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ESE-Espressomaschine von DeLonghi
Veröffentlicht von: Norbert Loose|In: Tester - Alle Testberichte anschauen|15. Januar 2023

ESE-Espressomaschine Test & Vergleich (10/2026) mit Pads

Eine ESE-Espressomaschine macht Espresso aus fertig portionierten Pads – ohne Mühle, ohne Dosieren, ohne Tampern. E.S.E. steht für „Easy Serving Espresso“: ein offener Standard für gepresste Espressopads mit 44 mm Durchmesser und rund 7 g Kaffee, den der Röster illy entwickelt hat. In diesem Ratgeber erfährst Du, wie ESE-Maschinen funktionieren, welche Gerätearten es gibt, welche Modelle Du heute noch neu bekommst und worauf Du beim Kauf achten solltest.

Kurzfazit

  • Was das hier ist: eine Kaufberatung und Marktübersicht zu ESE-Espressomaschinen. Zu den vorgestellten Pad-Maschinen liegen keine dokumentierten eigenen Testnotizen oder Messwerte vor; die technischen Angaben stammen deshalb von Herstellern und Händlern.
  • Meine eigene Erfahrung: Die De’Longhi Dedica EC 685 habe ich 2018 einen Monat lang getestet. Ihr lag ein Sieb für E.S.E.-Pads bei – Pads habe ich damals allerdings nicht ausprobiert, sondern mit frisch gemahlenem Kaffee gearbeitet.
  • Für wen: Single- und Zwei-Personen-Haushalte, die zwei bis drei Espresso am Tag trinken, keine Mühle kaufen wollen und gleichbleibende Ergebnisse ohne Übung möchten.
  • Nicht ideal: wenn Du viele Tassen am Tag machst, Mahlgrad und Dosis selbst bestimmen willst oder Verpackungsmüll vermeiden möchtest.
  • Status Oktober 2026: Die klassischen italienischen Pad-Maschinen aus unserer früheren Auswahl (Tube, ZIP, La Piccola, Pinocchio) sind bei Amazon derzeit nicht lieferbar. Gut erhältlich sind Siebträger mit Pad-Einsatz wie die De’Longhi Dedica Style.

Auswahl auf Basis von Herstellerangaben und Kundenbewertungen; meine eigene Praxiserfahrung fließt dort ein, wo sie dokumentiert ist (De’Longhi Dedica EC 685).

ESE-Espressomaschinen auf einen Blick: Vorteile und Nachteile

Ob kleine Hebelmaschine aus Italien oder Siebträger mit Pad-Einsatz: Alle ESE-Geräte arbeiten nach demselben Prinzip. Heißes Wasser wird mit Pumpendruck durch ein fest gepresstes Kaffeepad gedrückt. Das bringt im Alltag klare Vorteile, aber auch Grenzen mit sich:

Vorteile

  • sehr einfache Bedienung: Pad einlegen, verriegeln, Taste drücken
  • gleichbleibende Dosis von rund 7 g pro Pad
  • keine Mühle nötig, kein Kaffeepulver neben der Maschine
  • offener Standard: Pads vieler Röster passen
  • kompakte Geräte, oft auch für Wohnmobil, Boot oder Büro geeignet
  • Reinigung deutlich einfacher als beim klassischen Siebträger

Nachteile

  • Dosis und Mahlgrad lassen sich nicht anpassen
  • Kosten pro Tasse höher als mit Bohnen oder Pulver
  • meist einzeln verpackte Pads – mehr Verpackungsmüll
  • reine Pad-Maschinen sind in Deutschland schwer zu bekommen
  • einfache Geräte ohne Dampflanze: kein Milchschaum
  • nicht kompatibel mit Senseo- oder anderen Kaffeepads

Diese ESE-fähigen Maschinen bekommst Du aktuell neu

Für meine Übersicht habe ich alle bisher hier vorgestellten Geräte im Oktober 2026 neu geprüft: Welches Modell ist es genau, und gibt es es noch als Neuware? Das Ergebnis ist ernüchternd. Von den klassischen italienischen Pad-Maschinen ist bei Amazon derzeit keine lieferbar. Gut erhältlich sind dagegen kompakte Siebträgermaschinen, die neben Pulver auch E.S.E.-Pads verarbeiten. Die bekannteste ist die De’Longhi Dedica Style.

De’Longhi Dedica Style EC685.BK (schwarz)

Die Dedica Style ist eine nur 15 cm breite Siebträgermaschine mit Thermoblock. Laut Hersteller verarbeitet sie neben Kaffeepulver auch E.S.E.-Pads; dafür gibt es einen eigenen Einsatz im Siebträger. Die schwarze Ausführung EC685.BK bewerte ich anhand der Herstellerdaten:

De'Longhi Dedica Style - Perfetto Kompakte...
Nicht selbst getestet

De’Longhi Dedica Style

EC685.BK

Angaben laut Hersteller De’Longhi (Stand: Oktober 2026)

KVB-Ausstattungs-ScoreNach Herstellerdaten · kein Praxistest · EinstiegsklasseAussagekraft: eingeschränkt · 80 % belegt

Eigener KVB-Ausstattungs-Score nach Herstellerdaten – keine Stiftung-Warentest-Note und kein eigener Praxistest. Höchstens 100 Punkte, nicht direkt mit einem KVB-Praxistest-Score vergleichbar.

Stark: nur 14,9 cm breit, Tassen bis 12 cm; drei Brühtemperaturen, Entkalkungsprogramm mit Anzeige, Abschaltzeit wählbarSchwächer: nur 1,1 l Wassertank, kein Reinigungsprogramm, keine spülmaschinenfesten Teile

Detailbewertung ansehen

KVB-Ausstattungs-Score: Bewertet ein Gerät, das ich nicht selbst getestet habe, ausschließlich nach Herstellerangaben: Alltagstauglichkeit, Einstellungen und Ausstattung, Zuverlässigkeit und Wartbarkeit sowie Preis-Leistung. Über Geschmack, Milchschaum oder Haltbarkeit sagt er nichts aus. Beide Score-Arten erreichen höchstens 100 Punkte, beruhen aber auf unterschiedlichen Grundlagen und sind deshalb nicht direkt miteinander vergleichbar.

  • Alltagstauglichkeit: Bedienung und Reinigung15,2/25
  • Einstellungen und Ausstattung (69 % belegt)8,3/15
  • Zuverlässigkeit und Wartbarkeit (60 % belegt)10,0/15
  • Preis-Leistung in der Geräteklasse8,0/15

Ohne Beleg – nicht gewertet

Siebträger-Durchmesser (58 mm als Standard) · Siebe und Zubehör (einwandige Siebe, Tamper, Milchkännchen) · Ersatzteile · Material (Brühgruppe, Kessel, Gehäuse)

Geräteklasse: Einstiegsklasse (unter 300 €). Komfortfunktionen werden an der Erwartung dieser Klasse gemessen. Preis-Leistung: Leistung 61,0 % → 5,0 Punkte, Preis 126,90 € (Amazon, Neuware (Verkauf Amazon), 14.10.2026) im unteren Drittel der Klasse → +3. Ausstattungs-Score: ohne Kaffeequalität (kein eigener Test), Kriterien B–E auf 100 umgerechnet; Geschmack, Lautstärke und Haltbarkeit fließen nicht ein. Testnoten Dritter werden nicht übernommen. Methodik 1.2, Stand 10/2026. Unabhängig von Affiliate-Provisionen vergeben.

Quellen: De’Longhi-Produktseite Dedica Style EC685.BK · De’Longhi-Bedienungsanleitung EC685/EC695/EC785 (PDF) · De’Longhi-Herstellergarantie (2 Jahre) · De’Longhi-FAQ Ersatzteile und Reparatur (autorisierte Service Center, EU)

So entstehen Praxistest- und Ausstattungs-Score

Unsere Einschätzung anhand der Produktdaten Nur 15 cm breite Thermoblock-Maschine mit verstellbarer Milchschaumdüse. Die Dedica-Baureihe kenne ich aus meinem Test der EC685 in Rot (2018); diese schwarze Ausführung bewerte ich anhand der Herstellerdaten.

Stärken laut Produktdaten

  • Nur 14,9 cm breit, 4,22 kg
  • Thermoblock-Heizsystem
  • Tassen und Gläser bis 12 cm, Abtropfschale abnehmbar
  • Verstellbares Cappuccino-System, für E.S.E.-Pads geeignet

Zu beachten

  • Nur 1,1 l Wassertank, kein Display, kein Reinigungsprogramm; keine Teile spülmaschinenfest (Anleitung); Siebträger-Durchmesser nicht angegeben

Angebote

126,87 EUR*Zu Amazon
Preis beim Händler prüfenZu OTTO

* Affiliate-Links / Anzeige. Preise inkl. MwSt.; Amazon-Preis vom 31.10.2026, 10:52 Uhr, kann sich seitdem geändert haben.

Technische Daten
Modell­bezeichnung (Hersteller)
De’Longhi Dedica Style, Schwarz
Typ
EC685.BK
Artikel­nummer (Hersteller)
0132106272
EAN (laut Amazon-Artikeldaten)
8004399331181
Amazon-ASIN (Händler)
B06X3Z9MF3
OTTO-Artikel­nummer (Händler)
20998780
Maße (B × H × T)
14,9 × 33,0 × 30,5 cm
Gewicht
4,22 kg
Wassertank
1,1 l, mit Wasserstandsanzeige
Heizsystem
Thermoblock
Pumpendruck
15 bar
Leistung
1.450 W
max. Tassenhöhe
12 cm
Siebträger
keine Herstellerangabe zum Durchmesser
Ausstattung
  • Verstellbares Cappuccino-System (manuelle Milchschaumdüse)
  • Beleuchtete Tasten und Drehknöpfe, kein Display
  • Einzel- oder Doppelbezug, E.S.E.-Pads möglich
  • Abnehmbare Abtropfschale, Tassenablage
  • Zubehör laut Hersteller: Löffel/Stampfer
  • Brühtemperatur in drei Stufen, Bezugsmengen programmierbar (Anleitung)
  • Entkalkungsprogramm mit Anzeige; Wasserfilter optional (Anleitung)
  • Abschaltautomatik 9 min, 30 min oder 3 h (Anleitung)
  • 2 Jahre Garantie (Herstellerangabe)
Getränkevielfalt
  • Espresso (einfach oder doppelt)
  • Cappuccino, heiße Milch

De’Longhi Dedica Style EC685.M (Metall)

Dieselbe Maschine gibt es in Metall-Optik als EC685.M. Laut Amazon-Artikeldaten (Teilenummer EC685M) ist sie neu und lieferbar. Der Siebträgerhalter hat laut Händlerbeschreibung Einsätze für 1 oder 2 Tassen sowie für Kaffeepads.

De'Longhi Dedica Style - Espressomaschine mit Manuellem...
De'Longhi Dedica Style - Espressomaschine mit Manuellem...

* Affiliate-Links / Anzeige. Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versand; Stand der letzten Aktualisierung, können sich seitdem geändert haben.

Meine Erfahrung mit der Dedica EC 685 (Praxistest 2018)

Die Dedica-Baureihe kenne ich aus eigener Nutzung: 2018 habe ich mir eine EC 685 in Rot im Handel besorgt und einen Monat lang intensiv getestet. Nach etwas Einstellarbeit gelang mir ein Espresso mit schöner Crema. Unter der Edelstahlverkleidung steckt allerdings viel Kunststoff, und mit den doppelwandigen Sieben blieb Wasser auf dem Puck stehen – ich habe deshalb ein Standardsieb verwendet. Im Lieferumfang lag ein drittes Sieb für E.S.E.-Pads. Ehrlich gesagt: Pads habe ich mit der Maschine damals nicht ausprobiert. Was ich zur Pad-Zubereitung schreibe, stammt deshalb aus den Herstellerangaben, nicht aus meinem Test.

De’Longhi Dedica EC 685 im Praxistest 2018 – Wassertank
Selbst getestet

De’Longhi Dedica

EC 685 (Rot, Testgerät 2018)

Praxistest 2018 über einen Monat, Gerät im Handel gekauft (laut Testbericht)

KVB-Praxistest-ScoreEigener Praxistest · Bewertung noch offenIm Testbericht von 2018 (ein Monat, Gerät in Rot) fehlt eine eigene Beobachtung zum Milchschaum; der Farbcode des Testgeräts ist nicht genannt. Ohne beide Teile der Kaffeequalität vergebe ich keinen Praxistest-Score.Warum noch offen?

Meine Einschätzung Schnell betriebsbereit und sehr schmal; nach etwas Einstellarbeit gelang ein Espresso mit schöner Crema. Unter der Edelstahlverkleidung steckt viel Kunststoff, die doppelwandigen Siebe habe ich gegen ein Standardsieb getauscht.

Das hat mich im Test überzeugt

  • Erster Espresso nach rund 40 Sekunden
  • Nach dem Einstellen Espresso mit schöner Crema
  • Sehr schmal, Wassertank leicht zu entnehmen
  • Im Testmonat keine Mängel oder Defekte

Das hat mich gestört

  • Doppelwandige Siebe (Wasser blieb auf dem Puck), Kunststoff-Tamper; bei sehr feinem Mahlgrad und kräftigem Tampern Probleme
Zum ausführlichen Testbericht

Angebote

Derzeit liegt mir kein verfügbares Händlerangebot vor.

Technische Daten
Modell­bezeichnung
De’Longhi Dedica EC 685, Rot (Testgerät 2018; Farbcode im Bericht nicht genannt)
Breite
14,9 cm (laut Testbericht)
Heizsystem
Thermoblock
Pumpendruck
15 bar
Ausstattung
  • Milchschaumdüse mit Einstellung Milchschaum/heiße Milch
  • Temperatur in drei Stufen, Abschaltautomatik einstellbar (laut Bericht/Anleitung)
  • Siebe für 1 und 2 Tassen sowie E.S.E.-Pads
Getränkevielfalt
  • Espresso, doppelter Espresso
  • Cappuccino, heiße Milch

Den vollständigen Bericht findest Du in meinem Praxistest der De’Longhi EC 685.

Klassische ESE-Pad-Maschinen aus unserer früheren Auswahl

Die folgenden Geräte sind „echte“ Cialde-Maschinen: Sie haben keinen Siebträger, sondern eine Brühkammer, die Du mit einem Hebel über dem Pad schließt. Alle Daten stammen aus Hersteller- und Händlerangaben unserer Marktübersicht von 2023 und wurden nicht neu gemessen. Im Oktober 2026 sind diese Modelle bei Amazon nicht lieferbar; ich habe die alten Produktboxen deshalb entfernt. Die Beschreibungen helfen Dir trotzdem, wenn Du ein solches Gerät im Fachhandel oder gebraucht findest.

Qualità Italia Tube

Die Tube gehört zu den günstigeren Pad-Maschinen. Sie hat ein minimalistisches Design, ein Gehäuse aus schlagfestem Kunststoff mit metallisch wirkender Front und einen Wassertank mit 2 Litern. Neben Espresso bereitet sie heißes Wasser für Tee zu. Angegeben waren 450 Watt, eine Wassertemperatur von etwa 95 °C und ein Pumpendruck von bis zu 20 bar.

  • Plus: einfache Bedienung, großer Tank, kompakte Bauform
  • Minus: Kunststoffgehäuse empfindlicher als Edelstahl; derzeit nicht lieferbar

„ZIP“ FlyTek

Die ZIP von FlyTek hat ein Gehäuse aus poliertem Edelstahl; Hebelknauf und Abtropfschale sind aus stabilem, bakelitähnlichem Kunststoff. Der Wassertank fasst 1 Liter, die Leistung lag laut Händler bei 800 Watt, der Pumpendruck bei 18 bar. Über den Hebel dosierst Du den Wasserfluss von Hand. Laut Anbieter reduziert ein Enthärterbeutel im Tank, der etwa alle sechs Monate getauscht wird, die Kalkbildung.

  • Plus: Edelstahlgehäuse, Wasserfluss von Hand dosierbar
  • Minus: eher teuer; Edelstahl will gepflegt werden; derzeit nicht lieferbar

La Piccola „Piccola“ (KAVLP9111)

Die Piccola ist eine der kleinsten Pad-Maschinen: laut Hersteller 25 × 15 × 22 cm (H × B × T), 5 kg schwer, 500 Watt Leistung und 1 Liter Wassertank. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl, die ausziehbare Abtropfschale aus Kunststoff. Laut Hersteller lässt sich zusätzlich ein großer Tank für Frisch- und Abwasser anschließen – interessant für Wohnmobil und Boot. In unserer früheren Fassung stand ein Pumpendruck von 15 bar; diese Angabe konnte ich nicht erneut belegen.

  • Plus: sehr kompakt, geringer Stromverbrauch, einfach zu reinigen
  • Minus: Funktionsumfang auf Espresso und Heißwasser beschränkt; derzeit nicht lieferbar

Spinel Pinocchio

Die Pinocchio war in unserer Auswahl die Maschine für Milchgetränke: Sie hat einen zweiten Kreislauf für Dampf, mit dem Du Milch aufschäumen kannst. Angegeben waren 3 Liter Wassertank, 1.700 Watt, 95 °C und 18 bar Pumpendruck; der Hersteller warb mit bis zu 50 Espresso hintereinander. Das Gehäuse ist aus Edelstahl. Bedient wird sie über drei Tasten.

  • Plus: Dampf für Milchschaum, großer Tank, auch für Büro oder Werkstatt
  • Minus: teurer, etwas aufwendigere Bedienung; derzeit nicht lieferbar

La Piccola Cecilia

Die Cecilia richtet sich an Büro und Gastronomie. Laut Hersteller fasst der Tank 3,5 Liter, alternativ ist ein Festwasseranschluss möglich. Zur Ausstattung gehören eine Dampflanze, ein Tassenwärmer, zwei Taster, ein Drehregler und ein Manometer für den Pumpendruck. Angegeben waren insgesamt 2.200 Watt und maximal 15 bar.

  • Plus: Festwasseranschluss, Dampflanze, für viele Tassen ausgelegt
  • Minus: teuer; für einen Single-Haushalt überdimensioniert

Was ich aus der Auswahl entfernt habe

Zwei Geräte standen früher hier, obwohl sie gar keine ESE-Maschinen sind. Die illy X7.1 ist eine Kapselmaschine für das illy-Iperespresso-System; E.S.E.-Pads passen nicht hinein. Die Kamira ist ein Espressokocher für den Herd und arbeitet ohne Pads. Wenn Dich diese Zubereitungsarten interessieren, findest Du passende Ratgeber zu Kaffeekapseln und zu Espressokochern.

Technische Daten im Vergleich

Damit Du die Gerätearten besser vergleichen kannst, habe ich die wichtigsten Angaben in einer Tabelle zusammengefasst. Die Werte stammen aus den angegebenen Quellen und sind nicht von mir gemessen.

ModellBauartWassertankLeistungPumpendruckMilchQuelle
De’Longhi Dedica Style EC685.BKSiebträger mit Pad-Einsatz1,1 l1.450 W15 barMilchschaumdüseHersteller (Produktkarte)
Qualità Italia TubePad-Maschine2 l450 Wbis 20 barneinHändler, Stand 2023
„ZIP“ FlyTekPad-Maschine mit Hebel1 l800 W18 barneinHändler, Stand 2023
La Piccola PiccolaPad-Maschine1 l500 Wkeine belegte AngabeneinHändler, Stand 2023
Spinel PinocchioPad-Maschine, 2 Kreisläufe3 l1.700 W18 barDampfHändler, Stand 2023
La Piccola CeciliaPad-Maschine (Büro/Gastro)3,5 l oder Festwasser2.200 W15 barDampflanzeHändler, Stand 2023

Hinweis: Der angegebene Pumpendruck ist ein Maximalwert der Pumpe. Am Kaffee selbst kommt bei der Extraktion deutlich weniger an; für Espresso gelten rund 9 bar als üblicher Richtwert.

So funktioniert eine ESE-Espressomaschine

ESE ist die Abkürzung für Easy Serving Espresso. Die Pads – auf Italienisch „Cialde“ – sind gepresste Portionen Espressopulver in einer feinen, geschmacksneutralen Filterhülle aus Papier. Ein Standardpad hat 44 mm Durchmesser und enthält rund 7 g Kaffee; das Filterpapier wiegt etwa 0,2 g. Die meisten Pads sind einzeln in einem Aromaschutzbeutel verpackt.

Entwickelt hat das System der italienische Röster illy. Wann genau, wird unterschiedlich angegeben: Manche Quellen nennen die 1970er-Jahre, andere das Jahr 1989. Fest steht, dass illy den Standard bewusst offen angelegt hat, damit möglichst viele Röster und Maschinenhersteller mitmachen. 1998 wurde dafür ein eigenes Konsortium zur Entwicklung und zum Schutz des E.S.E.-Standards gegründet. Deshalb passen Pads verschiedener Marken in jede ESE-Maschine.

In der Maschine liegt das Pad in einer passenden Kammer oder in einem speziellen Pad-Einsatz im Siebträger. Du verriegelst die Kammer mit dem Hebel oder setzt den Siebträger ein, drückst die Taste – und die Pumpe presst heißes Wasser durch das Pad. Bei manchen Pad-Maschinen kannst Du den Anpressdruck der Brühkammer einstellen und damit regulieren, wie schnell das Wasser durchläuft. Nach dem Bezug wirfst Du das Pad einfach weg; die Papierhülle mit dem Kaffee darf laut den meisten Anbietern in den Biomüll.

Schmeckt der Kaffee aus der ESE-Maschine besser als aus einer normalen Padmaschine?

Ja, in aller Regel deutlich – weil es zwei völlig verschiedene Systeme sind. Eine klassische Padmaschine wie die Senseo arbeitet mit geringem Druck und großen, locker gefüllten Pads mit 70 mm Durchmesser. Heraus kommt ein milder Kaffee mit Schaum, aber kein Espresso. Eine ESE-Maschine arbeitet dagegen mit einer Espressopumpe und einem fest gepressten Pad. Das Ergebnis ist ein echter Espresso mit Crema. Die Pads der beiden Systeme sind nicht untereinander austauschbar. Wenn Du Dich für klassische Padmaschinen interessierst, findest Du sie in meinem Ratgeber zu Senseo-Padmaschinen.

Ein Espresso aus frisch gemahlenen Bohnen und einer gut eingestellten Siebträgermaschine kann noch aromatischer sein. Er verlangt aber Übung, eine gute Mühle und Zeit. Genau diesen Aufwand nimmt Dir das ESE-System ab – Du tauschst etwas Spielraum gegen Bequemlichkeit.

Was ist das Geschmacksgeheimnis von ESE-Espressomaschinen?

Wie bei jedem Espresso kommt es auf Druck, Temperatur und Durchlaufzeit an. Ist das Wasser zu kühl oder der Druck zu gering, löst es die Röstaromen nicht vollständig aus dem Pulver. Ist die Durchlaufzeit zu lang, gelangen mehr Bitterstoffe in die Tasse. Bei ESE-Geräten ist die Dosis durch das Pad fest vorgegeben; die Maschine muss deshalb vor allem Temperatur und Druck stabil halten.

Info: Bei Pad-Maschinen mit einstellbarer Brühkammer regulierst Du den Wasserdurchlauf über den Anpressdruck.

Mindestens genauso wichtig ist das Pad selbst: Frische, Röstung und Mischung bestimmen den Geschmack. Welche Pads es gibt und wie sie sich unterscheiden, erkläre ich ausführlich in meinem Ratgeber zu ESE-Espresso-Pads.

Welche Vorzüge bieten ESE-Espressomaschinen im Alltag?

Die Bedienung ist der größte Vorteil. Bei einer Siebträgermaschine brauchst Du Übung: Mahlgrad finden, Pulver dosieren, gleichmäßig tampern. Bei einer ESE-Maschine legst Du das Pad aus dem Aromaschutzbeutel ein, schließt die Kammer und startest den Bezug. Das Ergebnis ist bei jedem Pad sehr ähnlich.

Dazu kommen geringere Anschaffungskosten als bei guten Siebträgern, ein vergleichsweise geringer Reinigungsaufwand und der Verzicht auf eine eigene Mühle. Viele Pad-Maschinen sind klein und handlich und eignen sich deshalb auch für Ferienwohnung, Wohnmobil oder Boot.

Kann ich Cappuccino und andere Kaffeespezialitäten zubereiten?

Das hängt vom Gerät ab. Einfache Pad-Maschinen bereiten nur Espresso und heißes Wasser zu. Für Cappuccino oder Latte Macchiato brauchst Du entweder eine Maschine mit Dampflanze beziehungsweise zweitem Kreislauf – wie früher die Spinel Pinocchio oder die La Piccola Cecilia – oder einen separaten Milchaufschäumer. Siebträger mit Pad-Einsatz wie die Dedica Style haben bereits eine Milchschaumdüse an Bord.

Alltag: Reinigung, Pflege und Entkalken

Im Alltag sind ESE-Maschinen angenehm sauber. Weil das Kaffeepulver im Pad bleibt, landet nichts neben der Maschine, und Du musst keinen Puck ausklopfen. Nach dem Bezug nimmst Du das Pad heraus und entsorgst es. Trotzdem brauchen auch diese Geräte Pflege:

  • Nach jedem Bezug: Pad entnehmen, Brühkammer oder Pad-Einsatz kurz ausspülen.
  • Täglich: Abtropfschale leeren, Wassertank mit frischem Wasser füllen.
  • Wöchentlich: Dichtung und Brühkammer auf Kaffeereste prüfen, Pad-Einsatz gründlich reinigen.
  • Je nach Wasserhärte: entkalken, wie es die Bedienungsanleitung vorgibt. Manche Geräte haben eine Anzeige, die Dich daran erinnert.
  • Bei Maschinen mit Dampflanze: Lanze nach jedem Aufschäumen abwischen und kurz Dampf ablassen.

Bei Siebträgern mit Pad-Einsatz gilt zusätzlich: Wechsle zwischen Pulver und Pad immer den passenden Einsatz. Ein Pad im normalen Sieb führt oft zu Wasser, das am Pad vorbeiläuft, und zu dünnem Espresso.

Schritt für Schritt: Espresso mit ESE-Pad zubereiten

Die Zubereitung ist bei allen ESE-Geräten ähnlich. So gehst Du vor – am Beispiel einer Pad-Maschine und eines Siebträgers mit Pad-Einsatz:

  • Maschine einschalten und vollständig aufheizen lassen. Bei Thermoblock-Geräten wie der Dedica dauert das laut Hersteller rund 40 Sekunden, bei Pad-Maschinen mit Kessel deutlich länger.
  • Tasse vorwärmen, zum Beispiel mit einem Schuss heißem Wasser aus der Maschine. Eine kalte Espressotasse kostet spürbar Temperatur.
  • Pad aus dem Aromaschutzbeutel nehmen und mittig einlegen. Die Papierlasche – falls vorhanden – zeigt nach außen, damit sie nicht in der Dichtung klemmt.
  • Brühkammer mit dem Hebel schließen oder den Siebträger mit Pad-Einsatz fest einsetzen.
  • Bezug starten und nach etwa 25 bis 40 ml stoppen, wenn die Maschine keine programmierte Menge hat. Läuft deutlich mehr durch, wird der Espresso dünn.
  • Pad sofort entnehmen, Kammer kurz spülen. So trocknen keine Kaffeereste an.

Typische Probleme und was Du dagegen tun kannst

Läuft der Espresso sehr schnell und wässrig durch, sitzt das Pad meist nicht richtig oder Du verwendest im Siebträger das falsche Sieb. Prüfe den Einsatz und die Dichtung. Tropft Wasser seitlich aus der Brühkammer, ist häufig die Dichtung verschmutzt oder verschlissen – bei vielen Pad-Maschinen ein typisches Verschleißteil. Fehlt die Crema, sind die Pads oft schon alt oder die Einzelverpackung war beschädigt. Schmeckt der Espresso sauer, war das Wasser zu kühl: Lass die Maschine länger aufheizen und wärme die Tasse vor. Mehr dazu liest Du im Ratgeber Warum schmeckt mein Espresso sauer?

Was kostet eine Tasse? Pads, Pulver und Bohnen im Vergleich

Die Anschaffung einer ESE-Maschine ist günstig, die laufenden Kosten sind es weniger. Ein Rechenbeispiel mit Amazon-Preisen vom 15. Oktober 2026: Die Caffè-Borbone-Pads im Mix-Paket kosteten rund 0,22 Euro pro Stück, die illy-Pads in der 108er-Packung rund 0,36 Euro. Ein Espresso aus Bohnen braucht ebenfalls etwa 7 g Kaffee; bei einem Bohnenpreis von 15 bis 25 Euro pro Kilogramm sind das nur etwa 0,10 bis 0,18 Euro.

Bei zwei Espresso am Tag zahlst Du mit Pads im Jahr also grob 160 bis 260 Euro für Kaffee, mit Bohnen eher 75 bis 130 Euro. Der Unterschied fällt umso stärker aus, je mehr Du trinkst. Für Wenigtrinker ist er überschaubar – und dafür sparst Du Dir die Mühle, die für guten Espresso schnell 150 Euro und mehr kostet. Die Preise schwanken stark; rechne mit den aktuellen Angeboten selbst nach.

Für wen ist eine ESE-Espressomaschine geeignet – und für wen nicht?

Geeignet für Dich, wenn …

  • Du zwei bis drei Espresso am Tag trinkst
  • Du keine Mühle kaufen und keinen Mahlgrad einstellen möchtest
  • Dir ein gleichbleibendes Ergebnis wichtiger ist als Feintuning
  • Du wenig Platz hast oder ein Gerät für Ferienwohnung oder Wohnmobil suchst
  • Du verschiedene Röster ausprobieren möchtest, ohne ganze Bohnenpackungen zu öffnen

Eher nicht, wenn …

  • in Deinem Haushalt viele Tassen am Tag getrunken werden
  • Du Mahlgrad, Dosis und Bohnen selbst wählen willst
  • Du möglichst wenig Verpackungsmüll erzeugen möchtest
  • Du vor allem große Tassen Filterkaffee trinkst
  • Du pro Tasse möglichst günstig sein willst – dann sind Bohnen klar im Vorteil

Trinkst Du mehr Kaffee oder bekommst Du häufig Besuch, kommst Du mit einer kleinen Pad-Maschine schnell an Grenzen: Jede Tasse braucht ein eigenes Pad, und die Kosten summieren sich. Dann lohnt sich eher ein Kaffeevollautomat oder eine Siebträgermaschine mit Mühle. Eine Übersicht meiner Praxistests findest Du unter Kaffeevollautomaten im Test.

Alternativen zur ESE-Pad-Maschine

Weil klassische Pad-Maschinen derzeit kaum lieferbar sind, lohnt der Blick auf Alternativen. Die Bewertungen stammen aus unserer Score-Engine; wo „Praxistest“ steht, habe ich das Gerät selbst genutzt, sonst ist es eine Bewertung nach Herstellerdaten.

GerätWarum eine Alternative?ESE-PadsKVB-Bewertung
De’Longhi Dedica Style EC685.BKschmaler Siebträger, Pulver oder Pads, Milchschaumdüseja (laut Hersteller)KVB-Ausstattungs-Score 59/100 · Einstiegsklasse
De’Longhi Dedica EC 685 (mein Testgerät 2018)gleiche Baureihe, selbst einen Monat getestetPad-Sieb lag bei, nicht getestetKVB-Praxistest-Score: Bewertung noch offen
De’Longhi Dedica Duo EC890.Mneuere Dedica mit Cool-Touch-Dampfdüsekeine belegte AngabeKVB-Ausstattungs-Score: Bewertung noch offen
Nespresso-Kapselmaschineähnlich bequem, große Auswahl an Kapselnneinsiehe Kaffeekapseln im Vergleich

Eine Siebträgermaschine mit Mühle ist die anspruchsvollste, aber auch die flexibelste Alternative. Sie ist teurer und verlangt Übung, belohnt Dich dafür mit frisch gemahlenem Espresso und voller Kontrolle über Mahlgrad und Dosis. Welcher Siebträger zu Dir passt, findest Du mit dem Modellberater in meinem Siebträger-Vergleich heraus. Die passende Mühle dazu findest Du im Ratgeber zur Espressomühle.

Die günstigste Alternative ist ein klassischer Espressokocher für den Herd, etwa die Bialetti Moka Express. Er arbeitet ohne Pumpe mit dem Dampfdruck im unteren Kessel und liefert einen kräftigen, mokkaähnlichen Kaffee – aber keinen Espresso mit Crema im engeren Sinn. Dafür kostet er wenig, braucht keinen Strom und hält bei guter Pflege viele Jahre. Pads brauchst Du dafür nicht, sondern fein gemahlenes Pulver. Was die verschiedenen Kocher unterscheidet, erkläre ich im Ratgeber zu Espressokochern. Wenn Du nur ab und zu unterwegs einen Espresso möchtest, sind auch tragbare Handgeräte eine Option; manche davon verarbeiten Pulver oder Kapseln.

Kapselmaschinen wie die von Nespresso kommen dem ESE-System in Sachen Bequemlichkeit am nächsten. Die Kapseln bestehen aber aus Aluminium oder Kunststoff, und Du bist an das jeweilige Kapselsystem gebunden. Die Papierhülle eines ESE-Pads ist dagegen kompostierbar – nur die Einzelverpackung nicht.

Kaufberatung: Darauf solltest Du beim Kauf achten

ESE-Espressomaschinen sind weniger einheitlich, als es auf den ersten Blick scheint. Das Design ist Geschmackssache und hat wenig Einfluss auf den Espresso. Entscheidend sind die Technik im Gehäuse und Dein Trinkverhalten. Diese Punkte solltest Du vergleichen:

  • Bauart: reine Pad-Maschine oder Siebträger mit Pad-Einsatz
  • Größe des Wassertanks
  • Brühgruppe, Temperatur und Leistung
  • Dampflanze oder zweiter Kreislauf für Milch
  • Typnummer, Lieferumfang und Ersatzteile

Bauart: Pad-Maschine oder Siebträger mit Pad-Einsatz?

Eine reine Pad-Maschine ist auf ESE-Pads spezialisiert: Brühkammer und Pad passen genau zusammen, die Bedienung ist maximal einfach. Ein Siebträger mit Pad-Einsatz ist flexibler, weil Du jederzeit auf frisch gemahlenes Pulver umsteigen kannst. Achte bei einem Siebträger darauf, dass der Hersteller E.S.E.-Pads ausdrücklich nennt und ein passender Einsatz im Lieferumfang liegt.

Größe des Wassertanks

Du findest Geräte mit 1 Liter und Modelle mit 3 Litern und mehr, manche sogar mit Festwasseranschluss. Für zu Hause reichen meist 1 bis 1,5 Liter; im Büro oder bei mehreren Kaffeetrinkern ist ein größerer Tank oder ein Festwasseranschluss deutlich bequemer, weil Du seltener nachfüllen musst.

Brühgruppe, Temperatur und Leistung

Die Leistung der Geräte reicht von rund 450 bis 2.200 Watt. Wichtiger als die Wattzahl ist, dass die Maschine eine gleichmäßige Brühtemperatur von gut 90 °C hält. Herstellerangaben zum Pumpendruck von 15, 18 oder 20 bar beschreiben die maximale Leistung der Pumpe. Sie sagen wenig über die Qualität aus, solange die Pumpe für Espresso ausgelegt ist.

Dampflanze für Milchschaum

Möchtest Du Milch aufschäumen oder heißes Wasser für Tee, wähle ein Gerät mit Dampfauslass. Solche Modelle sind meist teurer. Alternativ kombinierst Du eine einfache Pad-Maschine mit einem separaten Milchaufschäumer.

Typnummer genau prüfen

Gerade bei italienischen Pad-Maschinen gibt es viele ähnlich klingende Modelle und Händlervarianten. Vergleiche vor dem Kauf die genaue Typnummer und den Lieferumfang. Bei der Dedica Style unterscheiden sich EC685.BK (schwarz), EC685.M (Metall) und weitere Farben nur in der Optik. Gebrauchte Pad-Maschinen solltest Du nur kaufen, wenn Du weißt, dass es Dichtungen und Ersatzteile noch gibt.

Neu oder gebraucht?

Weil viele klassische Pad-Maschinen neu kaum noch zu bekommen sind, landest Du schnell auf Gebrauchtmärkten. Das kann sich lohnen, denn die Technik ist einfach. Achte aber auf drei Dinge: Frage nach dem letzten Entkalken und lass Dir zeigen, dass die Maschine dicht ist. Prüfe, ob es die Dichtung der Brühkammer noch als Ersatzteil gibt – sie verschleißt mit der Zeit. Und kläre bei italienischen Importgeräten, ob eine deutsche Bedienungsanleitung und ein passender Stecker dabei sind. Wenn Dir das zu unsicher ist, ist ein neuer Siebträger mit Pad-Einsatz die risikoärmere Wahl, weil Du dafür Garantie und Ersatzteile bekommst.

Strom und Bereitschaft

Kleine Pad-Maschinen mit 450 bis 800 Watt sind sparsam, brauchen aber je nach Bauart einige Minuten zum Aufheizen. Thermoblock-Geräte sind schneller bereit. Wichtig für den Verbrauch ist eine Abschaltautomatik: Bei der Dedica Style lässt sie sich laut Anleitung auf 9 Minuten, 30 Minuten oder 3 Stunden einstellen. Bei älteren Pad-Maschinen ohne Automatik solltest Du das Gerät nach dem letzten Espresso selbst ausschalten.

Was kostet eine ESE-Espressomaschine?

Als Orientierung aus unserer Marktübersicht: Einfache Pad-Maschinen gab es ab unter 200 Euro, Modelle mit Edelstahlgehäuse lagen zwischen 200 und 300 Euro, Geräte mit separatem Dampfkreislauf bei rund 300 bis 400 Euro. Gastro- und Bürogeräte kosten deutlich mehr. Siebträger mit Pad-Einsatz wie die Dedica Style liegen aktuell bei gut 120 bis 160 Euro (Amazon und OTTO, Oktober 2026). Die tagesaktuellen Preise siehst Du in den Produktboxen.

Wo kann ich eine ESE-Espressomaschine kaufen?

Siebträger mit Pad-Einsatz bekommst Du im Elektrofachhandel und bei großen Onlinehändlern. Reine Pad-Maschinen findest Du eher bei spezialisierten Kaffee-Shops, bei italienischen Händlern oder gebraucht. Online kannst Du Modelle und technische Daten in Ruhe vergleichen und bei Nichtgefallen das gesetzliche Widerrufsrecht nutzen. Prüfe bei Marktplatz-Angeboten, wer der Verkäufer ist und ob es sich um Neuware handelt.

Was muss ich über ESE-Pads wissen?

ESE-Pads erkennst Du am Aufdruck „E.S.E.“ und am Durchmesser von 44 mm. Sie sind fest gepresst und deutlich kleiner als Senseo-Pads. Viele Röster bieten sie an, unter anderem illy, Lavazza, Caffè Borbone, Izzo, Lucaffè und Kimbo.

Izzo beschreibt seine Pads „Feeling Premium“ als intensiven, ausgewogenen Espresso mit wenig Säure und schokoladiger Note – das ist die Beschreibung des Rösters. Welche Sorte Dir schmeckt, findest Du am besten mit kleinen Packungen heraus. Mehr zu Sorten, Preisen und Aufbewahrung liest Du in meinem Ratgeber zu ESE-Espresso-Pads.

Welche Vor- und Nachteile haben ESE-Padsysteme im Allgemeinen?

Gegenüber der Espressokanne oder der Siebträgermaschine ist ein ESE-Espresso schnell, sauber und mit wenigen Handgriffen zubereitet. Die Dosis ist immer gleich, die Pads halten in der Einzelverpackung lange, und Du brauchst keine Mühle.

Der Nachteil: Die Papierhülle ist kompostierbar, die meist aus Kunststoff oder Aluminium bestehenden Einzelbeutel sind es nicht. Unter Umweltgesichtspunkten sind einzeln verpackte Pads deshalb ähnlich kritisch zu sehen wie Kapseln. Außerdem sind ESE-Pads pro Tasse teurer als Kaffeebohnen oder Kaffeepulver.

Wissenswertes: Prüfungen, Normen und Rechtliches

Gibt es Vorgaben für ESE-Espressomaschinen?

Der E.S.E.-Standard legt vor allem das Pad fest: Durchmesser, Kaffeemenge und Aufbau. Maschinen, die damit arbeiten, brauchen eine passende Brühkammer beziehungsweise einen Pad-Einsatz. Konkrete Grenzwerte für Temperatur, Druck oder Crema, die in älteren Texten – auch in unserer früheren Fassung – genannt wurden, konnte ich keiner überprüfbaren Quelle des Konsortiums zuordnen. Als allgemeine Orientierung für Espresso gelten eine Brühtemperatur um 90 °C, rund 9 bar am Kaffee und eine Durchlaufzeit von etwa 20 bis 30 Sekunden. Diese Werte gelten für Espresso allgemein, nicht als ESE-Norm.

Hat die Stiftung Warentest ESE-Espressomaschinen getestet?

Einen eigenen Test speziell zu ESE-Espressomaschinen kenne ich von der Stiftung Warentest nicht. In Heft 10/2013 hat sie Portionskaffeemaschinen geprüft, darunter mehrere Padmaschinen; das waren klassische Kaffeepad-Geräte wie die Senseo, keine ESE-Maschinen. Der Test ist zudem über zehn Jahre alt. Wenn Du Dir ein bestimmtes Gerät ansiehst, helfen Kundenbewertungen von Menschen, die die Maschine schon länger nutzen – achte dabei auf wiederkehrende Kritik, etwa an Dichtungen.

Welche Gesetze und Kennzeichnungen gelten?

ESE-Maschinen sind Elektrogeräte. In Deutschland regelt das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung; es setzt die europäische WEEE-Richtlinie 2012/19/EU um. Hersteller und Importeure müssen sich vor dem Verkauf bei der Stiftung EAR registrieren. Für Dich heißt das: Ein altes Gerät gehört nicht in den Hausmüll, sondern zum Wertstoffhof oder zurück zum Händler.

Für die Sicherheit gilt das Produktsicherheitsgesetz. Jedes Gerät, das in der EU verkauft wird, braucht ein CE-Kennzeichen; damit erklärt der Hersteller, dass es die einschlägigen EU-Anforderungen erfüllt. Zusätzlich kann ein Gerät das freiwillige GS-Zeichen („geprüfte Sicherheit“) tragen, das eine unabhängige Prüfstelle vergibt. Bei Importware aus Italien findest Du meist nur das CE-Zeichen – das ist ausreichend.

Fazit: Welche ESE-Espressomaschine passt zu Dir?

Eine ESE-Espressomaschine ist die bequemste Art, zu Hause einen echten Espresso mit Crema zu machen, ohne Mühle und ohne Barista-Übung. Klassische italienische Pad-Maschinen sind in Deutschland derzeit allerdings schwer zu bekommen. Wenn Du heute neu kaufen willst, ist ein schmaler Siebträger mit Pad-Einsatz wie die De’Longhi Dedica Style der pragmatische Weg: Du kannst Pads verwenden und später jederzeit auf frisch gemahlenes Pulver umsteigen. Trinkst Du viele Tassen am Tag, rechne die Pad-Kosten durch – dann sind Bohnen und eine Maschine mit Mühle auf Dauer günstiger.

Häufige Fragen zur ESE-Espressomaschine

Hast Du die vorgestellten ESE-Maschinen selbst getestet?

Dokumentiert ist mein Test der De’Longhi Dedica EC 685 aus dem Jahr 2018 – einen Monat lang, mit Kaffeepulver, nicht mit Pads. Zu den übrigen Pad-Maschinen in dieser Übersicht liegen keine dokumentierten eigenen Testnotizen vor; die Angaben dazu stammen von Herstellern und Händlern.

Was bedeutet E.S.E.?

E.S.E. steht für „Easy Serving Espresso“. Das ist ein offener Standard für gepresste Espressopads mit 44 mm Durchmesser und rund 7 g Kaffee, den illy entwickelt hat. Seit 1998 kümmert sich ein Konsortium um den Standard.

Passen ESE-Pads in eine Senseo?

Nein. Senseo-Pads haben 70 mm Durchmesser und werden mit geringem Druck gebrüht. ESE-Pads sind kleiner, fest gepresst und brauchen eine Espressopumpe. Die Systeme sind nicht austauschbar.

Kann ich ESE-Pads in einer normalen Siebträgermaschine verwenden?

Ja, wenn der Hersteller einen passenden Pad-Einsatz anbietet, wie bei der De’Longhi Dedica. Im normalen Sieb läuft das Wasser oft am Pad vorbei, und der Espresso wird dünn.

Kann ich mit einer ESE-Maschine Cappuccino machen?

Nur mit einem Gerät mit Dampflanze oder zweitem Kreislauf. Einfache Pad-Maschinen machen nur Espresso und heißes Wasser; dann brauchst Du zusätzlich einen Milchaufschäumer.

Wie viel kostet eine ESE-Espressomaschine?

Einfache Pad-Maschinen lagen in unserer Marktübersicht unter 200 Euro, Modelle mit Dampf bei 300 bis 400 Euro. Siebträger mit Pad-Einsatz wie die Dedica Style kosten aktuell rund 120 bis 160 Euro.

Kann ich ein ESE-Pad zweimal verwenden?

Nein. Die Kaffeemenge ist auf einen Espresso ausgelegt. Ein zweiter Durchlauf liefert nur dünnes, bitteres Wasser ohne Crema.

Hat die Stiftung Warentest ESE-Maschinen getestet?

Einen eigenen Test speziell zu ESE-Espressomaschinen kenne ich nicht. Der Portionskaffee-Test aus Heft 10/2013 betraf klassische Padmaschinen wie die Senseo.

Quellen: Wikipedia, „Easy Serving Espresso Pod“ (Pad-Maße, Konsortium 1998); ese-espresso.com, „Was ist das E.S.E.-System“; Herstellerangaben De’Longhi; Amazon-Artikeldaten (Stand 15.10.2026). Hinweis: Links zu Amazon und OTTO sind Affiliate-Links (Anzeige). Kaufst Du darüber ein, erhalte ich eine Provision; der Preis ändert sich für Dich nicht. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Provisionen haben keinen Einfluss auf die Bewertung. Bildnachweis: HKB; Produktfotos Amazon-Partnerprogramm.


 
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