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Norbert Loose mit verschiedenen Kaffeevollautomaten aus seinen Tests
Veröffentlicht von: Norbert Loose|In: Tester - Alle Testberichte anschauen|16. August 2026

Kaffeevollautomat Test 2026: Die besten Modelle aus 35+ Praxistests

Welcher Kaffeevollautomat ist wirklich empfehlenswert? Seit 2016 teste ich Kaffeevollautomaten verschiedener Hersteller und Preisklassen. Für Kaffeevollautomat-Berater.de habe ich inzwischen mehr als 35 Kaffeevollautomaten selbst getestet, im Alltag ausprobiert und teilweise über Monate oder Jahre genutzt.

In diesem Kaffeevollautomat Test 2026 zeige ich Dir meine persönlichen Testsieger und Empfehlungen aus diesen Praxistests – vom günstigen Einsteigermodell bis zum komfortablen Vollautomaten für Cappuccino und Latte Macchiato. Dabei bewerte ich nicht nur Ausstattung und Datenblatt, sondern vor allem Espresso und Kaffee, Milchschaum, Bedienung, Reinigung und Alltagstauglichkeit.

35+ selbst getestete Vollautomaten
Seit 2016 Erfahrung mit Kaffeevollautomaten
100 % eigene Testfotos

Meine Top 6 Kaffeevollautomaten 2026

Diese sechs Modelle habe ich selbst getestet und würde ich je nach Anspruch besonders empfehlen. Die Auswahl reicht vom günstigen Einsteigergerät bis zum komfortablen Premium-Vollautomaten.

Meine Auswahl auf einen Blick: Entscheidend sind für mich nicht möglichst viele Funktionen, sondern Kaffee- und Espressoqualität, Milchschaum, Bedienung, Reinigung und Alltagstauglichkeit. Deshalb findest Du hier zu jedem Modell neben der größten Stärke auch einen Punkt, den Du vor dem Kauf kennen solltest.
ModellMeine EinordnungGrößte StärkeDas solltest Du wissenTest
DeLonghi Magnifica S ECAM 22.110.B Preistipp Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und unkomplizierte Bedienung. Kein automatisches Milchsystem – Milchschaum wird von Hand zubereitet. Zum Test ›
DeLonghi Dinamica Plus ECAM 370.95.T Allrounder Sehr gute Bedienung, Milchschaum und große Getränkeauswahl. Einige Teile müssen von Hand gereinigt werden; die App überzeugte mich weniger. Zum Test ›
Melitta Latte Select Leise & pflegeleicht Leiser Betrieb, guter Milchschaum und einfache Reinigung. Preislich über einigen älteren Melitta-Modellen mit ähnlichem Grundkonzept. Zum Test ›
Melitta CI Touch Familien-Empfehlung Zwei Bohnenbehälter, guter Milchschaum und viele Einstellungen. Milchbehälter und Menüführung sind anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Zum Test ›
Siemens EQ.9 Komfort-Empfehlung Hoher Bedienkomfort und starke Alltagstauglichkeit auch bei intensiver Nutzung. Der große Funktionsumfang lohnt sich vor allem, wenn Du ihn wirklich nutzt. Zum Test ›
DeLonghi PrimaDonna Soul Premium-Empfehlung Sehr hoher Komfort, viele Einstellungen und große Getränkevielfalt. Adapt-Bean-Technik gewöhnungsbedürftig; das Display könnte größer sein. Zum Test ›

1. DeLonghi Magnifica S ECAM 22.110.B – mein Preistipp

Einfach, zuverlässig und für Kaffee sowie Espresso weiterhin sehr stark. Für mich eine der besten günstigen Optionen.

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2. DeLonghi Dinamica Plus ECAM 370.95.T – mein Allrounder

Mehr Komfort, gutes Milchsystem und viele Einstellmöglichkeiten. Für Haushalte mit gemischten Kaffeevorlieben sehr interessant.

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3. Melitta Latte Select – leise und pflegeleicht

Sehr angenehm im Alltag, guter Milchschaum und unkomplizierte Reinigung.

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4. Melitta CI Touch – stark für Familien

Besonders interessant für mehrere Nutzer, unterschiedliche Bohnen und viele Milchgetränke.

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5. Siemens EQ.9 – meine Komfort-Empfehlung

Hoher Bedienkomfort, automatische Milchgetränke und sehr angenehme Nutzung im Alltag.

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6. DeLonghi PrimaDonna Soul – meine Premium-Empfehlung

Sehr umfangreich ausgestattet und besonders interessant, wenn Komfort und Getränkevielfalt wichtiger sind als der Preis.

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GerätZeitraumNutzungGekauft / gestellt
De’Longhi Magnifica S ECAM 22.110.Bca. 2016–2018regelmäßig, mehrere Tassen pro Wochegekauft
De’Longhi Dinamica Plus ECAM 370.95.T2019–2022ca. 2× pro Wochegekauft
Melitta LatteSelectca. 2020–2022regelmäßig, mehrere Tassen pro Wochegekauft
Melitta CI Touchca. 2018–2020regelmäßig, mehrere Tassen pro Wochegekauft
Siemens EQ.9ca. 2016–2020 (Büro)bis zu 50 Tassen/Taggekauft
De’Longhi PrimaDonna Soul2020–20211–2× täglichgestellt

Schnellauswahl nach Budget

De’Longhi Magnifica S im Praxistest
bis ca. 300 €
De’Longhi Magnifica S

Mein Preistipp für Espresso und Kaffee. Milchschaum per Dampfdüse von Hand.

Zum Test ›
Aktuelle Alternativen (nicht selbst getestet): Magnifica Start, Philips 2200 LatteGo
De’Longhi Dinamica Plus im Praxistest
bis ca. 600 €
De’Longhi Dinamica Plus

Mein Allrounder mit Touchdisplay und automatischem LatteCrema-Milchsystem.

Zum Test ›
Aktuelle Alternativen (nicht selbst getestet): Magnifica Evo, Philips 2300/3200 LatteGo
De’Longhi PrimaDonna Soul im Praxistest
bis ca. 1.000 €
PrimaDonna Soul · Melitta Latte Select

Viel Komfort und Individualisierung – oder leise und pflegeleicht.

Zum Direktvergleich ›
Aktuelle Alternativen (nicht selbst getestet): Eletta Explore, Philips 5400 LatteGo, Siemens EQ.700
Siemens EQ.9 im Büro-Langzeittest
Premium
Siemens EQ.9

Jahrelang im Büro mit bis zu 50 Tassen am Tag – mein Langzeittest.

Zum Test ›
Aktuelle Alternativen (nicht selbst getestet): Siemens EQ900, Jura E8

So teste ich Kaffeevollautomaten in der Praxis

Ein Kaffeevollautomat lässt sich meiner Erfahrung nach nicht sinnvoll allein anhand von Datenblatt und Ausstattung beurteilen. Entscheidend ist, wie sich die Maschine im Alltag schlägt. Deshalb habe ich seit 2016 mehr als 35 Kaffeevollautomaten selbst getestet und teilweise über längere Zeit genutzt.

Bei meinen Tests achte ich besonders auf die Punkte, die später auch im täglichen Gebrauch den Unterschied machen: Geschmack von Espresso und Kaffee, Qualität des Milchschaums, Bedienung, Mahlwerk und Einstellmöglichkeiten, Reinigung, Lautstärke und Alltagstauglichkeit.

Norbert Loose testet die DeLonghi PrimaDonna Soul App
Praxistest der DeLonghi PrimaDonna Soul: Auch Bedienung und App-Funktionen werden im Alltag ausprobiert.

Espresso und Kaffee

Für mich steht zuerst die Qualität in der Tasse. Ich prüfe, wie kräftig und ausgewogen Espresso und Kaffee schmecken, wie sich Mahlgrad und Kaffeestärke einstellen lassen und wie stark sich unterschiedliche Einstellungen auf das Ergebnis auswirken.

Milchschaum und Milchgetränke

Bei Maschinen mit Milchsystem teste ich, wie gut Cappuccino, Latte Macchiato und andere Milchgetränke gelingen. Dabei achte ich nicht nur auf die Konsistenz des Milchschaums, sondern auch darauf, wie einfach sich das Milchsystem bedienen und anschließend reinigen lässt.

Norbert Loose beim Praxistest der Melitta CI Touch
Die Melitta CI Touch im Praxistest – eigene Tests und eigene Fotos statt einer Bewertung nach Datenblatt.

Bedienung und Alltag

Ein gutes Gerät sollte nicht nur viele Funktionen bieten, sondern sich auch ohne ständiges Nachschlagen sinnvoll bedienen lassen. Deshalb fließen Menüführung, Display, Direktwahltasten, Nutzerprofile und die Geschwindigkeit der Zubereitung in meine Bewertung ein.

Reinigung und Pflege

Auch die Reinigung gehört für mich zwingend zum Test. Herausnehmbare Brühgruppen, automatische Spülprogramme, Milchsystem-Reinigung und die Zugänglichkeit von Wassertank, Tresterbehälter und Abtropfschale machen im Alltag einen erheblichen Unterschied.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Am Ende bewerte ich nicht nur, wie gut ein Kaffeevollautomat funktioniert, sondern auch, ob Ausstattung und Ergebnis zum Preis passen. Ein günstiges Gerät kann deshalb in seiner Klasse eine bessere Empfehlung sein als ein deutlich teureres Modell mit Funktionen, die viele Nutzer gar nicht benötigen.

Mein Testprinzip: Ich bewerte Kaffeevollautomaten nicht danach, welcher Hersteller die längste Ausstattungsliste bietet. Entscheidend ist für mich, ob die Maschine im Alltag guten Kaffee zubereitet, zuverlässig funktioniert und zu den Ansprüchen des jeweiligen Nutzers passt.

35+ selbst getestete Kaffeevollautomaten · seit 2016 · eigene Testfotos und Praxiserfahrungen

Kaffeevollautomat kaufen: Das Wichtigste in Kürze

Ein guter Kaffeevollautomat muss vor allem zu Deinen persönlichen Trinkgewohnheiten passen. Wer überwiegend Espresso und Kaffee trinkt, benötigt andere Funktionen als jemand, der täglich Cappuccino oder Latte Macchiato zubereitet.

Aus meinen Tests weiß ich: Ein hoher Preis allein macht noch keinen guten Kaffeevollautomaten. Entscheidend sind das Zusammenspiel von Mahlwerk und Brüheinheit, die Einstellmöglichkeiten, eine einfache Bedienung und vor allem die Reinigung im täglichen Gebrauch.

Kaffee & Espresso Achte auf ein gut einstellbares Mahlwerk, Temperatur und Kaffeestärke.
Milchgetränke Für Cappuccino und Latte Macchiato ist ein gutes und leicht zu reinigendes Milchsystem wichtiger als möglichst viele Programme.
Reinigung Herausnehmbare und gut erreichbare Teile erleichtern die Pflege im Alltag erheblich.
Preis Auch Mittelklasse-Geräte können hervorragenden Kaffee zubereiten. Premiumpreise lohnen sich vor allem für zusätzliche Funktionen, Komfort und Verarbeitung.

Auf dieser Seite zeige ich Dir, welche Geräte mich in meinen eigenen Tests überzeugt haben, wo ihre Schwächen liegen und welcher Kaffeevollautomat für welchen Anspruch besonders interessant ist.

PrimaDonna Soul vs. Dinamica Plus: Lohnt sich der Aufpreis?

Beide Vollautomaten kenne ich nicht nur aus einem kurzen Test. Die De’Longhi PrimaDonna Soul habe ich von 2020 bis 2021 genutzt, in dieser Zeit im Schnitt ein- bis zweimal täglich. Die De’Longhi Dinamica Plus ECAM 370.95.T war von 2019 bis 2022 bei mir im Einsatz und wurde ungefähr zweimal pro Woche genutzt. Dadurch konnte ich beide Maschinen über einen langen Zeitraum im Alltag kennenlernen – und nicht nur ein paar Testgetränke zubereiten.

Weil beide von De’Longhi stammen und mit dem automatischen LatteCrema-Milchsystem arbeiten, stellt sich beim Vergleich vor allem eine Frage: Ist die PrimaDonna Soul ihren Aufpreis gegenüber der Dinamica Plus wirklich wert?

De’Longhi PrimaDonna Soul Kaffeevollautomat im Praxistest
Die De’Longhi PrimaDonna Soul in meinem Praxistest. Eigene Aufnahme von Kaffeevollautomat-Berater.de.

Meine kurze Antwort: In meinem Alltag hat die Dinamica Plus für die klassischen Kaffee- und Milchspezialitäten völlig ausgereicht. Die größten Unterschiede zur PrimaDonna Soul habe ich beim Bedienkomfort, bei den zusätzlichen Einstellmöglichkeiten und bei der Individualisierung festgestellt. Beim eigentlichen Ergebnis in der Tasse liegen beide Maschinen deutlich näher beieinander, als es der Preisunterschied zunächst vermuten lässt.

Aus meinen TestsPrimaDonna SoulDinamica Plus
Espresso & KaffeeSehr gutes Ergebnis mit vielen Möglichkeiten zur individuellen AnpassungEbenfalls sehr gutes Ergebnis und in meinem Alltag näher an der Soul, als es der Preisunterschied erwarten lässt
MilchschaumGleichmäßiger, feinporiger Milchschaum über das automatische LatteCrema-SystemDas LatteCrema-System arbeitete auch hier zuverlässig und lieferte bei Cappuccino und Latte Macchiato gute Ergebnisse
Bedienung am GerätGut ablesbares 4,3-Zoll-Touchdisplay mit komfortabler MenüführungÜbersichtliches Farb-Touchdisplay, das sich im Alltag schnell und unkompliziert bedienen lässt
AppZusätzliche Möglichkeiten zur Einstellung und Personalisierung; für meinen Alltag aber kein entscheidender KaufgrundDie App-Funktionen haben mich im Alltag weniger überzeugt und waren für meine Nutzung nicht entscheidend
Bean AdaptVorhanden; interessant beim Wechsel zwischen unterschiedlichen BohnensortenNicht vorhanden
ReinigungAutomatische Programme erleichtern die Pflege, Milchsystem und einzelne Komponenten müssen trotzdem regelmäßig gründlich gereinigt werdenDie Brühgruppe benötigt regelmäßige Pflege; insbesondere das Auswaschen von Kaffeefetten war bei meiner Nutzung ein wiederkehrender Punkt
Was mich im Alltag gestört hatBei meiner PrimaDonna Soul wurde wiederholt ein allgemeiner Fehler angezeigt, obwohl für mich kein konkreter Grund dafür erkennbar warAm Heißwasserauslauf traten bei meinem Gerät auffällig laute Brummtöne auf; zusätzlich störte mich der Reinigungsaufwand an der Brühgruppe

Wo die PrimaDonna Soul besser ist

Die Soul spielt ihre Stärken vor allem bei Komfort und Individualisierung aus. Getränke lassen sich sehr genau an persönliche Vorlieben anpassen. Das macht sich besonders bemerkbar, wenn mehrere Personen im Haushalt unterschiedliche Kaffeespezialitäten und Einstellungen bevorzugen.

Auch die Bean-Adapt-Technologie gehört zu den Funktionen, mit denen sich die PrimaDonna Soul von der Dinamica Plus absetzt. Sie stimmt Einstellungen der Maschine auf die verwendeten Kaffeebohnen ab und berücksichtigt dabei unter anderem Mahlgrad und Brühparameter. Gerade wenn man verschiedene Bohnen ausprobiert, bietet das zusätzliche Möglichkeiten zur Abstimmung.

In meinem Alltag war Bean Adapt allerdings kein Grund, wegen dem ich die Soul grundsätzlich der Dinamica Plus vorziehen würde. Wer morgens hauptsächlich Espresso, Kaffee, Cappuccino oder Latte Macchiato auf Knopfdruck möchte, braucht einen Teil dieser zusätzlichen Möglichkeiten schlicht nicht.

Wo die Dinamica Plus völlig ausreicht

De’Longhi Dinamica Plus ECAM 370.95.T im Praxistest
Die De’Longhi Dinamica Plus ECAM 370.95.T in meinem Praxistest. Eigene Aufnahme von Kaffeevollautomat-Berater.de.

Beim Kaffee in der Tasse und auch bei den klassischen Milchgetränken lag die Dinamica Plus in meiner Nutzung erstaunlich nah an der aufwendiger ausgestatteten PrimaDonna Soul. Genau deshalb halte ich sie für besonders interessant, wenn die zusätzlichen Funktionen der Soul im Alltag gar nicht benötigt werden.

Wer vor allem Espresso, Kaffee, Cappuccino oder Latte Macchiato auf Knopfdruck zubereitet und nicht ständig unterschiedliche Benutzerprofile oder Bohnensorten verwaltet, bekommt mit der Dinamica Plus bereits sehr viel Komfort. Bei meiner Nutzung musste ich nicht erst zahlreiche Einstellungen vornehmen, um schnell zu einem guten Ergebnis zu kommen.

Ganz ohne Kritik blieb sie während meiner langen Nutzungszeit allerdings nicht. Am Heißwasserauslauf fielen mir teilweise deutlich hörbare Brummtöne auf. Außerdem gehört die Pflege der herausnehmbaren Brühgruppe dazu. Insbesondere Kaffeefette müssen regelmäßig ausgewaschen werden. Das sind für mich typische Alltagsdetails, die in einer reinen Liste technischer Daten kaum auftauchen, bei längerer Nutzung aber durchaus eine Rolle spielen.

Trotzdem liegt genau hier für mich eine Stärke der Dinamica Plus: Sie bietet viele der Funktionen, die ich bei einem modernen Kaffeevollautomaten tatsächlich regelmäßig genutzt habe, ohne den zusätzlichen Funktionsumfang der PrimaDonna Soul.

Mein Fazit: Für wen welche Maschine?

  • Dinamica Plus: Wenn Du regelmäßig Milchgetränke trinkst, Wert auf einfache Bedienung legst und auf zusätzliche Funktionen wie Bean Adapt verzichten kannst, bekommst Du bereits sehr viel Komfort.
  • PrimaDonna Soul: Wenn mehrere Personen mit unterschiedlichen Vorlieben die Maschine nutzen, Du verschiedene Bohnensorten ausprobierst und Getränke und Einstellungen möglichst individuell speichern und anpassen möchtest, bietet die Soul deutlich mehr Möglichkeiten.

Nach meiner mehrjährigen Erfahrung mit beiden Maschinen ist der Aufpreis der PrimaDonna Soul für mich weniger eine Frage der reinen Kaffeequalität. Man bezahlt vor allem für mehr Komfort, Individualisierung und zusätzliche Technik. Wer diese Möglichkeiten regelmäßig nutzt, bekommt mit der Soul den umfangreicheren Vollautomaten.

Wer dagegen einen guten und komfortablen Kaffeevollautomaten für Espresso, Kaffee und die klassischen Milchspezialitäten sucht, bekommt mit der Dinamica Plus bereits das, was ich im Alltag am häufigsten gebraucht habe.

Mein entscheidender Unterschied nach der Langzeitnutzung: Die PrimaDonna Soul bietet mehr Möglichkeiten. Die Dinamica Plus konzentriert sich stärker auf die Funktionen, die ich im normalen Kaffeealltag tatsächlich regelmäßig genutzt habe.

Ausführlich: Mein PrimaDonna Soul Test · Mein Dinamica Plus Test

Kaffeevollautomaten nach Preis: Was bekommst Du für Dein Budget?

Die Preisunterschiede bei Kaffeevollautomaten sind enorm. Einfache Geräte gibt es bereits für wenige hundert Euro, während umfangreich ausgestattete Premium-Vollautomaten deutlich über 1.000 Euro kosten können. Mehr Geld bedeutet aber nicht automatisch besseren Kaffee. Häufig bezahlst Du in höheren Preisklassen vor allem für mehr Komfort, größere Displays, automatische Milchsysteme, zusätzliche Getränke und umfangreichere Einstellmöglichkeiten.

Bis etwa 500 Euro: guter Kaffee ohne unnötigen Luxus

Wenn Du hauptsächlich Espresso und Kaffee trinkst und auf ein großes Touchdisplay oder ein vollautomatisches Milchsystem verzichten kannst, findest Du bereits in dieser Preisklasse interessante Geräte. Ein gutes Beispiel ist die De’Longhi Magnifica S. Sie konzentriert sich auf die wesentlichen Funktionen und gehört seit Jahren zu den bekanntesten Kaffeevollautomaten.

Für mich ist diese Klasse besonders interessant für Einsteiger und alle, die einen unkomplizierten Vollautomaten suchen und nicht für Funktionen bezahlen möchten, die sie später kaum benutzen.

Etwa 500 bis 1.500 Euro: mehr Komfort und größere Getränkeauswahl

In dieser Preisklasse wird die Ausstattung deutlich umfangreicher. Große Displays, zahlreiche Kaffeespezialitäten, automatische Milchsysteme und individuell anpassbare Einstellungen gehören bei vielen Geräten bereits zum Konzept.

Ein Beispiel dafür ist die Siemens EQ700 (nicht selbst getestet). Sie bietet eine umfangreiche Getränkeauswahl und richtet sich besonders an Haushalte, in denen unterschiedliche Kaffee- und Milchgetränke zubereitet werden und eine komfortable Bedienung wichtig ist.

Ab etwa 1.500 Euro: Premiumklasse für hohen Bedienkomfort

In der Premiumklasse zahlst Du vor allem für zusätzlichen Komfort, Ausstattung und Individualisierung. Hochwertige Displays, viele Kaffeespezialitäten, automatische Milchzubereitung und umfangreiche Einstellmöglichkeiten machen diese Vollautomaten besonders vielseitig.

Die Siemens EQ900 (nicht selbst getestet) ist ein typischer Vertreter dieser Klasse. Sie richtet sich an Kaffeetrinker, die viele Einstellmöglichkeiten wünschen und gleichzeitig großen Wert auf komfortable Bedienung und eine breite Getränkeauswahl legen.

Mein Rat: Kaufe einen Kaffeevollautomaten nicht allein nach seinem Preis. Überlege zuerst, welche Getränke Du tatsächlich zubereitest und welche Funktionen Du im Alltag wirklich nutzen wirst. Wer überwiegend Kaffee und Espresso trinkt, kann mit einem guten Gerät für unter 500 Euro vollkommen zufrieden sein. Wenn Du dagegen regelmäßig Cappuccino, Latte Macchiato und andere Spezialitäten zubereitest und hohen Bedienkomfort möchtest, kann sich der Aufpreis für ein besser ausgestattetes Modell durchaus lohnen.

Kaffeevollautomat Testsieger 2026: Was Stiftung Warentest & Co. sagen – und was ich davon halte

Viele Leser fragen mich, welcher Kaffeevollautomat 2026 eigentlich „Testsieger“ ist. Die ehrliche Antwort lautet: Das hängt davon ab, welchen Test man betrachtet und welche Kriterien dort besonders stark gewichtet werden. Stiftung Warentest, CHIP oder Computer Bild kommen deshalb nicht zwangsläufig zum gleichen Ergebnis.

Für mich sind solche Tests eine interessante Orientierung. Nach vielen Jahren mit unterschiedlichen Kaffeevollautomaten weiß ich aber auch, dass eine gute Testnote allein noch nicht bedeutet, dass eine Maschine für jeden Haushalt die richtige Wahl ist.

Stiftung Warentest 2026

Im aktuellen Kaffeevollautomaten-Test der Stiftung Warentest sind Ergebnisse für 36 Kaffeevollautomaten aufgeführt. 13 Geräte kamen 2026 neu hinzu. Die Qualitätsurteile reichen von „gut“ bis „befriedigend“ – ein „sehr gut“ gibt es im aktuellen Vergleich nicht.

Bei der Verkostung beurteilen Kaffee-Sommeliers unter anderem Espresso und Cappuccino. Daneben fließen weitere Kriterien wie Handhabung, Reinigung, Umwelteigenschaften und technische Eigenschaften in die Bewertung ein. Die vollständigen Einzelbewertungen sind bei Stiftung Warentest kostenpflichtig abrufbar.

Bei der Aktualisierung vom Juli 2026 erreichten die De’Longhi Eletta Ultra und die De’Longhi Eletta Explore mit der Qualitätsnote 1,9 („gut“) die Spitzenbewertung unter den neu geprüften Kaffeevollautomaten.

Andere Testmagazine kommen zu anderen Ergebnissen

Dass es nicht den einen allgemein gültigen Testsieger gibt, zeigt schon der Vergleich mit anderen großen Testredaktionen.

  • Computer Bild: Dort steht 2026 die De’Longhi Rivelia mit der Testnote 1,4 („sehr gut“) an der Spitze des Kaffeevollautomaten-Tests.
  • CHIP: Im aktuellen Kaffeevollautomaten-Test führt die Saeco Xelsis Suprema SM8889/00 mit der Testnote 1,5 („sehr gut“).

Schon diese unterschiedlichen Ergebnisse zeigen für mich, warum man den Begriff „Testsieger“ nicht überbewerten sollte. Die Redaktionen testen mit unterschiedlichen Methoden, Schwerpunkten und Gewichtungen. Ein Gerät kann deshalb bei einem Test ganz vorne liegen und bei einem anderen Vergleich anders eingeordnet werden.

Transparenz-Hinweis: Die hier genannten aktuellen Testsieger von Stiftung Warentest, Computer Bild und CHIP habe ich nicht selbst getestet. Ich gebe hier die veröffentlichten Ergebnisse der jeweiligen Testredaktionen wieder.

Was ein Testsiegel nicht verrät

Ich halte standardisierte Tests trotzdem für sinnvoll. Ihr großer Vorteil ist, dass verschiedene Maschinen unter möglichst vergleichbaren Bedingungen geprüft werden. Gerade bei Kaffeequalität, Temperatur, Bedienung oder Lautstärke können solche Vergleiche sehr hilfreich sein.

Was ein Labortest naturgemäß schlechter zeigen kann, sind Erfahrungen, die erst nach Monaten oder Jahren im normalen Alltag auftreten. Genau an diesem Punkt unterscheiden sich solche Tests von meinen eigenen Langzeiterfahrungen.

  • Reinigung im Alltag: Bei meiner De’Longhi Dinamica Plus war die Pflege der Brühgruppe ein wiederkehrendes Thema. Insbesondere Kaffeefette mussten regelmäßig ausgewaschen werden.
  • Macken nach längerer Nutzung: Bei meiner PrimaDonna Soul wurde wiederholt ein allgemeiner Fehler angezeigt, obwohl für mich kein konkreter Grund dafür erkennbar war. Bei der Dinamica Plus fielen mir außerdem teilweise deutlich hörbare Brummtöne am Heißwasserauslauf auf.
  • Intensive Dauernutzung: Unsere Siemens EQ.9 stand im Büro und musste dort über Jahre eine ganz andere Belastung verkraften als ein typischer Kaffeevollautomat in einem Privathaushalt. An intensiven Tagen wurden bis zu 50 Tassen zubereitet.

Solche Erfahrungen stehen normalerweise nicht auf dem Karton und lassen sich auch nach wenigen Tagen mit einem Testgerät kaum beurteilen. Für mich gehören sie aber zu einer Kaufentscheidung genauso dazu wie Geschmack, Ausstattung und Bedienkomfort.

Mein Rat: Testsieger als Orientierung nutzen, nicht als Kaufentscheidung

Ein Testsiegel ist für mich ein guter Ausgangspunkt, aber kein Grund, einen Kaffeevollautomaten allein wegen seines ersten Platzes zu kaufen. Viel wichtiger ist die Frage, ob die Maschine zu Deinen eigenen Kaffeegewohnheiten passt.

Trinkst Du hauptsächlich Espresso und Kaffee, brauchst Du viele Funktionen eines teuren Premium-Vollautomaten möglicherweise überhaupt nicht. Bereitest Du dagegen täglich Cappuccino oder Latte Macchiato für mehrere Personen zu, werden Milchsystem, einfache Reinigung und individuelle Benutzerprofile wesentlich wichtiger.

Ich würde Testergebnisse deshalb immer für eine Vorauswahl nutzen und anschließend auf die Punkte achten, die im eigenen Alltag tatsächlich eine Rolle spielen: Welche Getränke trinke ich? Wie oft läuft die Maschine? Wie einfach lässt sie sich reinigen? Wie unkompliziert ist die Bedienung? Und welche Funktionen werde ich nach den ersten Wochen wirklich noch benutzen?

Nach meinen eigenen Erfahrungen mit vielen unterschiedlichen Kaffeevollautomaten ist genau das wichtiger als die Frage, ob auf einem Gerät am Ende „Testsieger“ steht. Ein sehr guter Kaffeevollautomat ist für mich nicht automatisch die Maschine mit den meisten Funktionen oder der besten Testnote, sondern diejenige, die im täglichen Gebrauch möglichst gut zu ihren Nutzern passt.

Welcher Kaffeevollautomat macht den besten Kaffee?

Diese Frage bekomme ich immer wieder gestellt. Meine Erfahrung aus vielen eigenen Tests ist allerdings: Der teuerste Kaffeevollautomat macht nicht automatisch den besten Kaffee. Das Ergebnis in der Tasse hängt von mehreren Faktoren ab – und der Vollautomat ist nur einer davon.

Espresso mit Crema aus einem Kaffeevollautomaten im Praxistest
Espresso aus einem Kaffeevollautomaten: Bohnen, Mahlgrad und die richtige Einstellung haben großen Einfluss auf Geschmack und Crema.

Bei meinen Tests beginne ich deshalb nie einfach mit den Werkseinstellungen und bewerte danach den Geschmack. Ich probiere unterschiedliche Einstellungen aus und passe Mahlgrad, Kaffeestärke und Wassermenge an. Gerade bei Espresso können bereits kleine Veränderungen einen deutlichen Unterschied machen.

Die Kaffeebohnen sind entscheidend

Selbst ein sehr guter Kaffeevollautomat kann aus lange geöffneten Bohnen oder einer Röstung, die nicht zu Deinem Geschmack passt, keinen überzeugenden Espresso machen. Frische Bohnen und eine passende Röstung sind deshalb mindestens genauso wichtig wie die Maschine.

Wenn Du noch nach passenden Bohnen suchst, findest Du in meinem Kaffeebohnen-Test und Vergleich weitere Informationen zu unterschiedlichen Sorten und Röstungen.

Der richtige Mahlgrad verändert den Geschmack

Der Mahlgrad gehört für mich zu den wichtigsten Einstellungen am Kaffeevollautomaten. Ist er zu grob gewählt, kann der Kaffee dünn und wenig aromatisch wirken. Ein zu feiner Mahlgrad kann dagegen zu einer sehr langsamen Extraktion und einem unangenehm kräftigen oder bitteren Ergebnis führen.

Deshalb lohnt es sich, den Mahlgrad Schritt für Schritt an die verwendeten Bohnen anzupassen. Mehr zu den unterschiedlichen Bauarten und zur Funktion findest Du in meinem Ratgeber über Mahlwerke in Kaffeevollautomaten.

Eine schöne Crema ist nicht alles

Eine dichte Crema sieht bei einem Espresso natürlich attraktiv aus. Für mich ist sie aber kein alleiniger Beweis für guten Geschmack. Bohnenmischung, Frische, Mahlgrad und Zubereitung beeinflussen die Crema erheblich.

Wenn Dich das Thema genauer interessiert, erkläre ich in meinem Beitrag wie eine gute Crema beim Espresso entsteht, welche Rolle Arabica- und Robusta-Bohnen spielen und warum die Optik allein noch nichts über die Qualität des Espressos aussagt.

Mein Fazit: Den einen Kaffeevollautomaten, der für jeden den besten Kaffee zubereitet, gibt es für mich nicht. Entscheidend ist, wie gut sich das Gerät auf Deine bevorzugten Bohnen und Deinen persönlichen Geschmack einstellen lässt. Ein Vollautomat, bei dem Mahlgrad, Stärke und Wassermenge sinnvoll angepasst werden können, kann deshalb geschmacklich mehr überzeugen als ein deutlich teureres Gerät, das vor allem zusätzliche Komfortfunktionen bietet.

Kaffeevollautomat mit Milchsystem: Worauf ich bei Cappuccino und Latte Macchiato achte

Wenn Du regelmäßig Cappuccino, Latte Macchiato oder andere Milchgetränke trinkst, gehört das Milchsystem zu den wichtigsten Punkten bei der Auswahl eines Kaffeevollautomaten. In meinen Tests zeigen sich hier oft größere Unterschiede als bei der reinen Kaffeezubereitung.

Milchschaum aus einem Melitta Kaffeevollautomaten im Praxistest
Milchschaum im Praxistest: Für Cappuccino und Latte Macchiato achte ich besonders auf Konsistenz, Temperatur und die einfache Reinigung des Milchsystems.

Ein gutes Milchsystem sollte nicht nur feinporigen und gleichmäßigen Milchschaum erzeugen. Mindestens genauso wichtig ist, wie unkompliziert es sich im Alltag bedienen und reinigen lässt. Gerade Milchleitungen, Düsen und Behälter sollten sich gründlich säubern lassen, damit keine Milchreste zurückbleiben.

Automatisches Milchsystem oder klassische Dampfdüse?

Wenn Du häufig Milchgetränke auf Knopfdruck zubereitest, ist ein automatisches Milchsystem besonders komfortabel. Der Vollautomat übernimmt dann die Zubereitung von Kaffee und Milchschaum weitgehend selbst.

Eine klassische Dampfdüse bietet dagegen mehr direkten Einfluss auf den Milchschaum, verlangt aber auch etwas mehr Übung. Wenn Du hauptsächlich Espresso oder Kaffee trinkst und nur gelegentlich Milch aufschäumst, kann diese einfachere Lösung vollkommen ausreichen.

Für mich zählt vor allem die Reinigung

Bei einem Milchsystem achte ich im Test darauf, wie viele Teile nach der Zubereitung gereinigt werden müssen und ob automatische Spülprogramme sinnvoll unterstützen. Ein aufwendiges Milchsystem kann auf dem Datenblatt beeindruckend wirken, verliert seinen Reiz aber schnell, wenn die Reinigung nach jedem Cappuccino unnötig kompliziert ist.

Besonders praktisch finde ich Systeme, bei denen sich Milchbehälter, Schläuche und Düsen mit wenigen Handgriffen entnehmen und gründlich reinigen lassen.

Milchschaum ist Geschmackssache

Auch beim Milchschaum gibt es nicht nur eine richtige Lösung. Manche bevorzugen einen sehr festen, feinporigen Schaum, andere mögen ihn cremiger und fließender. Deshalb finde ich es sinnvoll, wenn sich Menge oder Konsistenz des Milchschaums zumindest teilweise anpassen lassen.

Mein Fazit: Wenn Cappuccino und Latte Macchiato regelmäßig auf Deiner Getränkeliste stehen, würde ich beim Kauf nicht nur auf die Anzahl der Milchprogramme achten. Entscheidend sind die Qualität des Milchschaums, eine einfache Bedienung und vor allem ein Milchsystem, das sich im Alltag ohne großen Aufwand sauber halten lässt.

Kaffeevollautomat fürs Büro: Meine Langzeiterfahrung mit der Siemens EQ.9

Ein Kaffeevollautomat im Büro wird ganz anders beansprucht als ein Gerät, das zu Hause vielleicht fünf oder zehn Tassen am Tag zubereitet. Das konnte ich über Jahre selbst beobachten: Bei uns war die Siemens EQ.9 täglich im Büro im Einsatz und musste zeitweise bis zu 50 Tassen Kaffee am Tag bewältigen.

Siemens EQ.9 Kaffeevollautomat im langjährigen Büro-Einsatz
Unsere Siemens EQ.9 im Büro: Der Vollautomat war bei uns über Jahre im täglichen Einsatz und bereitete zeitweise bis zu 50 Tassen am Tag zu.

Was bei einem Kaffeevollautomaten fürs Büro wirklich wichtig ist

Bei einer solchen Nutzung zählen für mich andere Dinge als ein ausgefallenes Design oder möglichst viele Zusatzfunktionen. Ein Bürogerät muss zuverlässig arbeiten, sich schnell bedienen lassen und auch dann unkompliziert bleiben, wenn mehrere Personen den Vollautomaten benutzen.

Wichtig sind außerdem ausreichend große Wasser- und Bohnenbehälter, eine einfache Reinigung und eine unkomplizierte regelmäßige Pflege. Je mehr Tassen täglich zubereitet werden, desto stärker fallen solche praktischen Details ins Gewicht.

Siemens EQ.9 und Miele CM 7750 im Büroalltag

Besonders interessant war für mich der direkte Vergleich mit einem zweiten hochwertigen Vollautomaten: Der Miele CM 7750 CoffeeSelect lief rund neun Monate parallel zur Siemens EQ.9 in unserem Büro.

Ein solcher Langzeiteinsatz sagt für mich mehr über die Alltagstauglichkeit eines Kaffeevollautomaten aus als ein kurzer Test über wenige Tage. Erst nach vielen hundert oder sogar tausenden zubereiteten Getränken zeigt sich, wie angenehm Bedienung, Reinigung und Pflege auf Dauer wirklich sind.

Für kleine Büros gelten andere Anforderungen

Nicht jedes Büro benötigt einen großen und entsprechend teuren Kaffeevollautomaten. Wenn nur wenige Mitarbeiter täglich Kaffee trinken, kann ein kompakteres Gerät vollkommen ausreichen. Bei höherem Verbrauch würde ich dagegen stärker auf Belastbarkeit, große Behälter und eine möglichst unkomplizierte Reinigung achten.

Meine Erfahrung: Für die Auswahl eines Kaffeevollautomaten fürs Büro ist für mich nicht entscheidend, welches Modell gerade als Testsieger beworben wird. Viel wichtiger ist, wie viele Tassen tatsächlich täglich zubereitet werden und wie zuverlässig und unkompliziert das Gerät bei dauerhafter Nutzung arbeitet. Meine langjährige Erfahrung mit der Siemens EQ.9 hat mir gezeigt, wie wichtig genau diese Alltagstauglichkeit bei einem intensiv genutzten Vollautomaten ist.

Ausführlicher habe ich meine Erfahrungen mit dem Gerät in meinem Siemens EQ.9 Test beschrieben.

De’Longhi Maestosa: Meine Erfahrung mit einem 2.500-Euro-Vollautomaten

Die De’Longhi Maestosa EPAM 960.75.GLM war für mich ein außergewöhnlicher Kaffeevollautomat. Rund 2.500 Euro haben wir damals für unser Testgerät bezahlt. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen: Für diesen Preis muss ein Vollautomat deutlich mehr bieten als nur eine lange Liste an Funktionen.

Norbert Loose beim Praxistest der De'Longhi Maestosa
Mein Praxistest der De’Longhi Maestosa: Ein außergewöhnlicher Premium-Kaffeevollautomat, der damals rund 2.500 Euro kostete.

Zwei Bohnenbehälter und zwei elektronische Mahlwerke

Eine Besonderheit der Maestosa sind ihre beiden getrennten Bohnenbehälter mit zwei elektronisch gesteuerten Mahlwerken. Dadurch lassen sich beispielsweise zwei unterschiedliche Kaffeesorten verwenden, ohne ständig die Bohnen wechseln zu müssen.

Gerade die elektronische Mahlgradeinstellung fand ich in meinem Test besonders interessant. Der Mahlgrad lässt sich passend zum Getränk einstellen und die Maschine übernimmt einen Teil der Arbeit, für die bei vielen anderen Vollautomaten ein manueller Eingriff notwendig ist.

Kaffee und Milchschaum haben mich überzeugt

Entscheidend ist für mich auch bei einem so teuren Kaffeevollautomaten das, was am Ende in der Tasse landet. Hier hat mich die Maestosa überzeugt. Besonders positiv in Erinnerung geblieben ist mir der feinporige und cremige Milchschaum.

Gleichzeitig bietet die Maschine zahlreiche Möglichkeiten, Getränke an den eigenen Geschmack anzupassen. Zwei verschiedene Bohnen gleichzeitig nutzen zu können, macht solche Vergleiche besonders interessant.

Luxus bedeutet nicht automatisch Perfektion

Auch bei einem Vollautomaten dieser Preisklasse gibt es Punkte, die mir im Alltag weniger gefallen haben. Die Maestosa ist groß und schwer, die Reinigung der Brühgruppe könnte komfortabler sein und der Milchbehälter fiel für meinen Geschmack eher klein aus.

Genau deshalb finde ich eigene Praxistests wichtig. Ein hoher Preis und eine beeindruckende Ausstattung sagen noch nicht, wie gut sich ein Kaffeevollautomat nach Wochen oder Monaten tatsächlich bedienen und reinigen lässt.

Mein Fazit zur De’Longhi Maestosa: Die Maestosa hat mir gezeigt, was technisch bei einem Premium-Vollautomaten möglich ist. Besonders die zwei elektronischen Mahlwerke, die umfangreichen Einstellmöglichkeiten sowie Kaffee und Milchschaum haben mich überzeugt. Trotzdem braucht nicht jeder einen Kaffeevollautomaten für rund 2.500 Euro. Sehr guten Kaffee bekommst Du auch mit wesentlich günstigeren Geräten. Wer dagegen großen Wert auf Technik, Komfort und außergewöhnliche Ausstattung legt, bekommt mit der Maestosa einen Vollautomaten, der sich deutlich von klassischen Mittelklassegeräten unterscheidet.

Wenn Du meine Erfahrungen mit diesem außergewöhnlichen Vollautomaten im Detail nachlesen möchtest, findest Du hier meinen ausführlichen De’Longhi Maestosa Test.

Meine Kaffeevollautomaten-Tests und Praxiserfahrungen nach Hersteller

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Kaffeevollautomaten unterschiedlicher Hersteller und Preisklassen. Viele Geräte habe ich selbst ausprobiert, im Alltag genutzt und teilweise über einen längeren Zeitraum miteinander verglichen.

In diesem Testarchiv findest Du aktuelle Modelle ebenso wie ältere Kaffeevollautomaten. Gerade die Erfahrung mit verschiedenen Generationen hilft mir dabei, neue Geräte nicht nur nach Datenblatt und Ausstattung zu beurteilen, sondern ihre Stärken und Schwächen im Vergleich besser einzuordnen.

Melitta Kaffeevollautomaten

Melitta gehört ebenfalls zu den Herstellern, von denen ich über die Jahre besonders viele unterschiedliche Modelle kennengelernt und getestet habe.

Siemens Kaffeevollautomaten

Mit Siemens habe ich ebenfalls viel Praxiserfahrung gesammelt. Besonders die EQ.9 konnte ich über einen langen Zeitraum im täglichen Büroeinsatz beobachten.

Meine Erfahrung aus vielen Jahren: Eine Marke allein sagt noch wenig darüber aus, ob ein Kaffeevollautomat zu Deinen persönlichen Anforderungen passt. Entscheidend sind das konkrete Modell, die bevorzugten Getränke, Bedienung, Reinigung und die Ausstattung, die Du im Alltag tatsächlich nutzt. Genau deshalb ist die Erfahrung mit vielen unterschiedlichen Geräten und Modellgenerationen für meine Bewertungen so wertvoll.

FAQ – Häufige Fragen zu Kaffeevollautomaten

1. Welcher Kaffeevollautomat ist der beste?

Den einen besten Kaffeevollautomaten für jeden Haushalt gibt es meiner Erfahrung nach nicht. Entscheidend ist, welche Getränke Du am häufigsten zubereitest, wie wichtig Dir ein automatisches Milchsystem ist und welches Budget Du zur Verfügung hast. Deshalb unterscheide ich in meinem Kaffeevollautomaten-Test zwischen Preistipp, Allrounder, Familien-, Komfort- und Premium-Empfehlungen.

2. Wie teste ich Kaffeevollautomaten?

Ich beurteile Kaffeevollautomaten nicht nur anhand technischer Daten. In meinen Praxistests achte ich besonders auf Geschmack von Espresso und Kaffee, Milchschaum, Bedienung, Mahlwerk und Einstellmöglichkeiten, Reinigung, Lautstärke und Alltagstauglichkeit. Seit 2016 habe ich mehr als 35 Kaffeevollautomaten selbst getestet und einige Geräte über Monate oder sogar Jahre genutzt.

3. Wie viel sollte ein guter Kaffeevollautomat kosten?

Gute Kaffeevollautomaten gibt es bereits für deutlich unter 500 Euro. In höheren Preisklassen bezahlst Du häufig vor allem für mehr Komfort, größere Displays, automatische Milchsysteme, zusätzliche Getränke und umfangreichere Einstellmöglichkeiten. Ein höherer Preis bedeutet deshalb nicht automatisch besseren Kaffee.

4. Welcher Kaffeevollautomat eignet sich für Einsteiger?

Für Einsteiger finde ich unkomplizierte Geräte mit übersichtlicher Bedienung und einfacher Reinigung besonders sinnvoll. Wenn Du hauptsächlich Kaffee und Espresso trinkst, brauchst Du nicht zwingend ein großes Touchdisplay oder ein automatisches Milchsystem. Wichtig sind für mich ein verstellbarer Mahlgrad sowie sinnvolle Einstellungen für Kaffeestärke und Wassermenge.

5. Welcher Kaffeevollautomat eignet sich für Cappuccino und Latte Macchiato?

Wenn Du regelmäßig Cappuccino, Latte Macchiato oder andere Milchgetränke trinkst, würde ich besonders auf ein zuverlässiges und leicht zu reinigendes Milchsystem achten. Ein guter Vollautomat sollte feinporigen Milchschaum erzeugen und sich nach der Benutzung ohne großen Aufwand reinigen lassen. Viele Getränkeprogramme allein sind für mich weniger wichtig als die Qualität und Alltagstauglichkeit des Milchsystems.

6. Welcher Kaffeevollautomat macht den besten Espresso?

Der Geschmack hängt nicht nur vom Vollautomaten ab. Kaffeebohnen, Mahlgrad, Kaffeestärke, Wassermenge und Temperatur beeinflussen das Ergebnis erheblich. In meinen Tests prüfe ich deshalb, wie gut sich die Maschine an unterschiedliche Bohnen und den persönlichen Geschmack anpassen lässt. Auch ein günstigerer Vollautomat kann mit den richtigen Einstellungen sehr guten Espresso zubereiten.

7. Welche Marke ist bei Kaffeevollautomaten empfehlenswert?

Ich würde einen Kaffeevollautomaten nicht allein nach der Marke auswählen. Ich habe unter anderem Geräte von De’Longhi, Siemens, Melitta, Miele, Jura, Saeco, Bosch, Krups, Philips und Nivona getestet. Innerhalb einer Marke unterscheiden sich die einzelnen Modelle teilweise deutlich bei Bedienung, Ausstattung, Milchsystem und Reinigung. Deshalb bewerte ich immer das konkrete Gerät.

8. Wie oft muss ein Kaffeevollautomat gereinigt werden?

Auffangschale, Tresterbehälter und Milchsystem sollten regelmäßig beziehungsweise nach Bedarf gereinigt werden. Bei automatischen Milchsystemen ist eine gründliche Reinigung besonders wichtig. Zusätzlich sollten die vom Hersteller vorgesehenen Reinigungs- und Entkalkungsprogramme durchgeführt werden. Herausnehmbare Brühgruppen erleichtern bei vielen Geräten die Pflege.

9. Welche Kaffeebohnen eignen sich für Kaffeevollautomaten?

Für Kaffeevollautomaten eignen sich viele Espresso- und Crema-Röstungen. Entscheidend ist vor allem Dein persönlicher Geschmack. Ich bevorzuge frische Bohnen und würde sehr stark ölende Bohnen vermeiden, wenn der Hersteller davon abrät. Anschließend lohnt es sich, Mahlgrad und Kaffeestärke an die verwendete Röstung anzupassen.

10. Lohnt sich ein teurer Kaffeevollautomat?

Ein teurer Kaffeevollautomat kann sich lohnen, wenn Du die zusätzlichen Funktionen tatsächlich nutzt. Dazu gehören beispielsweise große Displays, Benutzerprofile, mehrere Bohnenbehälter, komfortable Milchsysteme und viele individualisierbare Getränke. Wenn Du überwiegend Kaffee und Espresso trinkst, kannst Du mit einem deutlich günstigeren Gerät genauso zufrieden sein.

11. Welcher Kaffeevollautomat eignet sich fürs Büro?

Für ein Büro sind Zuverlässigkeit, einfache Bedienung, ausreichend große Wasser- und Bohnenbehälter sowie eine unkomplizierte Reinigung besonders wichtig. Bei uns war die Siemens EQ.9 über Jahre im Büro im Einsatz und bereitete zeitweise bis zu 50 Tassen täglich zu. Für kleinere Büros kann dagegen ein kompakterer Kaffeevollautomat vollkommen ausreichen.

12. Worauf sollte ich beim Kauf eines Kaffeevollautomaten besonders achten?

Überlege zuerst, welche Getränke Du tatsächlich zubereiten möchtest. Danach würde ich auf Bedienung, Mahlwerk und Einstellmöglichkeiten, Milchsystem, Reinigung, Behältergröße und laufende Pflege achten. Für mich ist ein Kaffeevollautomat dann gut, wenn er zu Deinem Alltag passt und sich auch nach Monaten noch unkompliziert bedienen und sauber halten lässt.

Bildnachweis:

  • HKB und Norbert Loose
  • Produktbilder in den Preisboxen: Amazon

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