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Neue Studie: Wie gesund ist Kaffee wirklich?

Kaffee und Gesundheit

Immer mal wieder kann man in der Presse lesen, dass Kaffee nicht gesund, also ungesund sei. Leider halten sich Gerüchte über negative Erfahrungen länger, als positive Berichte. Was ist aber wirklich dran? Ist Kaffee wirklich gesünder als wir alle glauben? Wir wollen es hier mal beschreiben und greifen einige wichtige Punkte auf.

Zu diesem Thema wurde von kardiologie.org eine sehr interessante Studie veröffentlicht.

Der Kaffee und Deine Gesundheit

Noch bis heute halten sich Gerüchte über die negative Auswirkung von Kaffee. Ist an diesen Aussagen auch tatsächlich etwas dran? Könnte das morgendliche Lieblingsgetränk der meisten Menschen gesund oder eher ungesund sein? Wir möchten uns diesen Fragen widmen und der Wahrheit auf den Grund gehen. Was

Kann Kaffee dem Körper Flüssigkeiten entziehen?

Es kursiert schon lange die Annahme, Kaffee könnte dem Körper Flüssigkeiten entziehen. Diese Annahme ist nicht ganz so richtig. Antje Dahl arbeitet bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und behauptet, dass diese falsche Annahme, auf den falsch interpretierten Studien von früher basiert. „Durch die Wassermenge, die im Kaffee enthalten ist, wird dem Körper bei einem regelmäßigen Konsum zusätzliche Flüssigkeit zugefügt.“ Ein regelmäßiger Kaffeetrinker ist an die Koffeinzufuhr gewöhnt. Richtig ist aber die Tatsache, dass das Koffein kurzfristig harntreibend wirkt. Aus diesem Grund kann der Kaffee sogar den Flüssigkeitshaushalt bei dem regelmäßigen Kaffeekonsum verbessern. Außerdem zählt der Kaffee weltweit zu den beliebtesten (nicht-alkoholischen Getränken). Studien belegen, dass in Deutschland ungefähr jede Person, einen halben Liter Kaffee pro Tag konsumiert.

Koffein: Fluch oder Segen?

Koffein gehört zu einem Alkaloid der Stoffgruppe Xanthie. Nach dem ersten Kaffeegenuss am Morgen, benötigt das Koffein zwischen 30 und 45 Minuten um den Blutkreislauf zu erreichen. Die Halbwertzeit, also die Zeit, in der sich der Koffeingehalt im Körper halbiert, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Zum Beispiel kann Körpergröße, Gewicht, Alter, Geschlecht, genetische Veranlagungen und der individuelle Gesundheitsstand eine enorme Rolle bei der Halbwertzeit spielen. Bei einem kerngesunden Menschen beträgt die Halbwertzeit im Durchschnitt vier Stunden. Hingegen kann sich der Koffeinabbau bei schwangeren Frauen drastisch verlangsamen und eine Halbwertzeit von bis zu 20 Stunden erreichen.

Koffein kann aber auch stimulierend wirken, wenn er in geringen Dosen konsumiert wird. Zum Beispiel kann das Herz-Kreislauf-System, die Konzentrations- und Speicherfähigkeit und das körperliche Leistungsvermögen verbessert werden. Zu den weiteren positiven Eigenschaften von Koffein zählen die Aufmunterung und der Stimmungsanstieg. Aus diesem Grund eignet sich Kaffee für die meisten Menschen als der Wachmacher am Morgen und verleiht Kraft für den Tag. Des Weiteren lässt sich Koffein in vielen Medikamenten als eines der Wirkstoffe vorfinden. Die meisten Medikamente, welche Koffein beinhalten werden bei Neuralgien, Migräne, Schmerzen, Herzschwäche Allergien und Asthma eingesetzt. Ferner kann Koffein keinen erhöhten Blutdruck (Hypertonie) verursachen und das Herz- und Gefäßsystem schädigen. Trotzdem sollten Menschen, die unter einem viel zu hohen Blutdruck leiden, lieber etwas sparsam mit dem Kaffeekonsum umgehen. Dank den neusten Untersuchungen lässt sich eine Behauptung aufstellen, und zwar kann ein lebenslanger Kaffeekonsum, das Risiko lindern an Depressionen zu erkranken. Darüber hinaus kann der Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit verlangsamt oder gar gestoppt werden.

Wie entsteht Koffein im Kaffee?

Das Röstverfahren der Kaffeebohne ist ein entscheidender Punkt, welcher den Koffeingehalt im Kaffee stark beeinflusst. So lässt sich in einer Robusta-Bohne dreimal mehr Koffein als in der Arabica-Bohne feststellen. Die gewöhnliche Arabica-Bohne enthält ungefähr 1,7 Prozent reines Koffein, während die Robusta-Bohne stolze 4,5 Prozent erreicht. Hierbei stößt man an einen weiteren Punkt, der es noch unklarer macht, wie viel Kaffee nun gut und wie viel Kaffee schlecht für den menschlichen Körper ist. Es liegt also am reinen Koffeingehalt, der übrigens beim Filterkaffee in einer deutlich höheren Konzentration rauskommt, als z.B. bei einem Espresso. Außerdem ist die jeweilige Röstungsart für den Koffeingehalt ausschlaggebend. So gibt es durchaus Möglichkeiten, dass bei einem Espresso-Hersteller, der Espresso nur 50 mg reines Koffein enthält und bei einem anderen Hersteller ca. 300 mg.

Ein weiterer Unterschied, welcher den Koffeingehalt im Kaffee ausmacht, ist die Zubereitungsart. Jede unterschiedliche Zubereitungsart hat ihre Vor- und Nachteile, denn sie bringt auch geschmackliche Veränderungen mit sich. So kann z.B. der gefilterte Kaffee den Cholesterinspiegel nicht nach oben treiben. Die Inhaltsstoffe Kahweol und Cafestol bleiben im Papierfilter bei der Zubereitung hängen. Natürlich lassen sich solche Aussagen nicht pauschalisieren und es gibt nur eine Lösung!

Die Lösung liegt im Kaffee selbst!

Eine Faustregel besagt, dass selbst vier Tassen Kaffee am Tag keine negativen Auswirkungen auf den Körper darstellen. Im Gegenteil, denn der tägliche Kaffeekonsum kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken und die Konzentrationsfähigkeit verbessern. Allerdings ist es wichtig, beim Kauf des Kaffees auf die Qualität der Bohne zu achten. Außerdem ist eine schonende Röstung mindestens so wichtig wie die Qualität der Bohne. Es hängt nach wie vor von der täglich konsumierten Kaffeemenge ab, ob der Kaffee sich gesund auf den Organismus auswirkt. Hierbei gilt wie bei allem: In Maßen genießen, nicht in Massen. Kaffee ist kein Flüssigkeitsräuber, wie es oft vermutet wurde. Allerdings empfiehlt es sich keinesfalls, nur noch Kaffee statt Wasser zu trinken. Kaffee ist immer noch kein Durstlöscher, sondern ein Getränk, welches uns wach machen soll und das wir gerne über den Tag verteilt genießen. Ferner ist es wichtig zu wissen, dass eine zu hohe Kaffeedosis zu Kaliummangel führen kann. Das wiederum führt zu Kopfschmerzen, Erschöpfungen und Muskelproblemen.

Hilft Kaffee beim Abnehmen?

Immer wieder hört man solche Gerüchte wie: Kaffee ist die Wunderwaffe im Kampf gegen das Übergewicht. Ist etwas an diesem Gerücht dran?

Pro: Kaffee kann den Stoffwechsel anregen

Koffein hat eine anregende Wirkung auf den Stoffwechsel und kann das zentrale Nervensystem beeinflussen. Wenn Kaffee konsumiert wird, erzeugt der Organismus Wärme und dadurch verbraucht der Körper Energie. Somit wird also Fett verbrannt. Das ist auch der Grund, warum viele Menschen, sich nach dem Essen einen Kaffee oder Espresso gönnen. Es wird an die Wunderwirkung geglaubt und einige Menschen greifen sogar zu Koffein-Nahrungsergänzungsmittel, damit die Diät beschleunigt wird.

Fazit:

Kaffee kann ruhig während einer Diät getrunken werden und wird der Diät keinesfalls schaden. Allerdings bringt Kaffee auch keine Wunderwirkung im Kampf gegen die Kilos.

Contra: Nebenwirkungen und ein kurzfristiger Effekt

Die meisten Ernährungswissenschaftler raten von solchen Nahrungsergänzungsmitteln ab. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen ein übermäßiges Schwitzen sowie ein erhöhter Blutdruck. Diese Ansätze sind zu kurzfristig gedacht und können mehr Schäden als positive Effekte anrichten. Unser Körper gewöhnt sich recht schnell an den täglichen Kaffeegenus und passt sich dementsprechend an. Als Folge lässt der Effekt nach und die gesamte Abnehmprozedur gestaltet sich noch schwieriger als zuvor. Damit man richtig abnehmen kann, ist es empfehlenswert sich ausgewogen und gesund zu ernähren.

Die Energiebombe am Morgen: Butter + Kaffee?

Bestimmt hat jeder schon von dem „Paleo Hype Bulletproof Coffee“ gehört? Dieses „Getränk“ ist nichts anderes als eine Mischung aus Kaffee und Butter. Zuerst hört sich das Ganze sehr eklig an, doch international gewinnt dieses Getränk immer mehr Anhänger. Die sättigende Wirkung des Bulletproof Coffee wird in den Himmel gelobt und soll als Ersatz für die gewöhnlichen Mahlzeiten bzw. Frühstück dienen. Allerdings ist die Wirkung auch bei diesem „Wundermittel“ heftig umstritten.

Letztes Update dieses Beitrags: (29.4.2020)

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