classic auf flairespresso.com, abgerufen am 17.10.2026. Preise in Deutschland weichen ab.
Neben dem Classic bietet Flair heute die kompakte Reisevariante Flair 2GO sowie die größeren Modelle Flair 49 PRO und Flair 58 Plus 2 an. Gerade das Vorwärmen, das mich 2018 gestört hat, geht Flair bei den größeren Modellen anders an: Das 58 Plus 2 hat laut Hersteller eine eigene Vorwärm-Steuerung. Getestet habe ich diese Modelle nicht.
Alltag, Reinigung und Reise: Wie praxistauglich ist der Flair?
Das Design ist ausgefallen und hochwertig. Deshalb ist das Gerät aber auch schwer und für Flugreisen wenig geeignet – Mehrgepäck kostet schnell extra. Größe und Koffer lassen an eine Reisemaschine denken, das Gewicht spricht dagegen. Außerdem fehlen unterwegs Wasserkocher und Mahlwerk. Für Reisen mit Zug oder Auto ist das alles kein Problem.
- Zeitbedarf: Für eine Tasse planst Du mit Routine Aufbau, Vorwärmen, Brühen und Spülen ein – deutlich mehr als bei einer Siebträgermaschine oder einem Kaffeevollautomaten.
- Mehrere Tassen: Mehr als ein, zwei Tassen hintereinander waren laut Originalzitat meines Testteams „eine Strafe“.
- Reinigung: Alle Teile einzeln spülen und trocknen – kein Hexenwerk, aber gewissenhaft.
- Milch: Einen Milchaufschäumer hat der Flair nicht. Für Cappuccino brauchst Du zusätzlich einen Milchaufschäumer.
- Wasser: Kochendes Wasser aus dem Wasserkocher oder einem Wasserkessel mit Thermometer.
Für wen eignet sich der Flair Espresso Maker – und für wen nicht?
Passt zu Dir, wenn …
- Du das Espressomachen zelebrieren und vorführen möchtest
- Du Freude an Technik und Handarbeit hast
- Du ohne Strom bzw. ohne Maschine in der Küche auskommen willst
- Du ein besonderes Geschenk für einen Espresso-Liebhaber suchst
Passt eher nicht, wenn …
- Du morgens schnell einen Espresso willst
- Du regelmäßig mehrere Tassen machst
- Du keine Espressomühle hast und nicht kaufen möchtest
- Du viel mit dem Flugzeug reist
Mein Fazit von damals gilt weiter: eine angemessen teure Spielerei, bei der wir nicht so genau wussten, wer die Zielgruppe ist. Als Geschenk sehe ich aber große Chancen. Wenn Du einen echten Espresso-Liebhaber in der Familie hast und ihm etwas Gutes tun willst, ist der Flair ein schönes Geschenk zum Geburtstag, Jubiläum oder Hochzeitstag.
Alternativen zum Flair Espresso Maker
Der Flair gehört zu den Handhebel-Geräten. Einen Überblick über klassische Handhebel-Espressomaschinen wie La Pavoni und die verschiedenen Bauarten findest Du in meinem Ratgeber Handhebel-Espressomaschine. Je nachdem, was Dich am Flair reizt, passen diese Alternativen:
| Alternative | Warum | KVB-Bewertung |
|---|---|---|
| Gaggia Classic E24 Inox (RI9481/11) | Elektrischer Siebträger mit Dampflanze – mehr Komfort, auch für mehrere Tassen | KVB-Ausstattungs-Score: Bewertung noch offen |
| Bialetti Brikka Induction 4 | Günstige Herdkanne mit Crema-Ventil, kein echter Espresso-Druck | KVB-Ausstattungs-Score: Bewertung noch offen |
KVB-Bewertung anhand der Herstellerangaben (Ausstattungs-Score), nicht selbst getestet. Methodik: Kaffee-Score-Bewertung.
Mehr Komfort: Gaggia Classic E24 Inox
Wenn Dir der Flair-Espresso gefällt, Dir der Aufbau aber zu aufwendig ist, ist ein klassischer Einkreiser-Siebträger der logische Schritt. Die Gaggia Classic E24 heizt das Wasser selbst, hat einen 58-mm-Siebträger und eine Dampflanze für Milchschaum. Mehr Modelle und den Modellberater findest Du im Siebträger-Vergleich.

Gaggia Classic E24 Inox
RI9481/11
Unsere Einschätzung anhand der Produktdaten Klassischer Einkreiser mit Messingkessel und -brühgruppe, 2,1-l-Tank und manueller Präinfusion. Nicht selbst getestet – eingeordnet anhand der Gaggia-Unterlagen.
Stärken laut Produktdaten
- Brühgruppe und Kessel aus bleifreiem Messing, Edelstahlgehäuse
- 2,1-l-Tank, von vorne entnehmbar
- Profi-Dampflanze aus Edelstahl mit Zweilochdüse
- Nur 23 cm breit, Abschaltung nach 20 Minuten
Zu beachten
- Keine Temperatureinstellung, kein Display und kein Reinigungsprogramm laut Unterlagen; Siebträger-Durchmesser nicht angegeben
Erhältlich bei
* Affiliate-Links / Anzeige. Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versand.
Technische Daten
- Modellbezeichnung
- Gaggia Classic E24 Inox (gebürsteter Edelstahl)
- Typ
- RI9481/11
- OTTO-Artikelnummer
- S06BJ0KC
- OTTO-Artikelnummer (Händler)
- S06BJ0KC
- Maße (B × H × T)
- 23 × 38 × 24 cm
- Gewicht
- 8,1 kg
- Wassertank
- 2,1 l, von vorne entnehmbar
- Kessel
- Messing (bleifrei), Volumen nicht angegeben
- Pumpendruck
- 15 bar
- Leistung
- 1.200 W (230 V)
- Aufheizen
- „einige Minuten“ bis Bereitschaftsleuchte (Anleitung)
Ausstattung
- Profi-Dampflanze aus Edelstahl, Zweilochdüse, abschraubbar
- Heißwasser über die Dampflanze
- Manuelle Präinfusion
- Drei Siebe (Crema-Perfetta, traditionelles Einzel- und Doppelsieb), Tamper, Messlöffel
- Entkalkung manuell nach Anleitung (alle 2 Monate empfohlen), Wasserfilter kompatibel
- Automatische Abschaltung nach 20 Minuten
- Tassenwärmer für 5 Tassen
Getränkevielfalt
- Espresso (1 oder 2 Tassen)
- Milchschaum über die Dampflanze
- Heißwasser
Für unterwegs: Handpresso Pump
Wer den Flair vor allem als Reisemaschine sieht, ist mit einer kleinen tragbaren Espressomaschine besser bedient. Die Handpresso Pump baut den Druck mit einer Pumpe auf und wiegt nur einen Bruchteil. Meine Einschätzung steht im Beitrag zur Handpresso Pump; weitere Geräte sind die Staresso und die Wacaco Minipresso. Tipps für unterwegs findest Du unter Kaffee auf Reisen zubereiten.
Günstig und einfach: Herdkanne mit Crema-Ventil
Die Bialetti Brikka kostet nur einen Bruchteil und braucht keinen Aufbau. Einen Espresso wie aus der Hebelpresse bekommst Du damit nicht, aber einen kräftigen Kaffee mit etwas Schaum. Mehr dazu im Espressokocher-Vergleich.
Bialetti Brikka Induction
Espressokocher 4 Tassen (170 ml), silber (7317)
Unsere Einschätzung anhand der Produktdaten Die Brikka mit Crema-Prinzip in einer Induktionsversion: Zweischicht-Kessel für alle Herdarten, laut Bialetti „Espresso wie an der Bar“. Nicht in einem dokumentierten Praxistest geprüft.
Stärken laut Produktdaten
- 4 Tassen (170 ml Kaffee mit Crema)
- Für alle Herdarten inklusive Induktion
- Patentiertes Sicherheitsventil, Soft-Touch-Griff
Zu beachten
- Nur von Hand mit Wasser reinigen; Kesselmaterial nicht angegeben
Erhältlich bei
* Affiliate-Links / Anzeige. Preise inkl. MwSt.; Amazon-Preis vom 01.11.2026, 12:47 Uhr, kann sich seitdem geändert haben.
Technische Daten
- Modell
- 7317 (silber)
- EAN
- 8006363035996
- Füllmenge
- 4 Tassen (170 ml)
- Herdarten
- alle, auch Induktion
- Reinigung
- nur mit Wasser, nicht in die Spülmaschine
Ausstattung
- Zweischicht-Kessel für Induktion
- Sicherheitsventil mit herausnehmbarem Kolben
Kaufberatung: Mühle, Wasser und das passende Flair-Modell
Ohne gute Mühle bringt Dir der Flair wenig. Die Graef CM 800 habe ich 2018 selbst getestet (zum Testbericht); laut Hersteller reicht ihr Mahlgrad-Bereich bis Espresso. Alternativen vergleiche ich im Espressomühlen-Vergleich; eine Handmühle für unterwegs findest Du unter manuelle Kaffeemühlen.

Graef CM 800
CM800 (CM800EU), Silber
Meine Einschätzung Solide Einstiegsmühle mit 40 Mahlgraden und Siebträger-Automatik. Die feinste Stufe war mir für Espresso zu fein, nach dem Mahlen bleibt etwas Kaffeemehl in der Mühle.
Das hat mich im Test überzeugt
- Sehr gutes, homogenes Mahlergebnis (Testbericht)
- 40 Mahlgrade plus Feinjustierung am oberen Mahlwerk
- Autofunktion: mahlt direkt in den Siebträger, solange Du ihn andrückst
- Klein und handlich, Ersatzteile problemlos erhältlich
Das hat mich gestört
- Feinste Stufe mahlt zu fein (Pulver klumpt); Kaffeemehl bleibt zurück – hilft nur Schütteln und Klopfen; gründliche Reinigung etwas aufwendig
Technische Daten
- Maße (L × B × H)
- 23,0 × 13,5 × 39,7 cm (Graef)
- Gewicht
- 2,58 kg netto (Graef-Produktseite; Vergleichstabelle 2,63 kg)
- Mahlwerk
- Kegelmahlwerk aus Edelstahl, oberes Mahlwerk herausnehmbar
- Mahlgrade
- 40 plus Feinjustierung
- Bohnenbehälter
- 350 g, mit Schiebeverschluss
- Leistung
- 128 W
- Gehäuse
- Aluminium, silber lackiert
- Drehzahl
- ca. 800–900 U/min (Graef-Artikeltext bei Amazon)
Ausstattung
- Siebträger-Automatik über Kontaktschalter, Dauermahlfunktion per Schalter
- 2 Siebträgerhalter (klein und groß), Kaffeemehlbehälter für bis zu 12 Tassen
- Antistatik-Einsatz, 5-teiliges Aluminium-Schaufelrad
- Kein Timer, keine Mengenspeicher
Für das heiße Wasser reicht ein Wasserkocher. Mit einem Schwanenhals-Kessel samt Thermometer kannst Du genauer und ruhiger einfüllen – praktisch beim Vorwärmen und beim Befüllen des schmalen Zylinders.
Coffee Gator Schwanenhals-Kessel
Mit Thermometer, 1,2 l, Edelstahl 304
Eigener KVB-Ausstattungs-Score nach Herstellerdaten – keine Stiftung-Warentest-Note und kein eigener Praxistest. Höchstens 100 Punkte, nicht direkt mit einem KVB-Praxistest-Score vergleichbar.
Stark: Thermometer und Schwanenhals; Edelstahl 304, alle HerdartenSchwächer: Griffmaterial nicht angegeben; Marktplatzangebot
Detailbewertung ansehen
KVB-Ausstattungs-Score: Bewertet ein Produkt, das ich nicht selbst getestet habe, ausschließlich nach Herstellerangaben: Alltagstauglichkeit, Einstellungen und Ausstattung, Zuverlässigkeit und Wartbarkeit sowie Preis-Leistung. Über Geschmack, Milchschaum oder Haltbarkeit sagt er nichts aus. Beide Score-Arten erreichen höchstens 100 Punkte, beruhen aber auf unterschiedlichen Grundlagen und sind deshalb nicht direkt miteinander vergleichbar.
- Volumen, Ausguss und Bedienung18,8/25
- Herdarten und Boden9,0/15
- Material (60 % belegt)15,0/15
- Preis-Leistung in der Preisklasse11,1/15
Ohne Beleg – nicht gewertet
Griffmaterial
Preisklasse: Mittelklasse (25 bis 49,99 €). Komfortfunktionen werden an der Erwartung dieser Klasse gemessen. Preis-Leistung: Leistung 77,7 % → 9,1 Punkte, Preis 34,99 € (Amazon (Verkauf Inversal, Marktplatz), Neuware, 17.10.2026) im mittleren Drittel der Klasse → +2. Ausstattungs-Score: ohne Kaffeequalität (kein eigener Test), Kriterien B–E auf 100 umgerechnet; Geschmack, Lautstärke und Haltbarkeit fließen nicht ein. Testnoten Dritter werden nicht übernommen. Methodik 1.2, Stand 10/2026. Unabhängig von Affiliate-Provisionen vergeben.
Quellen: Amazon-Artikeldaten B01E2O21NS (Creators API, 17.10.2026)
So entstehen Praxistest- und Ausstattungs-ScoreUnsere Einschätzung anhand der Produktdaten Schwanenhals-Kessel mit Thermometer im Deckel – praktisch, wenn Du Filterkaffee bei 92 bis 96 °C oder Grüntee kühler aufgießt. Bewertet anhand der Anbieterangaben, nicht selbst getestet.
Stärken laut Produktdaten
- Thermometer zeigt laut Anbieter 71 bis 100 °C
- Edelstahl 304, laut Anbieter für alle Herdarten inklusive Induktion
- Reinigung und Entkalken beschrieben
Zu beachten
- Marktplatzangebot; Griffmaterial und Bodenaufbau nicht angegeben
Erhältlich bei
* Affiliate-Links / Anzeige. Preise inkl. MwSt.; Amazon-Preis vom 01.11.2026, 14:07 Uhr, kann sich seitdem geändert haben.
Technische Daten
- Volumen
- 1,2 l
- Ausguss
- Schwanenhals
- Thermometer
- 71–100 °C (Anbieterangabe)
- Herdarten
- Gas, Elektro, Strahlung, Halogen, Induktion
- Material
- Edelstahl 304, BPA-freie Materialien
- EAN
- 0643131782430
Ausstattung
- Thermometer im Deckel
- Schwanenhals-Ausguss
- Induktionsgeeignet
- Modell: Für den Einstieg reicht der Flair Classic. Achte darauf, ob das Manometer und der Koffer im Angebot enthalten sind – Händler bieten teils unterschiedliche Sets an.
- Reisen: Für Rucksack und Handgepäck ist der kleinere Flair 2GO gedacht; der Classic ist mit rund 2,3 kg recht schwer.
- Händler: Kaufe Neuware mit eindeutiger Modellbezeichnung. Ältere Restposten und Sets ohne Manometer werden oft unter ähnlichen Namen angeboten.
- Zubehör: Ein feiner Tamper und eine kleine Waage machen die Ergebnisse gleichmäßiger – mehr dazu unter Tamper und Kaffeewaagen.
Mein Fazit zum Flair Espresso Maker
Der Flair Espresso Maker hat mich mit seiner Verarbeitung und dem Espresso in der Tasse überzeugt. Der Weg dorthin war im Test aber lang: 27 bis 34 Minuten für den ersten Aufbau, ein fummeliger Kolben, Vorwärmen im Waschbecken und anschließend Abbau und Spülen. Für ein, zwei Tassen ist mir das im Alltag zu umständlich. Wer das Espressomachen aber zelebrieren und Freunden vorführen möchte, hat mit dem Flair eine witzige und ausgefallene Sache – und als Geschenk für Espresso-Liebhaber ist er eine schöne Idee. Für den Alltag empfehle ich eher einen Siebträger, für unterwegs eine leichte tragbare Espressomaschine.
Häufige Fragen zum Flair Espresso Maker
Wie gut ist der Espresso aus dem Flair Espresso Maker?
In meinem Test im Mai 2018 war der Espresso dunkel, duftend und mit leichter Crema – geschmacklich sehr gut. Voraussetzung sind frisch und fein gemahlene Bohnen und ein zügiger Ablauf, damit der Espresso heiß bleibt.
Wie lange dauert ein Espresso mit dem Flair?
Der erste Aufbau dauerte bei unseren Testpersonen 27 bis 34 Minuten, der erste Espresso war 5 bis 8 Minuten später fertig. Mit Routine geht es schneller, Abbau und Spülen kosten aber jedes Mal noch einmal rund 10 Minuten.
Brauche ich für den Flair eine Kaffeemühle?
Ja, oder fertiges Espressopulver. Der Flair mahlt nicht selbst. Für gute Ergebnisse brauchst Du eine Mühle, die fein und gleichmäßig für Espresso mahlt, und einen Wasserkocher.
Wie viel Druck baut der Flair auf?
Laut Hersteller erreicht der aktuelle Flair Classic beim Drücken etwa 9 bar; ein Manometer zeigt den Druck an. Wie viel Druck entsteht, hängt davon ab, wie fest Du den Hebel drückst.
Ist der Flair Espresso Maker für Reisen geeignet?
Für Reisen mit Auto oder Zug ja, für das Flugzeug kaum: Der Classic wiegt laut Hersteller rund 2,3 kg, dazu kommen Mühle und Wasserkocher. Für unterwegs gibt es den kleineren Flair 2GO oder tragbare Espressomaschinen wie die Handpresso Pump.
Kann ich mit dem Flair Milchschaum machen?
Nein, der Flair macht nur Espresso. Für Cappuccino oder Latte Macchiato brauchst Du einen separaten Milchaufschäumer.
Welche Flair-Modelle gibt es aktuell?
Auf der Hersteller-Website werden im Oktober 2026 der Flair Classic, der Flair 2GO, der Flair 49 PRO und der Flair 58 Plus 2 angeboten. Getestet habe ich 2018 das damalige Grundmodell.
Ist der Flair Espresso Maker ein gutes Geschenk?
Für Espresso-Liebhaber, die gern tüfteln und das Zubereiten zelebrieren, ja. Wer einfach schnell einen Espresso möchte, ist mit einer Siebträgermaschine oder einem Kaffeevollautomaten besser bedient.
Quellen
- Eigener Test mit mehreren Testpersonen, Mai 2018 (Fotos und Zeiten aus diesem Beitrag)
- Flair Espresso: Produktseite Flair Classic (technische Daten, Preis), abgerufen am 17.10.2026
- Produktdaten der Boxen: Amazon-Artikeldaten bzw. OTTO, Stand siehe jeweilige Box
- Handhebel-Espressomaschinen im Überblick
- Siebträger-Vergleich mit Modellberater
- Espressomühlen im Vergleich
- Espresso & Kaffeegetränke: alle Ratgeber
- La Pavoni Domus Bar im Test
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