Crema: Wie gelingt mir eine perfekte Crema beim Espresso?

Kurz beantwortet: So gelingt eine perfekte Crema
- Was sie ist: ein feinporiger Schaum aus Kohlendioxid, emulgierten Kaffeeölen und gelösten Stoffen, der entsteht, wenn heißes Wasser mit hohem Druck durch fein gemahlenes Pulver gepresst wird.
- Wie sie aussehen soll: haselnuss- bis goldbraun, dicht und feinporig, idealerweise mit „Tigerstreifen“, und einige Minuten stabil.
- Wichtigste Stellschraube: der Mahlgrad. Zu fein ergibt eine dunkle, bittere Crema, zu grob eine helle, wässrige, die schnell zerfällt.
- Frische Bohnen: Das Kohlendioxid aus der Röstung trägt die Crema. Bohnen, die einige Tage bis wenige Wochen nach der Röstung verwendet werden, liefern die beste Crema; alte Bohnen kaum noch.
- Robusta-Anteil: Mischungen mit Robusta bilden meist eine dichtere, stabilere Crema.
- Vollautomat: Auch hier entsteht Crema, sie ist aber oft heller und grobporiger als aus einer gut eingestellten Siebträgermaschine.
Was genau ist eine Crema (Kaffeeschaum)?
Beim Bezug eines Espresso bildet sich an der Oberfläche ein dichter goldbrauner Schaum. Er besteht unter anderem aus den Ölen der Kaffeebohnen, Kohlendioxid, Proteinen und weiteren gelösten Stoffen. Das Kohlendioxid entsteht beim Rösten und ist noch in den Bohnen gespeichert. Unter dem hohen Brühdruck löst es sich im Wasser; sobald der Espresso aus dem Siebträger läuft und der Druck abfällt, perlt es aus und bildet mit den emulgierten Ölen winzige Bläschen. Dabei spielen auch Wasserdampf, Zucker und Schwebstoffe eine Rolle.
Ganz ideal ist es, wenn die Crema sogenannte „Tigerstreifen“ aufweist: dunklere Flecken und Streifen in der hellbraunen Schicht. Sie entstehen durch feine Kaffeepartikel und zeigen, dass der Espresso gleichmäßig und mit ausreichend Druck extrahiert wurde.
Schöne Crema heißt nicht automatisch guter Geschmack
Bei der Zubereitung kann so einiges passieren, was nicht erwünscht ist. So ist es möglich, dass die Crema optisch super ausschaut, aber extrem bitter schmeckt. Die Crema selbst schmeckt allein probiert oft herb. Das bedeutet nicht, dass der komplette Espresso misslungen ist. Ich empfehle daher, ähnlich wie bei einer Weinverkostung, den Espresso vor dem Trinken zu schwenken – also gleichmäßig durchzuschwenken, damit sich alle Schichten miteinander vermischen. Wie ein guter Espresso insgesamt schmecken sollte, erkläre ich im Ratgeber So muss Kaffee schmecken.
Gute und schlechte Crema auf einen Blick
| Merkmal | Gelungene Crema | Problem-Crema |
|---|---|---|
| Farbe | haselnuss- bis goldbraun, mit dunkleren Tigerstreifen | sehr hell und blass oder sehr dunkel mit hellem Fleck in der Mitte |
| Struktur | dicht, feinporig, fast samtig | große Blasen, schaumig wie Seifenschaum |
| Haltbarkeit | bleibt einige Minuten stehen | zerfällt nach Sekunden |
| Schichtdicke | gleichmäßig, schließt die Oberfläche | dünn, lückenhaft oder gar nicht vorhanden |
| Geschmack (geschwenkt) | rund, süßlich-herb | sauer und wässrig oder bitter und verbrannt |
Was ist der Zuckertest?
Beim oft beschriebenen Zuckertest streust Du einen kleinen Löffel Zucker auf die Crema. Bleibt der Zucker kurz darauf liegen und sinkt nur sehr langsam durch die Crema in den Kaffee, gilt die Crema als gelungen. Fällt er sofort durch, ist sie zu dünn. Der Test ist eine einfache Faustregel – über den Geschmack sagt er wenig aus.
Crema aus Siebträger, Vollautomat und Co.
Crema aus der Siebträgermaschine
Wenn ich von einer richtig guten Crema spreche, meine ich die wundervolle haselnussbraune, feinporige Schicht auf einem Espresso aus einer echten Espressomaschine, also einer Siebträgermaschine. Hier hast Du alle Stellschrauben selbst in der Hand: Bohne, Mahlgrad, Menge, Tampen und Durchlaufzeit.

Crema aus dem Kaffeevollautomaten
Die Hersteller von Kaffeevollautomaten werben gern mit einer perfekten Crema. In der Erstfassung dieses Beitrags habe ich die Crema aus dem Vollautomaten pauschal als „Fake-Crema“ bezeichnet und geschrieben, der Wasserdruck sei dafür zu niedrig. Das muss ich präzisieren: Auch ein Vollautomat brüht mit einer Pumpe unter Druck, und es entsteht echte Crema aus Kohlendioxid und Kaffeeölen. Allerdings mahlen Vollautomaten meist gröber, die Brühkammer ist anders aufgebaut, und viele Brüheinheiten arbeiten mit einem Druck- bzw. Crema-Ventil, das den Kaffee beim Auslauf zusätzlich verwirbelt. Das Ergebnis sieht einfach super aus und ist für Laien schwer von einer Siebträger-Crema zu unterscheiden – sie ist aber oft heller, grobporiger und weniger stabil.
Genau das habe ich beim Test des Espresso Yirga Santos von Coffee Circle erlebt: Aus dem Kaffeevollautomaten war die Crema wesentlich heller als aus dem Siebträger. Dafür bekommt man sie beim Vollautomaten garantiert und ohne Übung.

Doppelwandige Siebe: Crema-Hilfe für Einsteiger
Viele günstige Siebträgermaschinen werden mit doppelwandigen (druckbeaufschlagten) Sieben ausgeliefert. Sie haben nur ein winziges Auslassloch und erzeugen dadurch auch mit vorgemahlenem Pulver einen schaumigen Espresso. Das funktioniert, verzeiht Fehler, nimmt Dir aber die Kontrolle über die Extraktion. In meinem Praxistest der De’Longhi Dedica EC 685 bin ich mit den doppelwandigen Sieben nicht glücklich geworden – das Wasser blieb auf dem Puck stehen. Mit einem Standardsieb und nach etwas Einstellarbeit gelang mir dann ein Espresso mit schöner Crema. Details findest Du in meinem Testbericht zur De’Longhi EC 685. Mein Testgerät von 2018 war rot; die aktuelle Ausführung Dedica Style EC685.BK habe ich nicht selbst getestet – die Karte bewertet sie nach Herstellerdaten.
De’Longhi Dedica Style
EC685.BK
Eigener KVB-Ausstattungs-Score nach Herstellerdaten – keine Stiftung-Warentest-Note und kein eigener Praxistest. Höchstens 100 Punkte, nicht direkt mit einem KVB-Praxistest-Score vergleichbar.
Stark: nur 14,9 cm breit, Tassen bis 12 cm; drei Brühtemperaturen, Entkalkungsprogramm mit Anzeige, Abschaltzeit wählbarSchwächer: nur 1,1 l Wassertank, kein Reinigungsprogramm, keine spülmaschinenfesten Teile
Detailbewertung ansehen
KVB-Ausstattungs-Score: Bewertet ein Gerät, das ich nicht selbst getestet habe, ausschließlich nach Herstellerangaben: Alltagstauglichkeit, Einstellungen und Ausstattung, Zuverlässigkeit und Wartbarkeit sowie Preis-Leistung. Über Geschmack, Milchschaum oder Haltbarkeit sagt er nichts aus. Beide Score-Arten erreichen höchstens 100 Punkte, beruhen aber auf unterschiedlichen Grundlagen und sind deshalb nicht direkt miteinander vergleichbar.
- Alltagstauglichkeit: Bedienung und Reinigung15,2/25
- Einstellungen und Ausstattung (69 % belegt)8,3/15
- Zuverlässigkeit und Wartbarkeit (60 % belegt)10,0/15
- Preis-Leistung in der Geräteklasse8,0/15
Ohne Beleg – nicht gewertet
Siebträger-Durchmesser (58 mm als Standard) · Siebe und Zubehör (einwandige Siebe, Tamper, Milchkännchen) · Ersatzteile · Material (Brühgruppe, Kessel, Gehäuse)
Geräteklasse: Einstiegsklasse (unter 300 €). Komfortfunktionen werden an der Erwartung dieser Klasse gemessen. Preis-Leistung: Leistung 61,0 % → 5,0 Punkte, Preis 126,90 € (Amazon, Neuware (Verkauf Amazon), 14.10.2026) im unteren Drittel der Klasse → +3. Ausstattungs-Score: ohne Kaffeequalität (kein eigener Test), Kriterien B–E auf 100 umgerechnet; Geschmack, Lautstärke und Haltbarkeit fließen nicht ein. Testnoten Dritter werden nicht übernommen. Methodik 1.2, Stand 10/2026. Unabhängig von Affiliate-Provisionen vergeben.
Quellen: De’Longhi-Produktseite Dedica Style EC685.BK · De’Longhi-Bedienungsanleitung EC685/EC695/EC785 (PDF) · De’Longhi-Herstellergarantie (2 Jahre) · De’Longhi-FAQ Ersatzteile und Reparatur (autorisierte Service Center, EU)
So entstehen Praxistest- und Ausstattungs-ScoreUnsere Einschätzung anhand der Produktdaten Nur 15 cm breite Thermoblock-Maschine mit verstellbarer Milchschaumdüse. Die Dedica-Baureihe kenne ich aus meinem Test der EC685 in Rot (2018); diese schwarze Ausführung bewerte ich anhand der Herstellerdaten.
Stärken laut Produktdaten
- Nur 14,9 cm breit, 4,22 kg
- Thermoblock-Heizsystem
- Tassen und Gläser bis 12 cm, Abtropfschale abnehmbar
- Verstellbares Cappuccino-System, für E.S.E.-Pads geeignet
Zu beachten
- Nur 1,1 l Wassertank, kein Display, kein Reinigungsprogramm; keine Teile spülmaschinenfest (Anleitung); Siebträger-Durchmesser nicht angegeben
Technische Daten
- Modellbezeichnung (Hersteller)
- De’Longhi Dedica Style, Schwarz
- Typ
- EC685.BK
- Artikelnummer (Hersteller)
- 0132106272
- EAN (laut Amazon-Artikeldaten)
- 8004399331181
- Amazon-ASIN (Händler)
- B06X3Z9MF3
- OTTO-Artikelnummer (Händler)
- 20998780
- Maße (B × H × T)
- 14,9 × 33,0 × 30,5 cm
- Gewicht
- 4,22 kg
- Wassertank
- 1,1 l, mit Wasserstandsanzeige
- Heizsystem
- Thermoblock
- Pumpendruck
- 15 bar
- Leistung
- 1.450 W
- max. Tassenhöhe
- 12 cm
- Siebträger
- keine Herstellerangabe zum Durchmesser
Ausstattung
- Verstellbares Cappuccino-System (manuelle Milchschaumdüse)
- Beleuchtete Tasten und Drehknöpfe, kein Display
- Einzel- oder Doppelbezug, E.S.E.-Pads möglich
- Abnehmbare Abtropfschale, Tassenablage
- Zubehör laut Hersteller: Löffel/Stampfer
- Brühtemperatur in drei Stufen, Bezugsmengen programmierbar (Anleitung)
- Entkalkungsprogramm mit Anzeige; Wasserfilter optional (Anleitung)
- Abschaltautomatik 9 min, 30 min oder 3 h (Anleitung)
- 2 Jahre Garantie (Herstellerangabe)
Getränkevielfalt
- Espresso (einfach oder doppelt)
- Cappuccino, heiße Milch
Mokkakanne, Kapseln und Pads
Ein Espressokocher für den Herd arbeitet nur mit rund 1 bis 2 bar und erzeugt deshalb keine echte Crema. Kapsel- und Padmaschinen erzeugen einen Schaum über den Druck der Pumpe und die Bauart der Kapsel – das Ergebnis sieht oft cremig aus, lässt sich aber nicht beeinflussen.
Wie bekomme ich bei der Zubereitung eine optimale Crema?
1. Der richtige Mahlgrad
Ich rate dazu, von Beginn an auf einen möglichst passenden Mahlgrad zu achten und dabei auch zu variieren, um unterschiedliche Ergebnisse zu vergleichen. Der richtige Mahlgrad ist einer der wichtigsten Gründe für einen schmackhaften Espresso und damit für eine feste Crema. Wird das Kaffeepulver zu fein gemahlen, wird die Crema sehr dunkel und leider auch sehr bitter. Ist der Mahlgrad zu grob, wird die Crema sehr hell und in keiner Weise fest. Alles ist wässrig und ganz schnell nicht mehr als Crema zu erkennen. Ohne eine Mühle, die fein und in kleinen Schritten einstellbar ist, wirst Du deshalb kaum zu einer guten Crema kommen.
Die Graef CM 800 habe ich selbst gekauft und getestet. Sie mahlt homogen, hat 40 Mahlgrade plus Feinjustierung und mahlt per Automatik direkt in den Siebträger. Die feinste Stufe war mir für Espresso allerdings zu fein. Weitere Modelle findest Du im Espressomühlen-Vergleich.

Graef CM 800
CM800 (CM800EU), Silber
Meine Einschätzung Solide Einstiegsmühle mit 40 Mahlgraden und Siebträger-Automatik. Die feinste Stufe war mir für Espresso zu fein, nach dem Mahlen bleibt etwas Kaffeemehl in der Mühle.
Das hat mich im Test überzeugt
- Sehr gutes, homogenes Mahlergebnis (Testbericht)
- 40 Mahlgrade plus Feinjustierung am oberen Mahlwerk
- Autofunktion: mahlt direkt in den Siebträger, solange Du ihn andrückst
- Klein und handlich, Ersatzteile problemlos erhältlich
Das hat mich gestört
- Feinste Stufe mahlt zu fein (Pulver klumpt); Kaffeemehl bleibt zurück – hilft nur Schütteln und Klopfen; gründliche Reinigung etwas aufwendig
Technische Daten
- Maße (L × B × H)
- 23,0 × 13,5 × 39,7 cm (Graef)
- Gewicht
- 2,58 kg netto (Graef-Produktseite; Vergleichstabelle 2,63 kg)
- Mahlwerk
- Kegelmahlwerk aus Edelstahl, oberes Mahlwerk herausnehmbar
- Mahlgrade
- 40 plus Feinjustierung
- Bohnenbehälter
- 350 g, mit Schiebeverschluss
- Leistung
- 128 W
- Gehäuse
- Aluminium, silber lackiert
- Drehzahl
- ca. 800–900 U/min (Graef-Artikeltext bei Amazon)
Ausstattung
- Siebträger-Automatik über Kontaktschalter, Dauermahlfunktion per Schalter
- 2 Siebträgerhalter (klein und groß), Kaffeemehlbehälter für bis zu 12 Tassen
- Antistatik-Einsatz, 5-teiliges Aluminium-Schaufelrad
- Kein Timer, keine Mengenspeicher
2. Frische Bohnen – aber nicht zu frisch
Achte darauf, dass Deine Espressobohnen frisch sind. „Frisch“ bedeutet aber nicht: heute geröstet und morgen schon getrunken. Direkt nach der Röstung geben die Bohnen noch sehr viel Kohlendioxid ab, die Crema wird dann großblasig und unruhig. Ich empfehle, die Bohnen nach der Röstung etwa zwei Wochen ruhen zu lassen. Erst dann können sie ihren vollen Geschmack entfalten. Sind die Bohnen dagegen schon viele Monate alt oder lagen sie offen herum, ist das Kohlendioxid entwichen – die Crema bleibt dünn oder fehlt ganz. Achte deshalb auf das Röstdatum und lagere die Bohnen luftdicht, kühl und dunkel.

3. Die Bohnenmischung: Arabica und Robusta
Robusta-Bohnen enthalten weniger Öl als Arabica-Bohnen. Mit einem höheren Robusta-Anteil bekommst Du deshalb meist eine dichtere, kräftigere Crema.
Viele italienische Espressomischungen setzen deshalb auf einen Robusta-Anteil. Reiner Arabica bildet eine feinere, hellere und weniger stabile Crema, schmeckt dafür oft vielschichtiger. Die Unterschiede erkläre ich ausführlich im Beitrag Arabica und Robusta: Was ist der Unterschied? Ein Beispiel für eine kräftige Mischung, die laut Hersteller auf Milchgetränke ausgelegt ist, ist die Kimbo Extra Cream. Ich habe sie nicht selbst verkostet; die Karte bewertet die Herstellerangaben.
Kimbo Extra Cream
Ganze Bohnen, 1-kg-Beutel, vakuumverpackt
Eigener KVB-Ausstattungs-Score nach Herstellerdaten – keine Stiftung-Warentest-Note und kein eigener Praxistest. Höchstens 100 Punkte, nicht direkt mit einem KVB-Praxistest-Score vergleichbar.
Stark: Herkunft, Röstung und Aromaschutz angegebenSchwächer: Bohnenart/Anteile unklar; Eignung nur über Getränke beschrieben
Detailbewertung ansehen
KVB-Ausstattungs-Score: Bewertet ein Produkt, das ich nicht selbst getestet habe, ausschließlich nach Herstellerangaben: Alltagstauglichkeit, Einstellungen und Ausstattung, Zuverlässigkeit und Wartbarkeit sowie Preis-Leistung. Über Geschmack, Milchschaum oder Haltbarkeit sagt er nichts aus. Beide Score-Arten erreichen höchstens 100 Punkte, beruhen aber auf unterschiedlichen Grundlagen und sind deshalb nicht direkt miteinander vergleichbar.
- Bohne, Röstung und Herkunft (63 % belegt)25,0/25
- Frische und Packung15,0/15
- Eignung und Zertifizierung5,0/15
- Preis-Leistung je Kilo12,0/15
Ohne Beleg – nicht gewertet
Arabica-/Robusta-Anteil
Preisklasse je Kilo: Mittelklasse (20 bis 34,99 € je kg). Komfortfunktionen werden an der Erwartung dieser Klasse gemessen. Preis-Leistung: Leistung 81,8 % → 10,0 Punkte, Preis 29,85 € (Amazon (Verkauf KUWIQ, Marktplatz), Neuware: 29,85 € für 1 kg, 17.10.2026) im mittleren Drittel der Klasse → +2. Ausstattungs-Score: ohne Kaffeequalität (kein eigener Test), Kriterien B–E auf 100 umgerechnet; Geschmack, Lautstärke und Haltbarkeit fließen nicht ein. Testnoten Dritter werden nicht übernommen. Methodik 1.2, Stand 10/2026. Unabhängig von Affiliate-Provisionen vergeben.
Quellen: Amazon-Artikeldaten B0040Y2L86 (Creators API, 17.10.2026)
So entstehen Praxistest- und Ausstattungs-ScoreUnsere Einschätzung anhand der Produktdaten Kräftige neapolitanische Espresso-Mischung im vakuumverpackten Kilobeutel, laut Kimbo eine gute Basis für Cappuccino und Latte. Bewertet anhand der Produktangaben, nicht selbst verkostet.
Stärken laut Produktdaten
- Ganze Bohnen, 1 kg, vakuumverpackt
- Mittlere Röstung, Noten von Pfeffer und Lakritz
- Herkunft: Brasilien, Mittelamerika und Asien
Zu beachten
- Bohnenart und Anteile unklar („robuste Arabica-Mischung“); Marktplatzangebot
Erhältlich bei
* Affiliate-Links / Anzeige. Preise inkl. MwSt.; Amazon-Preis vom 31.10.2026, 11:44 Uhr, kann sich seitdem geändert haben.
Technische Daten
- Form
- ganze Bohnen
- Packung
- 1 kg, vakuumverpackter Beutel
- Bohnen
- „robuste Arabica-Mischung“ (Anteile nicht angegeben)
- Herkunft
- Brasilien, Mittelamerika, Asien
- Röstung
- mittel
- Gedacht für
- Latte, Cappuccino und andere Milchgetränke (laut Kimbo)
- Grundpreis
- 29,85 €/kg (Amazon, 17.10.2026)
- EAN
- 8002200140014
Ausstattung
- Vakuumverpackung
- Kein Bio- oder Sozialsiegel angegeben
4. Dosierung, Verteilung und Tampen
Für einen einfachen Espresso rechnet man mit etwa 7 g Pulver, für einen doppelten mit 14 bis 18 g – je nach Sieb. Verteile das Pulver gleichmäßig und drücke es mit einem gut passenden Tamper gerade und fest an. Ist der Kaffeekuchen ungleichmäßig, sucht sich das Wasser den leichtesten Weg (Channeling): Der Espresso läuft zu schnell, schmeckt sauer und die Crema bleibt fleckig und dünn.
5. Druck, Temperatur und Durchlaufzeit
Natürlich ist auch der hohe Druck bei der Zubereitung maßgeblich mitverantwortlich. Als Richtwerte gelten rund 9 bar Brühdruck, eine Wassertemperatur um 92 °C und eine Durchlaufzeit von etwa 25 bis 30 Sekunden. Lass die Maschine vollständig aufheizen und wärme Siebträger und Tasse vor. Eine kalte Tasse lässt die Crema schneller zusammenfallen.
Was können mögliche Fehlerquellen sein?
Die Crema ist viel zu dunkel oder fehlt ganz, der Espresso läuft nur tröpfchenweise:
- zu feiner Mahlgrad
- Temperatur beim Brühen zu hoch
- zu viel Kaffeepulver im Sieb oder zu fest getampt
- sehr dunkle Röstung
Die Crema löst sich schnell auf, ist hell oder zu wässrig:
- zu grober Mahlgrad
- Temperatur beim Brühen zu gering (Maschine nicht ausreichend aufgeheizt)
- Espressobohnen zu alt oder offen gelagert
- falscher Umgang mit dem Tamper, ungleichmäßig verteiltes Pulver
- Brühdruck der Maschine zu niedrig
- zu wenig Kaffeepulver verwendet
Die Crema ist großblasig und schaumig:
- Bohnen zu frisch geröstet (zu viel Kohlendioxid)
- doppelwandiges Sieb oder Crema-Ventil
Schmeckt Dein Espresso trotz Crema sauer, findest Du im Ratgeber Warum schmeckt mein Espresso zu sauer? die passenden Lösungen.
Häufige Fragen zur Crema
Was ist die Crema beim Espresso?
Die Crema ist der feinporige, haselnussbraune Schaum auf dem Espresso. Sie besteht aus Kohlendioxid aus der Röstung, emulgierten Kaffeeölen und gelösten Stoffen und entsteht, wenn heißes Wasser unter hohem Druck durch fein gemahlenes Pulver gepresst wird.
Woran erkenne ich eine gute Crema?
Eine gute Crema ist haselnuss- bis goldbraun, dicht und feinporig, schließt die Oberfläche und bleibt einige Minuten stehen. Dunklere Tigerstreifen sind ein gutes Zeichen.
Warum hat mein Espresso keine Crema?
Meist sind die Bohnen zu alt, der Mahlgrad zu grob oder die Maschine nicht richtig aufgeheizt. Auch zu wenig Pulver, ungleichmäßiges Tampen oder zu wenig Brühdruck führen zu einer dünnen oder fehlenden Crema.
Ist die Crema aus dem Kaffeevollautomaten echt?
Ja, auch im Vollautomaten entsteht Crema durch Druck. Sie ist aber oft heller, grobporiger und weniger stabil, weil Vollautomaten gröber mahlen und viele Brüheinheiten mit einem Crema-Ventil arbeiten.
Sorgt Robusta für mehr Crema?
Ja, in der Regel. Robusta-Bohnen enthalten weniger Öl als Arabica. Mischungen mit Robusta-Anteil bilden deshalb meist eine dichtere und stabilere Crema.
Wie lange sollten Espressobohnen nach der Röstung ruhen?
Ich empfehle etwa zwei Wochen. Ganz frisch geröstete Bohnen geben viel Kohlendioxid ab und liefern eine unruhige, großblasige Crema; sehr alte Bohnen dagegen kaum noch Crema.
Was sagt der Zuckertest aus?
Bleibt ein Löffel Zucker kurz auf der Crema liegen und sinkt langsam ein, gilt die Crema als dicht genug. Über den Geschmack des Espresso sagt der Test allerdings nichts aus.
Kann ein Espressokocher Crema erzeugen?
Eine echte Crema nicht, weil ein Espressokocher nur mit rund 1 bis 2 bar arbeitet. Für Crema brauchst Du eine Siebträgermaschine oder einen Vollautomaten.
Weiterlesen
- Siebträgermaschinen im Praxistest
- Modellberater: Welche Siebträgermaschine passt zu Dir?
- Espressomühlen im Vergleich
- Espressobohnen im Vergleich
- Tamper: Vergleich & Kaufberatung
- Warum schmeckt mein Espresso zu sauer?
- So muss Kaffee schmecken
- Espresso & Kaffeegetränke
- Alle Testberichte
Hinweis: Links zu Amazon und OTTO sind Affiliate-Links (Anzeige). Kaufst Du darüber ein, erhalte ich eine Provision; der Preis ändert sich für Dich nicht. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Provisionen haben keinen Einfluss auf die Bewertung.



